Gesundheit Kefir senkt den Blutdruck

13:40  05 mai  2018
13:40  05 mai  2018 Quelle:   netdoktor.de

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Bestimmte Lebensmittel haben einen besonders positiven Einfluss. So haben Forscher aus den USA und Brasilien nun herausgefunden, dass Kefir den Blutdruck senken kann.

Kefir senkt den Blutdruck © rainbow33-Fotolia.com Kefir senkt den Blutdruck

Kefir ist wie Joghurt ein Sauermilchprodukt. Er enthält lebensfähige Bakterien, die die Darmflora günstig beeinflussen. Das könnte sogar überhöhte Blutdruckwerte normalisieren.

Vorangegangene Untersuchungen haben gezeigt, dass die Bakterien im Darm den Blutdruck beeinflussen können. Ein ungünstiges Mikrobiom im Darm kann demnach zu Bluthochdruck beitragen.

Forscher um Mirian Silva-Cutini haben in Experimenten mit Ratten untersucht, ob sich Kefir positiv auf den Blutdruck auswirken kann. Dazu fütterten sie Ratten, die Bluthochdruck hatten, neun Wochen lang mit Kefir.

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Kefir entsteht durch die Zugabe einer Kefirknolle ( Kefirpilz , tibetanischer Pilz) zu Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch. Die Forscher schließen daraus, dass Kefir das Zusammenspiel von Nervensystem und Darm begünstigt, um den Blutdruck zu senken .

Ein amerikanisch-brasilianisches Forscher-Team hat herausgefunden, dass häufiges Trinken von Kefir die Darmflora gesund hält und den Blutdruck senken kann.

Eine weitere Gruppe von Artgenossen mit Bluthochdruck erhielt keinen Kefir. Eine dritte, gesunde Gruppe diente der Kontrolle.

Neunwöchige Kefir-Kur

Nach der neunwöchigen Kefir-Kur hatte sich der Blutdruck der Ratten verbessert: Er lag bei rund 152 mmHg. Für die Tiere normal sind je nach Art und Größe 84 bis 134 mmHg. Bei den unbehandelten Blutdruckratten hingegen lag er im Schnitt deutlich höher, nämlich bei 173 mmHg.

Auch die Menge sogenannter Endotoxine im Blut nahm ab. Das sind Giftstoffe, die Zellen beschädigen können.

Verbesserte Darmfunktion

Vor allem profitierte die Funktion des Darms: Die Kefir-Kur normalisierte die Balance von vier wichtigen Darmmikroben: Lactobacillus, Staphylococcus, Brucella und Bifidobakterium spp.

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Zwar bekommen viele Patienten in dem Fall Arzneimittel verschrieben, doch häufig können auch bestimmte Lebensmittel einen positiven Einfluss haben. So haben Forscher aus den USA und Brasilien herausgefunden, dass Kefir den Blutdruck senken kann.

Eine neue Studie zeigt: Kefir hilft auch, den Blutdruck zu senken . Kefir macht Joghurt, Quark und Co. mit seinen gesundheitlichen Wirkungen starke Konkurrenz. Der probiotische Drink hält nicht nur unsere Darmflora intakt und beugt Erkrankungen vor.

Eine gesunde Darmflora unterstützt den Darm in seiner wichtigen Türhüterfunktion: Die Darmwand muss einerseits eine Barriere für Schadstoffe und Krankheitserreger bilden, die mit der Nahrung in den Darm gelangen. Andererseits muss sie aber den Übertritt von Nährstoffen aus dem Darminneren in das Blut ermöglichen.

Effekte im Gehirn

Die Wirkung des Kefirs entfaltete sich sogar bis in Gehirn: Im Hirn der Kefir-Ratten fanden die Forscher mehr Mikrogliazellen. Diese Fresszellen beseitigen Schadstoffe, Krankheitserreger und Zellreste, fördern die Vernetzung der Neuronen und wirken entzündungshemmend.

Außerdem normalisierte sich die überaktive Produktion von Tyrosin-Hydroxylase im Gehirn, insbesondere im Hypothalamus. Dieses Enzym wird benötigt, um L-Dopa herzustellen. Dieses wiederum ist die Vorstufe für die zentralen Hirnbotenstoffe Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin.

Dass sich die Kefir-Kur ausgerechnet im Hypothalamus auswirkt, ist interessant. Denn dieser steuert das Kontrollzentrum für den Blutdruck in der Medulla oblongata, die Teil des Hirnstamms ist.

Verbesserte Kommunikation zwischen Darm und Gehirn

"Unsere Daten weisen darauf hin, dass Kefir sich positiv auf den Blutdruck auswirkt, indem er die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn verbessert“, schreiben die Autoren. Allerdings gelten diese Erkenntnisse bislang nur für Ratten. Welchen Effekt Kefir auf die Darmflora beim Menschen und letztlich dessen Blutdruck hat, müssen weitere Studien zeigen.

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