Finanzen Deutsche Wirtschaft blickt gelassen auf den Brexit

17:20  11 januar  2017
17:20  11 januar  2017 Quelle:   berliner-zeitung.de

Britischer EU-Botschafter kritisiert Brexit-Vorbereitungen

  Britischer EU-Botschafter kritisiert Brexit-Vorbereitungen Großbritanniens scheidender EU-Botschafter Ivan Rogers hat Premierministerin Theresa May für die Vorbereitungen der Brexit-Verhandlungen kritisiert. In der britischen Regierung gebe es nicht genug erfahrene Kräfte, die den Austritt aus der Europäischen Union verhandeln könnten, erklärte Rogers in einem Abschiedsschreiben an seine Kollegen, das die BBC am Mittwoch veröffentlichte. Er appellierte an seine Mitarbeiter in Brüssel, sich nicht durch "schlecht begründete Argumente und wirre Gedanken" aus der Ruhe bringen zu lassen. Er hoffe, dass niemand Angst haben werde, "den Machthabenden die Wahrheit zu sagen".

Brüssel (dpa) - Der drohende Brexit lässt die deutsche Wirtschaft weitgehend kalt. Neun von zehn Unternehmen erwarten vom angekündigten EU-Austritt Großbritanniens in nächster Zukunft keine starken Auswirkungen auf ihre Geschäfte, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelte.

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Die Briten stimmten im Juni 2016 für den Brexit, wollen ihn aber erst bis Ende März offiziell bei der EU anmelden und zweijährige Verhandlungen beginnen. Foto: Michael Kappeler © 2015 Mediengruppe M. DuMont Schauberg GmbH & Co. KG Die Briten stimmten im Juni 2016 für den Brexit, wollen ihn aber erst bis Ende März offiziell bei der EU anmelden und zweijährige Verhandlungen beginnen. Foto: Michael Kappeler

Der drohende Brexit lässt die deutsche Wirtschaft weitgehend kalt. Neun von zehn Unternehmen erwarten vom angekündigten EU-Austritt Großbritanniens in nächster Zukunft keine starken Auswirkungen auf ihre Geschäfte, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelte.

Auch Arbeitnehmer in Deutschland müssen wegen des Brexits vorerst wohl keinen Jobabbau fürchten.

US-Steuerstreit: Deutsche Bank zahlt 95 Millionen Dollar

  US-Steuerstreit: Deutsche Bank zahlt 95 Millionen Dollar Die Deutsche Bank hat sich im Steuerstreit mit den USA zu einer Zahlung von 95 Millionen Dollar bereit erklärt - weniger als ursprünglich gefordert wurde.• Es geht um Steuerhinterziehung im großen Stil.

Berlin (Reuters) - Die deutsche Wirtschaft blickt dem Chef des Münchner Ifo-Instituts zufolge trotz guter Zahlen mit Sorge auf die kommenden Monate. Faktoren seien US-Präsident Donald Trump, der Brexit oder die nach wie vor schwierige Lage in Südeuropa, sagte Clemens Fuest dem

Angesichts der tiefgreifenden Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft bündelt der DIHK für Sie Europäische Unternehmenschefs sehen Brexit gelassen In der Studie ‘ Brexit in der Chefetage: Die Insgesamt blickt die Mehrzahl der Unternehmen damit vergleichsweise positiv auf den Austritt den

Das IW hatte 2900 Unternehmen befragt und veröffentlichte die Ergebnisse am Mittwoch in Brüssel. Die Briten stimmten im Juni 2016 für den Brexit, wollen ihn aber erst bis Ende März offiziell bei der EU anmelden und zweijährige Verhandlungen beginnen. Die künftigen Beziehungen und Geschäftsbedingungen sind deshalb kaum abzuschätzen.

Wegen der Unsicherheit unterscheiden sich die Erwartungen der befragten Firmen zu Auswirkungen auf Investitionen, Beschäftigung und Produktion für 2017 und 2018 auch kaum, wie IW-Studienautor Jürgen Matthes sagte. Unter dem Strich gelte aber: „Nur ein winziger Anteil von zwei bis drei Prozent der Firmen sieht starke negative Konsequenzen für ihre Investitionen und Beschäftigung.”

Lewandowskis versteckte Kritik an Guardiola

  Lewandowskis versteckte Kritik an Guardiola Robert Lewandowski bläst zum Angriff. Im Trainingslager in Katar tönte der Stürmer, dass die Bundesliga in der zweiten Saisonhälfte einen noch stärkeren FC Bayern erleben werde. "In die­ser Rück­run­de wer­den wir noch bes­ser spie­len. Wir wer­den tak­tisch und kon­di­tio­nell bes­ser sein", sagte Lewandowski der Bild. Wer seine Sätze aufmerksam studiert, dem fällt eine versteckte Kritik am Ex-Coach Pep Guiardiola auf. Unter dem Spanier war dem Rekordmeister im Frühjahr mehrmals die Puste ausgegangen. Im Halbfinale der Champions League war dreimal Endstation. "In den letz­ten zwei Jah­ren hat­ten wir immer Pro­ble­me am Ende der Sai­son – auch mit der Kon­di­ti­on und den vie­len Ver­letz­ten", sagte Lewandowski.

Der Brexit werde den Briten mehr schaden als der deutschen Wirtschaft und dem Rest der EU, sagte der IW-Chef. Im Norden und Osten Europas dagegen blickt man mit Sorge auf das neue Kabinett in Berlin.

Bislang haben die deutschen Unternehmen den Brexit ignoriert. Dafür wirkt er sich jetzt verzögert umso stärker auf die Stimmung aus. Im Norden und Osten Europas dagegen blickt man mit Sorge auf das neue Kabinett in Berlin.

Auch die ersten spürbaren Folgen der Brexit-Entscheidung - etwa der Rückgang der deutschen Exporte nach Großbritannien im dritten Quartal 2016 um acht Prozent - trübt den weitgehend positiven Ausblick kaum, wie Matthes sagte.

Das IW unterschied bei der Befragung zwischen der Erwartung „begrenzter” und „starker” Effekte. Immerhin rund 37 Prozent der befragten Unternehmen befürchten Dämpfer für ihre Exporte durch den Absturz des britischen Pfunds, allerdings erwarten davon nur 9,9 Prozent einen starken Rückgang und 27 Prozent begrenzte Effekte.

Ihre Personalplanung sehen insgesamt 15,5 Prozent von möglichen Unsicherheiten im Großbritanniengeschäft berührt - nur 1,5 Prozent befürchten indes einen starken Einfluss. 15 Prozent sehen begrenzte Folgen für ihre Produktionsprozesse - etwa wenn sie mit britischen Partnern zusammenarbeiten -, nur zwei Prozent starke Auswirkungen. 21 Prozent gehen von begrenzten Folgen der Brexit-Verunsicherung auf ihre Investitionen aus, lediglich 2,8 Prozent von starken.

Staatsplaner - Chinas Wirtschaft wuchs 2016 um etwa 6,7 Prozent

  Staatsplaner - Chinas Wirtschaft wuchs 2016 um etwa 6,7 Prozent Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr nach Einschätzung der Staatsplaner um etwa 6,7 Prozent gewachsen. © REUTERS/Thomas Peter - RTX2X100 Das sagte der Direktor der staatlichen Planungs- und Reformkommission NDRC, Xu Shaoshi, am Dienstag. Die Regierung in China hatte für 2016 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 6,5 Prozent bis sieben Prozent anvisiert. Für dieses Jahr seien die Risiken für die Volksrepublik höher. Man sei aber zuversichtlich, dass die Zunahme der Wirtschaftsleistung auch 2017 in einem angemessenen Bereich bleibe.

Die deutsche Wirtschaft rätselt, welche Art Brexit schlimmere Folgen für sie hätte. Wie die Investoren an den Finanzmärkten die Lage einschätzen, ließ sich nach dem Brexit -Votum am Freitag an den Börsenkursen ablesen: Der Deutsche Aktienindex Dax fiel um 6,8 Prozent - viel stärker als

Die deutsche Wirtschaft warnt vor einem Brexit ohne Folgeabkommen. Allein den Autobauern drohen zusätzliche Kosten in Milliardenhöhe. Voller Neid und Bewunderung blickt ein Brite auf deutsche Reformfähigkeit und Erfolge der Politik.

Ebenfalls fast ein Viertel der befragten Firmen hofft zumindest in begrenztem Umfang auf Auftrieb, weil Geschäfte aus Großbritannien in die EU verlagert werden könnten. Gut 18 Prozent können sich vorstellen, deshalb mehr zu investieren, knapp 15 Prozent halten positive Jobeffekte im eigenen Unternehmen für möglich.

Aus den Zahlen ergibt sich aus Sicht von IW-Experte Matthes eine politische Konsequenz: „Ein zentrales Ergebnis ist: Großbritannien hat weniger Druckmittel in den Brexit-Verhandlungen, als die Regierung zu erwarten scheint.” Die Erwartung, dass die deutsche Wirtschaft aus Furcht vor einem harten Brexit auf Zugeständnisse an London dringe, gehe wohl nicht auf.

Jedoch geht nach seinen Worten eine Mehrzahl der befragten Firmen von einem „weichen” Brexit aus, also von nicht allzu großen Handelshemmnissen zwischen der Insel und dem Kontinent nach dem EU-Austritt. Aussagen der britischen Regierung legen aber nahe, dass das Vereinigte Königreich künftig keinen Zugang mehr zum EU-Binnenmarkt haben könnte, weil London die EU-Bedingungen dafür ablehnt. (dpa)

Ein harter Brexit und die möglichen Folgen .
Obwohl sich die deutsche Wirtschaft gelassen gibt, könnte ein harter Brexit viele deutsche Unternehmen treffen. Denn in vielen Branchen ist Großbritannien der viertgrößte Abnehmer für deutsche Produkte.Firmen aus Deutschland haben es nicht leicht, wenn sie stark auf britische Käufer angewiesen sind. Ihre Produkte werden für Briten weniger erschwinglich. Dem Autobauer Opel beispielsweise hat der Pfund-Absturz die für 2016 angestrebte Rückkehr in schwarze Zahlen vermasselt. Insgesamt gingen die deutschen Exporte nach Großbritannien im dritten Quartal 2016 um acht Prozent zurück.

Source: http://de.pressfrom.com/nachrichten/finanzen/-25395-deutsche-wirtschaft-blickt-gelassen-auf-den-brexit/

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