Leben Sperrmüll

15:00  11 juni  2018
15:00  11 juni  2018 Quelle:   selbst.de
Sperrmüll © picture alliance / ZB Sperrmüll

Jeder gemeldete Bürger einer Kommune oder Gemeinde hat das Recht, alle Abfälle, die für die Restabfalltonne zu groß und sperrig sind, per Sperrmüll abholen zu lassen. In der Regel ist eine Sperrmüllabholung pro Jahr kostenlos, sofern man Gebühren für eine Restmülltonne bezahlt.

Es gibt aber auch einige Städte, die eine Gebühr verlangen. In vielen Kommunen nehmen darüberhinaus Wertstoffhöfe Sperr- und Sondermüll ganzjährig entgegen. Nähere Informationen erhält man auf der Internetseite der Stadt oder Gemeinde.

In den Sperrmüll gehören:

  • Möbel
  • Teppiche und andere Bodenbeläge, die nicht verklebt sind, sowie Laminat
  • Matratzen
  • Schrott wie Fahrräder oder Ähnliches
  • Fensterrahmen, Türrahmen, Türblätter aus Kunststoff
  • Kunststoffteile wie Dachrinnen, Rohre, Badewannen, Spülkästen
  • Nicht auf den Sperrmüll gehören Elektrogeräte oder Gegenstände aus Metall. Diese müssen separat entsorgt werden. Auch Gegenstände, die länger als 2m und schwerer als 75 kg sind, werden nicht mitgenommen.


Sperrmüll anmelden

In vielen Gemeinden ist die Abholung von Sperrmüll gratis – bzw. in den jährlichen Müllgebühren bereits enthalten. Dafür gibt es in der Regel vier feste Abfuhrtermine für Sperrmüll, die Sie beim Abfallwirtschaftsunternehmen Ihrer Stadt oder im "Abfallkalender" nachlesen können. Haben Sie außerhalb dieser Termine Bedarf an einer Abholung, müssen Sie den Sperrmüll anmelden. Meist geht das einfach per Telefon oder Kontakt-Formular im Internet. Wenn Sie Sperrmüll anmelden, sollten Sie relativ detailliert angeben können, was abgeholt werden soll. Denn die Müllwerker nehmen später nur mit, was auf ihrer Liste steht. So soll vermieden werden, dass ander Müllarten als Sperrmüll unachtsam an die Straße gestellt werden. Dazu zählen unter anderem ...

Sondermüll

Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen müssen zu einer Sondermüll-Annahmestelle oder zum Schadstoffmobil gebracht werden. Leuchtstofflampen enthalten rund 15 Milligramm Quecksilber, Kompaktleuchtstofflampen rund sieben Milligramm. Nur bei einer Entsorgung über den Sondermüll gelangt dieses Schwermetall nicht unkontrolliert in die Umwelt. Auch Farb- und Lackreste, Holzschutzmittel, Verdünner, Abbeizmittel und Reiniger gehören in den Sondermüll.

Achten Sie am besten schon beim Kauf auf schadstoffarme Produkte, die können Sie zum Beispiel am Umweltzeichen "Blauer Engel" erkennen. Tapetenreste, Kleister und angetrocknete Dispersionsfarben können über den Restmüll entsorgt werden.

Elektroschrott fachgerecht entsorgen

Elektro- und Elektronikschrott, wie defekte Toaster, kaputte Bügeleisen, Glühbirnen und Leuchtstoffröhren, ausrangierte Laptops, Scanner und Drucker dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Denn dadurch würden wertvolle Rohstoffe, aber auch gefährliche Umweltgifte auf der Hausmülldeponie oder in der Müllverbrennung landen. Diese Geräte müssen bei kommunalen Sammelstellen abgegeben werden.

Praxistipp: Sortieren, Entscheiden, Weggeben! Gerade vor dem Umzug ist es wichtig, die eigene Wohnung zu entschlacken und Dinge auszusortieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dabei am besten vorgehen: Was kann weg, was brauche ich noch?

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