Finanzen Mehrheit der Deutschen zahlt im Laden mit Banknoten

19:10  19 mai  2017
19:10  19 mai  2017 Quelle:   dpa

Macrons Bewegung kann bei Parlamentswahl absolute Mehrheit erringen

  Macrons Bewegung kann bei Parlamentswahl absolute Mehrheit erringen Die Bewegung des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron kann laut einer Umfrage bei der Parlamentswahl im Juni mehr als die Hälfte aller Mandate erringen. In der Meinungsumfrage des Instituts OpinionWay/Orpi, die am Freitag von der Wirtschaftszeitung "Les Echos" und von Radio classique verbreitet wurde, kam Macrons sozialliberale Bewegung La République en marche auf 28 Prozent. La République en marche zog in der Umfrage an allen anderen politischen Formationen vorbei und würde mehr als 310 der Mandate erhalten. Die absolute Mehrheit wird mit 289 Mandaten erreicht.

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Auf eine Ladenkasse mit Bargeld können die meisten Geschäfte bisher nicht verzichten. Denn die Deutschen halten an Bargeldzahlung fest. © Foto: Daniel Reinhardt/dpa Auf eine Ladenkasse mit Bargeld können die meisten Geschäfte bisher nicht verzichten. Denn die Deutschen halten an Bargeldzahlung fest.

25 Euro Gebühr für eine Barzahlung an der Ladenkasse? Diesem Verhalten eines Stuttgarter Elektrohändlers schob die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg einen Riegel vor.

Der im April publik gemachte Fall sorgte auch deshalb für Aufsehen, weil er am Grundverständnis der Mehrheit der Deutschen rüttelt: Scheine und Münzen als geprägte Freiheit - ohne Einschränkung.

«Obwohl mitunter so getan wird, als stünde die Abschaffung oder die Bedeutungslosigkeit des Bargelds unmittelbar bevor, zirkulieren mehr denn je», bilanzierte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele im März. Ende 2016 waren demnach Euro-Banknoten im Wert von 1126 Milliarden Euro im Umlauf. Seit Einführung des Euro-Bargeldes im Jahr 2002 habe sich der Banknotenumlauf verfünffacht. Zwar sinke der Anteil der Barzahlungen langsam, aber noch würden über die Hälfte der Ausgaben , konstatiert Thiele. «Es gilt nach wie vor: Cash is King!» Einin Frankfurt beschäftigt sich mit der Entwicklung des Zahlungsverkehrs.

Neue Zahlungsmethode: Geldtransfer per Funk

  Neue Zahlungsmethode: Geldtransfer per Funk Wie bezahlen die Berliner im Jahr 2025? Schon jetzt scheint das Bargeld ausgedient zu haben. Selbst geringe Summen werden bereits mit Geldkarten überwiesen. Und auch das Plastikgeld könnte bald überflüssig werden, wenn sich Smartphones als elektronische Brieftasche durchsetzen. Experten sind sicher: Das Bezahlen mit Banknoten und Münzen wird es in der Zukunft kaum noch geben.Zeit ist Geld, heißt es – und der Spruch gewinnt immer mehr an Bedeutung. Denn schnell soll es auch beim Einkaufen gehen. Supermarktkunden stört vor allem, wenn jemand an de Kasse nach dem passenden Kleingeld sucht und den Bezahlvorgang verzögert.

Obwohl im deutschen Einzelhandel der Anteil der Kartenzahlungen seit Jahren kontinuierlich zunimmt, ist Deutschland nach wie vor ein Land der Barzahler. Mehr als die Hälfte der Umsätze (51,6 Prozent) an den Ladenkassen werden nach jüngsten Zahlen der mit Schein und Münze getätigt. «Die Barzahlung wird auf absehbare Zeit weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Zahlungsmixes im Einzelhandel sein», prognostizierte HDE-Experte Ulrich Binnebößel.

Aber ist Bargeld nicht einfach zu teuer? Scheine müssen gedruckt, Münzen geprägt werden. Panzerwagen bringen die wertvolle Ware von A nach B. Sprengen Kriminelle - wie zuletzt häufiger geschehen - einen Geldautomaten in die Luft, ist der Schaden nicht selten sechsstellig. Dennoch: «Mit Bargeld sind in den meisten Ländern die niedrigsten Kosten pro Transaktion verbunden», resümiert eine Deutsche-Bank-Studie. Auch ein im April veröffentlichtes Gutachten des wissenschaftlichen Beirats im Bundeswirtschaftministerium führt aus: «Zahlungen per Kreditkarte ... sind in Europa durchweg teurer als Barzahlungen oder Zahlungen per Debitkarte.»

Große Mehrheit in Umfrage gegen Digital-Ticket der Bahn

  Große Mehrheit in Umfrage gegen Digital-Ticket der Bahn Die Bürger halten bislang nicht viel von den Plänen der Bahn zum Ersatz traditioneller Fahrkarten durch Digital-Tickets auf dem Smartphone. In einer Emnid-Umfrage für den "Focus", die am Freitag veröffentlicht wurde, sprachen sich 68 Prozent gegen die Neuerung aus. Nur 27 Prozent waren dafür. Besonders ablehnend äußerten sich Frauen. Sie wollten zu 73 Prozent bei der bekannten Bahnfahrkarte bleiben.Bahn-Chef Richard Lutz hatte am Wochenende angekündigt, mittelfristig den klassischen Fahrschein auf Papier durch digitale Tickets auf dem Smartphone zu ersetzen. Emnid befragte für die Erhebung insgesamt 1004 Bürger.

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Für viele Verbraucher haben andere Argumente noch größeres Gewicht: Wer mit Schein und Münze zahlt, hinterlässt keine elektronischen Spuren, behält den Überblick über seine Finanzen und muss sich keine Sorgen machen, dass beim Einkaufen sensible Bankdaten geklaut werden.

Einer repräsentativen Umfrage der Direktbank ING-Diba zufolge wollen 84 Prozent der Deutschen niemals vollständig auf Bargeld verzichten. Neun von zehn der 1002 Erwachsenen, die dazu in diesem Februar befragt wurden, gaben an, sie hätten fast immer oder häufig Bargeld bei sich - das liegt deutlich über dem Schnitt der 13 betrachteten europäischen Länder (79 Prozent).

Während in Schweden manche Parkuhren keine Münzen mehr annehmen und in Kirchen per Automat gespendet wird (Motto: «Bargeld braucht nur noch deine Oma - und der Bankräuber») oder es in London üblich ist, selbst Kleinstbeträge wie das Busticket oder den Coffee to go mit Karte zu zahlen, setzen sich moderne in Deutschland nur schleppend durch. «Restaurantbesuche, Taxen und öffentliche Verkehrsmittel werden immer noch viel öfter als im europäischen Durchschnitt in bar bezahlt», sagt ING-Diba-Chefökonom Carsten Brzeski.

Die beschlossene Abschaffung des 500-Euro-Scheins und Überlegungen der EU-Kommission, Obergrenzen für Bargeldgeschäfte einzuführen, bestärkt die Bargeldbefürworter eher noch - zumal umstritten ist, ob solche staatlich verordneten Einschnitte überhaupt die erhoffte Wirkung zeigen. «Versuche zur Bekämpfung von Schattenwirtschaft und Kriminalität durch eine drastische Erschwerung oder gar Abschaffung der Verwendung von Bargeld sind ... unverhältnismäßig und im Übrigen nur bedingt wirksam», halten die Gutachter des Bundeswirtschaftsministeriums fest. «Allein die Beobachtung, dass die Verwendung von Bargeld rückläufig ist, in einigen Ländern inzwischen sogar vernachlässigbar gering ist, ist kein Grund dafür, dass diese Entwicklung von Staats wegen beschleunigt werden sollte.»

Zverev und Kerber im erweiterten Favoritenkreis für die French Open .
Die deutschen Tennisprofis Alexander Zverev (20) und Angelique Kerber (29) gehören für den Sportwettenanbieter bwin zum erweiterten Favoritenkreis bei den French Open in Paris (ab Sonntag). Gewinnt Zverev (Hamburg), der zuletzt beim Masters in Rom triumphierte, seinen ersten Grand-Slam-Titel, zahlt bwin das 17-Fache des Einsatzes zurück. Die Weltranglistenerste Kerber (Kiel) liegt mit einer Quote von 15,00 hinter einem Trio, das von der Rumänin Simona Halep (5,50) angeführt wird. Gute Chancen auf den Sieg in Roland Garros haben laut bwin auch Jelina Switolina (Ukraine/7,50) und Titelverteidigerin Garbine Muguruza (Spanien/11,00).

Source: http://de.pressfrom.com/nachrichten/finanzen/-38864-mehrheit-der-deutschen-zahlt-im-laden-mit-banknoten/

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