Digital Arbeitsmarkt: "Die Arbeit geht uns nicht aus"

12:05  01 januar  2018
12:05  01 januar  2018 Quelle:   zeit.de

Überstunden sind in Ordnung - bis das Vertrauen zerstört ist

  Überstunden sind in Ordnung - bis das Vertrauen zerstört ist Viele Firmen lassen ihre Mitarbeiter gratis für sich arbeiten und sparen an Bezahlung und Arbeitsplätzen. Aber auch die Stechuhr ist keine zufriedenstellende Lösung. Es soll Menschen geben, die gern Überstunden machen. Sie schauen nicht auf die Uhr, Freizeit und Arbeitszeit halten sie für austauschbare Begriffe. "Sie brennen für ihren Job", heißt es dann. Daran ist nichts auszusetzen. Es ist schön, wenn man gern arbeitet. Schließlich macht die Arbeit, in Zeit gemessen, den größten Teil des Lebens aus. Für alle, die jetzt jung sind, ist Arbeitszeit sogar noch bestimmender, weil sie spät in Rente gehen werden.

„Von der Digitalisierung werden manche Branchen und Berufe profitieren, andere geraten ins Hintertreffen. Unter dem Strich geht keine Beschäftigung verloren“, sagt das Institut für Arbeitsmarkt - und Berufsforschung (IAB).

Sie sind dabei, sich freiwillig oder gezwungen beruflich zu verändern? Fakt ist: Sie haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt . Fakt ist aber auch: Vielen fällt es schwer, sich neu zu positionieren.

Auf dem Bau, in der Elektro- und Metallbranche und in der Pflege fehlen Fachkräfte schon heute. © Unsplash / Ricardo Gomez Angel Auf dem Bau, in der Elektro- und Metallbranche und in der Pflege fehlen Fachkräfte schon heute.

Noch nie gingen so viele Menschen in Deutschland arbeiten. Die Zahl der Arbeitslosen ist so niedrig wie lange nicht. Doch das strahlende Bild vom Jobwunder hat Flecken.

Es war ein selten gutes Jahr für den Arbeitsmarkt. Im November 2017 sank die Zahl der Arbeitslosen auf 2,37 Millionen, das sind so wenige wie seit 26 Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote ging auf 5,3 Prozent zurück. Die Lage sei "so gut wie noch nie", sagt der Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer vom wirtschaftsnahen Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Für Arbeitnehmer stünden die Chancen so gut wie lange nicht. Schäfer spricht von einer "historischen Situation".

Eine erfahrene Personalerin erklärt das eine Anzeichen, dass ihr euren Job kündigen solltet

  Eine erfahrene Personalerin erklärt das eine Anzeichen, dass ihr euren Job kündigen solltet Seinen Job aufzugeben — vor allem wenn man noch keine neue Vollzeitstelle gefunden hat — kann beängstigend sein. Es gibt einige gute Gründe, es zu tun: Wenn ihr euch jeden Sonntag schon schlecht fühlt. Wenn ihr denkt, ihr könnt euch nicht weiterentwickeln. Wenn die Werte eurer Firma nicht mit euren eigenen zusammenpassen. Aber es gibt einen viel praktischeren Grund, warum ihr euch von der Last befreien solltet, jeden Tag zur einer Arbeit zu erscheinen, die ihr hasst: Ihr möchtet bis zu dem Moment, an dem ihr geht, eues Bestes geben.

Duisburg. Das Jobcenter hofft auf Millionen, um Langzeit-Arbeitslosen in Beschäftigung zu bringen. Ist es der Einstieg in den „dritten Arbeitsmarkt “? Inhalt ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN > … …

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In Süddeutschland gibt es bereits Regionen, in denen quasi Vollbeschäftigung erreicht ist. Aber selbst in strukturschwachen Gegenden verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit viele offene Stellen. Deutschlandweit sind derzeit mehr als 770.000 Jobs unbesetzt – die allermeisten davon sind voll sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen.

Zugleich gehen in Deutschland so viele Menschen arbeiten wie nie zuvor: 44,74 Millionen. Ein Grund dafür ist die hohe Erwerbsquote der Frauen. Sie ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und liegt jetzt bei 74,5 Prozent – bei den Männern beträgt sie 82,7  Prozent.

Zudem arbeiten viele Menschen im Alter länger, weil das Renteneintrittsalter höher ist als früher. Hinzu kommt, dass wegen der guten deutschen Konjunktur und der in der EU geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit viele Beschäftigte aus den Nachbarländern in Deutschland arbeiten. Eine Situation wie in den Sechzigerjahren – als wegen des flächendeckenden Fachkräftemangels gezielt viele sogenannte Gastarbeiter aus dem Ausland angeworben wurden – haben wir allerdings nicht.

Viele Flüchtlinge arbeiten als Fachkräfte

  Viele Flüchtlinge arbeiten als Fachkräfte Zahlreiche Flüchtlinge, die einen Job haben, werden laut einer Studie als qualifizierte Fachkräfte eingesetzt. Aktuell sind rund 140.000 Menschen aus den acht Hauptasylherkunftsländern in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Knapp 60 Prozent sind demnach als qualifizierte Fachkräfte beschäftigt, 40 Prozent in Helfertätigkeiten ohne abgeschlossene Berufsausbildung. 9,4 Prozent üben einen Beruf aus, der in der Regel ein Diplom oder einen Master erfordert. Künftig dürfte aber nach Prognosen der IW-Forscher der Anteil der Geflüchteten, die nur eine Arbeit als Helfer finden, noch wachsen.

Als freizügigkeitsberechtigter Bürger der Europäischen Union (auch Unionsbürger genannt) haben Sie uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt .

Durch Arbeitsmarktreformen wie Hartz IV nimmt die Politik Einfluß auf die Rahmenbedingungen dieses Marktes, um die Nachfrage nach Arbeit zu steigern. Welche Jobs wird es in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr geben, welche entstehen?

Die Statistik zeigt: Zwar ist die Arbeitslosigkeit seit 2005 kontinuierlich gesunken – ein Erfolg, den die Union als Partei von Bundeskanzlerin Angela Merkel gerne für sich in Anspruch nimmt. Kritiker argumentieren jedoch, Merkel habe von den Arbeitsmarktreformen unter Rot-Grün profitiert. Damals wurden mit der Agenda 2010 zum Beispiel sachgrundlose Befristungen eingeführt, der Niedriglohnsektor mit Zeitarbeit und Minijobs stark ausgebaut und Sozial- und Arbeitslosenhilfe zu Hartz-IV zusammengefasst.

Aus dieser Warte sind prekäre Jobs und Unterbeschäftigung die Kehrseite des Booms. Als unterbeschäftigt gelten Menschen, die sich zum Beispiel in einer Weiterbildung befinden, an Beschäftigungsprogrammen der Agentur für Arbeit teilnehmen oder arbeitsunfähig sind: derzeit 3,56 Millionen Menschen. Das klingt nach einer hohen Zahl. Aber im Jahr 2006, als die Unterbeschäftigung erstmals statistisch erfasst wurde, waren es mit 8,59 Millionen mehr als doppelt so viele. "Die Unterbeschäftigung hat sich seit 2005 ganz immens verringert", sagt der Arbeitsmarktforscher Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Fremde können mit einem Trick eure WhatsApp-Nachrichten sehen — so könnt ihr das verhindern

  Fremde können mit einem Trick eure WhatsApp-Nachrichten sehen — so könnt ihr das verhindern Die meisten Menschen benutzen WhatsApp täglich, um Freunden, Bekannten, Kollegen oder dem Partner Nachrichten zu senden. Oft sind dabei sehr persönliche Informationen enthalten, von denen man nicht unbedingt möchte, dass andere Personen diese einsehen können.   Die meisten Menschen benutzen WhatsApp täglich, um Freunden, Bekannten, Kollegen oder dem Partner Nachrichten zu senden. Oft sind dabei sehr persönliche Informationen enthalten, von denen man nicht unbedingt möchte, dass andere Personen diese einsehen können.

Arbeitsmarkt : " Die Arbeit geht uns nicht aus ". Noch nie gingen so viele Menschen in Deutschland arbeiten. Die Zahl der Arbeitslosen ist so niedrig wie lange nicht.

- Diese Frage hat unsere Leser in der achten Runde des Projekts Die Recherche am meisten interessiert. Um sie zu beantworten, haben wir für Sie recherchiert und ein Dossier aus Analysen, Interviews, Reportagen und Videos zusammengestellt. Arbeitsmarkt Sie sind zu unflexibel.

Betrachtet man die Statistik der Bundesagentur für Arbeit nur für die Jahre 2010 bis 2017, dann zeigt sich deutlich, wie die Arbeitslosigkeit durch die gute Konjunktur und den demografischen Wandel kontinuierlich zurückgegangen ist.

Fachkräftemangel je nach Beruf und Branche

Etwas schwieriger ist die Ermittlung des Fachkräftemangels: "Der Mangel ist noch nicht flächendeckend, aber in einigen Berufen ist die Lage schon heute sehr angespannt", sagt IAB-Forscher Weber. Es fehlten nicht nur Menschen in hochqualifizierten Berufen, beispielsweise Ingenieure, sondern auch Fachkräfte auf dem Bau und in jenen Metall- und Elektroberufen, in denen eine Spezialisierung gefragt sei: Elektriker, Mechaniker und Automatisierungstechniker.

Kaum anders sieht es in der Pflege aus: Es gibt zu wenige Krankenpfleger und Krankenschwestern, Altenpflegerinnen und Altenpfleger. Und weil die deutsche Gesellschaft altert, werden sie in Zukunft noch stärker gebraucht – die Fachkräftelücke in der Branche wird größer.

"Das größte Problem auf dem Arbeitsmarkt ist die Passgenauigkeit", sagt Weber. Das heißt: Arbeitslose und freie Stellen passen oft nicht zusammen. Deshalb finden viele Langzeitarbeitslose trotz der guten Lage am Arbeitsmarkt keinen Job. Zwar sank ihre Zahl von knapp 1,8 Millionen im Jahr 2005 über 1,1 Millionen im Jahr 2010 auf heute unter eine Million – doch seither stagniert sie auf diesem Niveau.

Dow Jones springt über 25.000 Punkte

  Dow Jones springt über 25.000 Punkte An der Wall Street geht der Gipfelsturm weiter: Gleich zu Handelsbeginn markierten die großen Indizes neue Bestmarken. Unterstützt wurde die gute Stimmung vom überraschend starken Stellenzuwachs in der US-Privatwirtschaft. Dem Personaldienstleister ADP zufolge stellten die Firmen mit insgesamt 250.000 Mitarbeitern mehr Personal ein als erwartet. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von nur 190.000 gerechnet. Es war der größte monatliche Zuwachs seit März. Die Umfrage gibt den Anlegern einen Vorgeschmack auf die amtlichen Daten vom US-Arbeitsmarkt, die am Freitag erwartet werden.

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Wie sieht die Arbeitswelt in 20 Jahren aus? Dafür seien aber weitere Anstrengungen in der Bildung und für den Arbeitsmarkt wichtig. Ein Hauptproblem: Vielen Langzeitarbeitslosen fehlt die Qualifikation für freie Stellen.

Die wenigsten Langzeitarbeitslosen sind Ingenieure oder hochqualifizierte Spezialisten aus den Mangelberufen. Sie mit den offenen Stellen zusammenzubringen, sei derzeit die größte Herausforderung am Arbeitsmarkt, sagt Weber.

IW-Experte Schäfer fordert, die Politik müsse mehr in die Qualifizierung und Weiterbildung insbesondere von Langzeitarbeitslosen investieren. "Da ist noch ein Fachkräftepotenzial. Aber bisher machen die Jobcenter oft Pauschalangebote, die am realen Bedarf der Menschen und der Unternehmen vorbeigehen", sagt er. Auch müsse die Betreuung in den Jobcentern viel intensiver sein: "Heute hat ein Fallmanager 150 Personen zu betreuen. Da bleibt keine Zeit, um individuelle Maßnahmen zu planen – mal davon abgesehen, dass die Mittel dafür überhaupt nicht da sind."

Aber nicht nur die Politik muss auf die neue Situation reagieren, sondern auch die Wirtschaft. In einigen Berufen ist die Zahl der Bewerber schon heute so niedrig, dass Arbeitgeber bisweilen die Anforderungen senken. Sogar die Entlassungsquote sei in den vergangenen Jahren stark gesunken, sagt Arbeitsmarktforscher Weber: "Arbeitgeber kündigen ihre Mitarbeiter nicht mehr so schnell." Offenbar scheuen die Unternehmen die Mühe, auf einem schwierigen Markt nach neuen Fachkräften zu suchen.

In diesen Regionen sind die Deutschen mit ihrem Job am zufriedensten

  In diesen Regionen sind die Deutschen mit ihrem Job am zufriedensten Wie steht es um die Zufriedenheit der Deutschen mit ihrem Job und ihrem Arbeitgeber? Welches Bundesland gilt aus Job-Perspektive am attraktivsten? Und wo können es sich die Arbeitnehmer hingegen am ehesten vorstellen, wegzuziehen? Diesen Fragen ist die Beratungsstelle Ernst & Young (EY) auf den Grund gegangen. 1400 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der freien Wirtschaft, dem öffentlichen Dienst und Verbänden und sonstigen Institutionen hat EY für die Jobstudie befragt. Zur generellen Zufriedenheit konnten die Befragten dabei aber lediglich angeben, ob sie „zufrieden“ oder „eher zufrieden“ mit ihrer Arbeit sind.

Arbeitssuche. Zugang zum Arbeitsmarkt . Bewerbung. Arbeitsvertrag.

Nun stellt die CSU ein "Stoppschild" auf. Doch die Arbeitsministerin lässt sich nicht bremsen. "Wir halten Eingriffe in den Arbeitsmarkt für gefährlich", sagte Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt der Zeitung.

Auf dem Ausbildungsmarkt ist die Situation ebenfalls angespannt. Im Ausbildungsjahr 2017 kamen rund 548.000 Bewerber auf knapp 550.000 Ausbildungsplätze. In vielen Betrieben fehlt der Nachwuchs; die Firmen buhlen mit Übernahmegarantien und allerlei Extras wie einem neuen Smartphone oder der bezahlten Mitgliedschaft im Fitnessstudio um junge Auszubildende.

Dass es mehr Lehrstellen als Bewerber gibt, ist allerdings keine neue Situation – bereits im Jahr 2009 gab es das schon einmal. Danach kippte die Lage infolge der Wirtschaftskrise wieder, bis es im vergangenen Jahr wieder mehr freie Ausbildungsstellen als Bewerber gab. Dafür gibt es zwei Gründe: Wegen der demografischen Entwicklung wachsen immer weniger junge Leute nach. Und von ihnen entscheiden sich immer mehr für ein Studium statt für eine duale Berufsausbildung.

Künftig weniger qualifzierte Zuwanderer

Einen Teil des Bedarfs an jungen Fachkräften konnten die Unternehmen bislang über Bewerber aus dem EU-Ausland decken: Arbeitslose junge Spanier fanden in den Jahren der Eurokrise beispielsweise Ausbildungsstellen und Jobs in Deutschland. "Aber die Eurokrise ist mittlerweile weitgehend überstanden. Aus Südosteuropa kommen nicht mehr so viele", sagt Weber.

Auch IW-Arbeitsmarktexperte Schäfer ist davon überzeugt, dass Zuwanderung allein den Fachkräftemangel in Zukunft nicht lösen wird. Sie könne ihn allerhöchstens dämpfen. Es dauere lange, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren – zum Beispiel, weil sie erst noch ausgebildet werden müssten, oder weil es mit der Anerkennung ihrer Qualifikationen nur langsam vorangehe. Zudem gebe es immer weniger qualifizierte Zuwanderer: "Viele Fachkräfte kommen aus Osteuropa", sagt er. "Aber die haben selbst ein Problem mit dem demografischen Wandel. Auch dort fehlen junge Menschen."

Sondierer steuern auf Schlussrunde zu

  Sondierer steuern auf Schlussrunde zu Unter großem Zeitdruck nehmen Union und SPD heute Anlauf für den Abschluss ihrer Koalitionssondierungen am Donnerstag. «Wir wissen auch, dass das Zeitbudget, das wir uns selber gesetzt haben, begrenzt ist. Deshalb wird in den Arbeitsgruppen sehr, sehr intensiv verhandelt», sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer am Dienstagabend in Berlin. In seiner von den drei Parteien vereinbarten Erklärung zum dritten Sondierungstag appellierte er denn auch an Bürger und Journalisten, «eine gewisse Geduld» aufzubringen.Die Unterhändler hätten mit dem Ausloten finanzieller Spielräume begonnen.

Viele Betriebe in Deutschland suchen Lehrlinge, viele Flüchtlinge suchen Arbeit . Trotzdem können Flüchtlinge oft nicht in Betrieben arbeiten. Für die schlechte Integration auf dem Arbeitsmarkt gibt es viele Gründe.

Keine Branche spürt die Wirtschaftskrise so wie die Zeitarbeit. Doch der Absturz ist nur ein Zwischentief. Vieles deutet darauf hin, dass die Arbeitskräfteverleiher in Deutschland vor einem historischen Boom stehen.

Schäfer fürchtet deshalb, der Fachkräftemangel könne die Konjunktur bremsen. Schon heute könnten Unternehmen nicht so viel produzieren, wie es die Auftragslage eigentlich hergebe, sagt er.

Digitalisierung verschiebt Fachkräftemangel nur

Und es könnte noch schwieriger werden. Denn Berechnungen zeigen, dass ab 2019 mehr Beschäftigte aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden werden als einsteigen. "Wenn die Generation der Babyboomer in Rente geht, wird es dramatisch. Dann wird selbst eine Erhöhung des Rentenalters den Abgang nicht kompensieren können", sagt IAB-Forscher Weber.

Natürlich könne das auch dem Wachstum schaden, sagt Weber. Aber das sei gar nicht entscheidend. "Nur die Produktion zu steigern, ist schließlich kein vernünftiges gesellschaftliches Ziel." Es müsse vielmehr darum gehen, die Jobs der wenigen Arbeitnehmer besser und damit produktiver zu machen. Die Digitalisierung biete dafür gute Chancen.

Apropos Digitalisierung: Dass durch die Industrie 4.0 der Fachkräftemangel abgefedert werden könnte, bezweifeln beide Arbeitsmarktexperten. Denn auch wenn Jobs durch Technisierung wegfielen, entstünden an anderer Stelle neue. Das zeige schon der Blick in die Geschichte. Weber: "Die Arbeit wird uns nicht ausgehen."

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Darum haben beruflich erfolgreiche Menschen immer öfter einen Zweitjob .
Der wachsende Arbeitsmarkt und steuerliche Begünstigungen von Minijobs sind unter anderem der Grund, warum von vielen immer öfter ein Nebenjob neben dem Hauptjob als Zusatzverdienst genutzt wird. In Deutschland hat sich die Anzahl von Arbeitnehmern mit Zweitjob im Vergleich zum Jahr 2003 mehr als verdoppelt, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (iwd) nun mitteilt. Und dennoch herrschen deshalb keineswegs amerikanische Verhältnisse. Denn auf das zusätzliche Geld sind bisher nur die wenigsten Deutschen wirklich angewiesen, so das Institut.

Source: http://de.pressfrom.com/nachrichten/digital/-57183-arbeitsmarkt-die-arbeit-geht-uns-nicht-aus/

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