Finanzen Verbraucherschützer wollen Inkassokosten senken

15:56  19 mai  2017
15:56  19 mai  2017 Quelle:   dpa

Verbraucherschützer wollen Inkassokosten senken

  Verbraucherschützer wollen Inkassokosten senken Verbraucherschützer wollen ausufernden Inkassokosten den Riegel vorschieben. «Wir haben immer mehr Beschwerden über massive Kostentreiberei. Aus kleinen Forderungen werden sehr schnell große», sagte Verbraucherzentrale-NRW-Vorstand Wolfgang Schuldzinski. Er sprach von einer «Konsumentenplage des 21. Jahrhunderts». Auch renommierte Unternehmen schreckten nicht davor zurück, aus einer Forderung von 20 Euro gegen ihre Kunden sehr schnell 200 Euro werden zu lassen. Eine nicht eingelöste Lastschrift, weil das Gehalt noch nicht auf dem Konto war, reiche dafür schon.

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Einige Unternehmen geben versäumte Zahlungen ohne Mahnung an ein Inkassobüro weiter. Dadurch entstehen für den Kunden oft hohe Kosten. © Foto: Jens Büttner/dpa Einige Unternehmen geben versäumte Zahlungen ohne Mahnung an ein Inkassobüro weiter. Dadurch entstehen für den Kunden oft hohe Kosten.

Verbraucherschützer wollen ausufernden Inkassokosten den Riegel vorschieben. «Wir haben immer mehr Beschwerden über massive Kostentreiberei. Aus kleinen Forderungen werden sehr schnell große», sagte Verbraucherzentrale-NRW-Vorstand Wolfgang Schuldzinski.

Er sprach von einer «Konsumentenplage des 21. Jahrhunderts». Auch renommierte Unternehmen schreckten nicht davor zurück, aus einer Forderung von 20 Euro gegen ihre Kunden sehr schnell 200 Euro werden zu lassen. Eine nicht eingelöste Lastschrift, weil das Gehalt noch nicht auf dem Konto war, reiche dafür schon.

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  Kauf per Rechnung im Online-Shop: Auf Zahlfristen achten Wer online Ware bestellt und als Zahlungsart «per Rechnung» wählt, sollte die Vertragsbedingungen genau prüfen. Denn die Formel: erst die Ware, dann das Geld innerhalb von 14 Tagen überweisen, gilt längst nicht bei allen Händlern, fanden Verbraucherschützer heraus. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW) hat 30 Online-Shops und 6 Zahlungsabwickler unter die Lupe genommen: Bei den Händlern variieren unter anderem die Bonitätsprüfung, der Versand der Rechnung - per Mail, Post oder Fax, sowie das Einkaufslimit - zwischen 20 Euro und 5500 Euro. Auch die Zahlungsfristen und das Mahnwesen waren nicht einheitlich.

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Ohne Mahnung werde der Vorgang an eine Inkassofirma weitergegeben, die dann oft auch noch mit Maximal- und Doppelgebühren gegen die Kunden zu Felde ziehe, sagte Schuldzinski weiter. «Dabei haben Gerichte bereits entschieden, dass es unzulässig ist, Kosten von zwei Inkassoakteuren, die in der gleichen Sache unterwegs sind, auf Verbraucher abzuwälzen.» Die Unternehmen müssten mindestens einen Mahnversuch beim Kunden starten, bevor sie den Fall an ein Inkassobüro abgeben, forderte er.

Die Verbraucherzentrale sei mit einigen Auftraggebern in Kontakt getreten, etwa Zalando, Vattenfall, 1&1 und Sky. Die Unternehmen sollen dafür sorgen, dass die von ihnen beauftragten Inkassounternehmen nicht abkassierten, wie sie wollen. Notfalls werde man mit Abmahnungen und Musterprozessen versuchen, die Inkassokosten zu begrenzen. Von einem Einlenken berichtete er bei der Deutschen Bahn. «Wir werden jetzt beobachten, ob die Bahn ihr Versprechen auch tatsächlich umsetzt. Andernfalls wird es hässlich», sagte Schuldzinski.

US-Senatoren wollen Teil von Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien stoppen

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Ein Sprecher des Bundes Deutscher Inkasso-Unternehmen sagte, es habe keinen Anstieg der Beschwerden gegeben. Der Verband sprach sich dennoch erneut für eine schärfere staatliche Aufsicht über die Branche aus. Diese sei derzeit von Bundesland zu Bundesland anders organisiert. Es gebe Probleme mit nicht registrierten Unternehmen, die zum Teil betrügerisch agierten. «Da wird mit dem Namen Inkasso Schindluder getrieben. Übertreibungen beim Inkasso sind nicht in unserem Interesse.»

«Das Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken hat hier offensichtlich kaum Verbesserung gebracht. Die Gebühren müssen endlich effektiv begrenzt und die Bußgelder erhöht werden», forderte die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Nicole Maisch.

Tillerson: Trump richtet Klimapolitik an US-Interessen aus .
Beim Treffen des Arktischen Rates hat US-Außenminister Rex Tillerson betont, dass Präsident Donald Trump seine Klima-Politik zuvorderst an US-Interessen ausrichten will. "Wir werden keine übereilte Entscheidung treffen", sagte Tillerson am Donnerstag bei dem Treffen in Fairbanks im US-Bundesstaat Alaska. "Wir werden daran arbeiten, die richtige Entscheidung für die Vereinigten Staaten zu treffen", fügte er hinzu.Am Dienstag hatte das Weiße Haus angekündigt, dass Trump seine Haltung zum Pariser Klimaschutzabkommen deutlich länger offen lassen wolle als bislang angekündigt.

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