Digital Droht am Montag neue Welle des weltweiten Cyberangriffs?

08:40  15 mai  2017
08:40  15 mai  2017 Quelle:   Die Presse

WannaCry: Experten warnen vor neuer Angriffswelle

  WannaCry: Experten warnen vor neuer Angriffswelle Die befürchtete neue Welle von infizierten Computern mit der Ransomware WannaCry ist vorerst ausgeblieben. Experten mahnen dennoch zur Vorsicht. Die von Experten befürchtete neue Welle von infizierten Computern mit der Ransomware WannaCry ist vorerst ausgeblieben. Beobachter waren zuvor von einem Anstieg von Computerstörungen ausgegangen, nachdem zum heutigen Wochenanfang viele Menschen ihre Computer einschalten und weitere betroffene Systeme entdeckt würden.

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Computer-Experten in Konzernen und Behörden fürchten eine neue Welle des weltweiten Cyberangriffs mit Beginn der Arbeitswoche. Wenn sich am Montag rund um den Globus Millionen Menschen nach dem Wochenende wieder in ihrer Computer einloggten

Droht am Montag neue Welle des weltweiten Cyberangriffs? © Bild: REUTERS Droht am Montag neue Welle des weltweiten Cyberangriffs?

Computer-Experten in Konzernen und Behörden fürchten eine neue Welle des weltweiten Cyberangriffs mit Beginn der Arbeitswoche. Wenn sich am Montag rund um den Globus Millionen Menschen nach dem Wochenende wieder in ihrer Computer einloggten, werde sich der Virus wieder weiterverbreiten, warnten Sicherheitsexperten und Unternehmensberater besonders in Asien. Dort hatte der Computerwurm bisher vergleichsweise wenig Schaden angerichtet. Marin Ivezic von der Unternehmensberatung PwC sagte, viele Kunden würden bereits seit Bekanntwerden des Angriffs am Freitag rund um die Uhr daran arbeiten, mit Software-Updates Sicherheitslücken zu schließen. Der Virus verbreitet sich über E-Mails, aber auch über andere bisher noch nicht festgestellte Wege. Kriminelle fordern von Nutzern Lösegeld, wenn diese ihre Dateien wieder einsetzen wollen.

Iran droht Saudi-Arabien mit schwerem Gegenschlag im Konfliktfall

  Iran droht Saudi-Arabien mit schwerem Gegenschlag im Konfliktfall Der Tonfall zwischen dem Iran und Saudi-Arabien ist am Sonntag schärfer geworden. © REUTERS/Sergei Karpukhin Der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehghan drohte mit einem Angriff, der im Königreich "keinen Ort außer Mekka und Medina unberührt" lassen werde, sollte die Regierung in Riad "etwas Ignorantes unternehmen". Die von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitete Erklärung folgt ungewöhnlich deutlichen Bemerkungen von Vize-Kronprinz Mohammed bin Salman vom Dienstag, der dem Iran vorgeworfen hatte, das Königreich ins Visier zu nehmen.

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Die Durchschlagskraft des Virus hatte Samstag und Sonntag nachgelassen, nachdem Sicherheitsupdates griffen und eine Internet-Domain identifiziert wurde, von der der Angriff maßgeblich gesteuert wurde. Allerdings rechnen die Experten damit, dass der Virus, der eine Sicherheitslücke in Microsofts Betriebssystem Windows nutzt, jetzt von den Angreifern verändert und erneut eingesetzt wird.

Der britische IT-Forscher, der die Ausbreitung des Erpressungstrojaners am Freitag gestoppt hatte, glaubt sogar an eine baldige neue Attacke. "Vielleicht nicht am Wochenende, aber möglicherweise Montagfrüh", sagte der 22-Jährige, der weiterhin anonym bleiben will, dem Sender BBC. "Da ist viel Geld im Spiel. Es gibt keinen Grund für sie, aufzuhören." Es sei kein großer technischer Aufwand, den Software-Code zu ändern und eine neue Angriffswelle zu starten.

Bei der Attacke am Freitag waren nach Erkenntnissen der IT-Sicherheitsfirma Avast rund 75.000 Computer in 99 Ländern lahmgelegt worden, mit einem Schwerpunkt auf Russland, die Ukraine und Taiwan. Die Rechner wurden von sogenannten Erpressungstrojanern befallen, die sie verschlüsseln und Lösegeld verlangen. Der anonyme britische Experte hatte im Code der Schadsoftware eine von den Autoren eingebaute "Notbremse" gefunden, die er auch auslöste und damit die Ausbreitung des Erpressungstrojaners vorerst stoppte.

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Erpresser veröffentlicht neue Folgen von "Orange is the New Black"Eigentlich sollte die fünfte Staffel der populären Netflix-Serie "Orange is the New Black" erst am 9. Juni veröffentlicht werden. Ein Teil der neuen Folgen hat den Weg ins Netz aber schon jetzt gefunden - sehr zum Ärger des US-Streamingdienstes. Wie unter anderem die "New York Times" berichtet, hatte ein Hacker oder eine Gruppe von Hackern mit dem Namen "thedarkoverlord" die neuen Episoden des Frauenknast-Formats bei einer kleinen Firma gestohlen, die von Netflix mit der Postproduktion beauftragt war.

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