Digital Facebook setzt auf Online-Dating

02:53  03 mai  2018
02:53  03 mai  2018 Quelle:   sueddeutsche.de

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Soziales Netzwerk Facebook setzt auf Online - Dating . Mark Zuckerberg kündigt bei seiner Entwicklerkonferenz "F8" Online - Dating auf Facebook an. Zudem erhalten Nutzer neue Löschfunktionen.

Facebook setzt auf Online - Dating . 02.05.2018 - Viele Paare hätten sich auf Facebook kennengelernt, sagt Gründer und Chef Mark Zuckerberg.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg während seiner Eröffnungsrede auf der Entwicklerkonferenz F8. © AP Facebook-Chef Mark Zuckerberg während seiner Eröffnungsrede auf der Entwicklerkonferenz F8.

• Mark Zuckerberg kündigt bei seiner Entwicklerkonferenz "F8" Online-Dating auf Facebook an.

• Zudem erhalten Nutzer neue Löschfunktionen.

• In Whatsapp und Instagram sind künftig Video-Gruppenchats möglich.

Natürlich prägte die Datenaffäre auch Facebooks jährliche Entwicklerkonferenz F8: Die geplante Vorstellung eines Heim-Lautsprechers, um den Amazon Echos, Google Homes und Apple HomePods Konkurrenz zu machen, wurde Medienberichten zufolge bereits vor Wochen auf Herbst verschoben. Nach dem Datenabfluss an Cambridge Analytica dürften derzeit nur wenige Nutzer das Bedürfnis verspüren, sich Facebook auch noch ins eigene Wohnzimmer zu stellen.

Facebook löscht hunderttausende extremistische Beiträge

  Facebook löscht hunderttausende extremistische Beiträge Facebook löscht hunderttausende extremistische BeiträgeInsgesamt seien 1,9 Millionen Beiträge entfernt oder mit Warnhinweisen versehen worden - doppelt so viele wie im vorangehenden Quartal, teilte Facebook am Montag (Ortszeit) mit. 99 Prozent davon wurden demnach nicht von Benutzern gemeldet, sondern von automatisierter Software und eigenen Prüfern entdeckt. Im Durchschnitt seien solche Beiträge für weniger als eine Minute auf der Plattform verfügbar, hieß es.

Facebook setzt auf Online - Dating . 02.05.2018 - Viele Paare hätten sich auf Facebook kennengelernt, sagt Gründer und Chef Mark Zuckerberg.

Facebook setzt auf Online - Dating . 02.05.2018 - Viele Paare hätten sich auf Facebook kennengelernt, sagt Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Nun bekommt das weltgrößte Online-Netzwerk eine Flirt-Funktion - auch wenn Datenschützer das gruselig empfinden könnten.

Entsprechend hatte Mark Zuckerberg in San Jose zwei unterschiedliche Botschaften unter das Nutzer- und Entwicklervolk zu bringen: Einerseits eine Wiederholung der Beteuerungen, die Privatsphäre der Nutzer ernst zu nehmen (ohne damit das Kerngeschäft der Verhaltens- und Interessenauswertung zu gefährden). Und auf der anderen Seite das Versprechen, die eigenen Produkte zügig weiter zu entwickeln. Der 33-Jährige im Marketing-Wortlaut: "Das ist ein wichtiger Moment. Wir müssen mehr tun, um die Menschen zu schützen und das werden wir. Aber wir müssen auch weiter bauen und die Welt näher zueinander bringen."

In seiner Präsentation machte der Facebook-Chef klar, dass sein Konzern weiterhin aggressiv neue Felder testen möchte - und damit einigen anderen Firmen Sorgen bereiten könnte. Ein Überblick der Ankündigungen:

Trotz EU-Verordnung: Snapchat soll für unter 16-Jährige zugänglich bleiben

  Trotz EU-Verordnung: Snapchat soll für unter 16-Jährige zugänglich bleiben Trotz EU-Verordnung: Snapchat soll für unter 16-Jährige zugänglich bleibenDafür wolle Snapchat in dieser Altersgruppe auf die Erhebung personenbezogener Daten wie Ortungsinformationen verzichten, erklärte die Betreiberfirma Snap der „Financial Times“ von Donnerstag.

Facebook setzt auf Online - Dating . 02.05.2018 - Viele Paare hätten sich auf Facebook kennengelernt, sagt Gründer und Chef Mark Zuckerberg.

Facebook setzt auf Online - Dating . 02.05.2018 - Viele Paare hätten sich auf Facebook kennengelernt, sagt Gründer und Chef Mark Zuckerberg.

  • Facebook als Dating-App: Facebook-Nutzer können sich künftig ein Partnersuche-Profil anlegen. Das soll allerdings getrennt vom eigentlichen Profil verwaltet und genutzt werden. Die Suche soll ebenfalls nicht über die Freundeslisten, sondern über Informationen wie gemeinsame Interessen funktionieren. Mit der Funktion, die im Laufe des Jahres angeschaltet werden soll, bekommen Partnersuche-Plattformen wie Tinder mächtige Konkurrenz. Der Aktienkurs der Dating-Seite Match.com verlor innerhalb weniger Minuten zehn Prozent seines Werts. Ob Kunden Facebook wirklich Vertrauen im heiklen Flirt-Feld schenken, wird ein interessanter Gradmesser sein.
  • Neue Löschfunktion: Facebook-Nutzer können einige Informationen, zum Beispiel besuchte Webseiten oder angeklickte Links, künftig löschen. Die Funktion heißt "Clear History" und orientiert sich an der "Verlauf löschen"-Funktion im Webbrowser. Zudem können Mitglieder verhindern, dass Facebook überhaupt Daten über die Besuche anderer Webseiten und die Nutzung von Apps speichert. Allerdings will Facebook ohnehin seine Nutzer vorwiegend dazu bringen, auf der eigenen Plattform zu bleiben.
  • Gemeinsames Videogucken: Facebook-Nutzer können künftig gemeinsam Videos auf der Plattform ansehen und darüber chatten ("Facebook Watch"). "Zum Beispiel, wenn du vor dem Kongress aussagst", erklärte Zuckerberg in Anspielung auf seine Anhörung vom April. In der Realität will der Konzern ein Alleinstellungsmerkmal für Bewegtbild-Inhalte schaffen, deren Produzenten er gerade subventioniert, um Youtube und Netflix Konkurrenz zu machen.
  • Gruppen-Videochat in WhatsApp und Instagram: Instagram erhält eine Videochat-Funktion, bei der auch mehr als zwei Teilnehmer miteinander sprechen können. WhatsApp bekommt ebenfalls Multinutzer-Videoanrufe. Damit reagiert Facebook auf die Beliebtheit der Videochat-Gruppen bei Snap, aber auch auf bei jungen Nutzern beliebten Apps wie Houseparty.
  • Instagram und Facebook Messenger öffnen Stories: Wer seinen Tag per "Story"-Funktion dokumentiert, kann bald auch Drittanbieter-Apps einbinden. Um zu signalisieren, einen Spotify-Song gehört zu haben, ist dann kein Screenshot mehr notwendig - die Information kann direkt aus der Spotify-App geteilt werden. Instagram erhält außerdem wie bereits Facebook selbst Augmented-Reality-Filter, die künstliche Elemente in Fotoaufnahmen einblenden.
  • Fokus auf Gruppen: Drei von vier Facebook-Nutzern sind Mitglieder in Gruppen. Weil Facebook externe Inhalte wie Links auf Medienseiten kaum noch zeigt, soll die Gruppen-Funktion gestärkt werden: Sie bekommt in der App eine eigene Ecke. Webseiten-Betreiber erhalten außerdem einen eigenen "Gruppenbeitritt"-Knopf, damit sie nach der Entwertung von Facebook-Seiten beginnen, ihre Sympathisanten in kleineren Gruppen an sich zu binden.

Kontostand überprüfen die meisten inzwischen online .
Kontostand überprüfen die meisten inzwischen onlineLaut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom verwenden 76 Prozent der Internetnutzer in Deutschland mittlerweile Online-Banking. Das ist ein Anstieg gegenüber 2016, als 70 Prozent auf Online-Banking setzten.

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