Finanzen Deutsche Wirtschaft hält TTIP weiterhin für möglich

19:15  19 juni  2017
19:15  19 juni  2017 Quelle:   AFP

Experten rechnen mit 500 000 neuen Jobs

  Experten rechnen mit 500 000 neuen Jobs Auch die deutsche Wirtschaft sieht die gut laufende Konjunktur in diesem Jahr als Jobmotor. Den Optimismus der Bundesagentur für Arbeit (BA) teilt sie aber nicht im selben Maße, wie eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK) ergab. Danach rechnen die deutschen Unternehmen 2017 mit rund 500 000 neuen Stellen. Das wären etwas weniger als im Vorjahr, aber deutlich mehr als 2015, berichtet RP-Online am Montag unter Berufung auf die Ergebnisse der DIHK-Befragung.Noch mehr Jobwachstum traut die Bundesagentur für Arbeit der deutschen Wirtschaft zu.

Die deutsche Wirtschaft habe ein "fundamentales Interesse daran, Freihandel und offene Gesellschaften zu stärken", meinte BDI-Präsident Dieter Kempf. Deswegen sei TTIP weiterhin möglich .

„Die Idee TTIP ist nicht tot“: Deutsche Wirtschaft hält Freihandelsabkommen weiterhin für möglich . Jahresbilanz 2016 der Umweltpolitik zeigt Licht und Schatten. G20: Deutsche Manager fordern Kampf für TTIP und Freihandel.

BDI-Präsident hält TTIP weiterhin für möglich: Die deutsche Wirtschaft hält ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU weiterhin für möglich. © Bereitgestellt von AFP Die deutsche Wirtschaft hält ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU weiterhin für möglich. "Die Idee TTIP ist nicht tot", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf in einem Interview mit dem "Handelsblatt" vom Montag.

Ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU ist nach Einschätzung der deutschen Wirtschaft weiterhin möglich. "Die Idee TTIP ist nicht tot", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, dem "Handelsblatt" vom Montag. Die Wirtschafts- und Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump mache es zwar "in jedem Fall schwieriger", doch die USA hätten immer noch "starkes Interesse" daran.

Studie: Deutschland sichert 4,8 Millionen Jobs in der EU

  Studie: Deutschland sichert 4,8 Millionen Jobs in der EU Demnach profitieren die Nachbarländer von der deutschen Importnachfrage.

Die CDU will, dass die deutsche Wirtschaft auch in Zu-kunft weltweit wettbewerbsfähig bleibt und moderne Arbeitsplätze er- halten und geschaffen werden. ț Auf der Hannover-Messe 2015 wurde deutlich Deshalb setzen wir uns für ein Freihandelsabkommen zwischen EU und USA ( TTIP ) ein.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hält das Freihandelsabkommen TTIP für praktisch nicht mehr machbar. "Ich erwarte von dem Wirtschaftsminister, dass er sich im Interesse der exportorientierten deutschen Wirtschaft an die Spitze der Bewegung stellt und nicht die Flinte ins Korn wirft."

Das habe ihm US-Handelsminister Wilbur Ross bei seinem jüngsten Besuch persönlich versichert, sagte Kempf der Zeitung. Die Gespräche über das umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen TTIP waren bereits unter der Regierung von Trumps Vorgänger Barack Obama nur schleppend verlaufen, bis sie vorläufig eingestellt wurden.

Die deutsche Wirtschaft habe ein "fundamentales Interesse daran, Freihandel und offene Gesellschaften zu stärken", sagte der BDI-Präsident dem "Handelsblatt". Dabei spiele Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine wichtige Rolle: "Man traut ihr zu, das Gegengewicht zu den Staats- und Regierungschefs zu bilden, die den Rückzug ins Nationale wollen."

Trumps Rückzug aus dem Pariser Klimaschutzabkommen bezeichnete Kempf im Interview mit dem "Handelsblatt" als "abenteuerlich" und "schwere Hypothek für den kommenden G20-Gipfel". Trump irre zudem, "wenn er sagt, die geplante Mauer an der Grenze würde amerikanische Arbeitsplätze sichern", sagte der BDI-Präsident weiter. Unter einer Abschottung von Mexiko würde "die Wirtschaft im Süden der USA massiv leiden".

Starker Euro drückt Börse wieder ins Minus .
Der deutsche Aktienmarkt ist nach einem freundlichen Handelsstart leicht ins Minus gerutscht. Als Belastung erwies sich das immer noch hohe Niveau des Euro, der sich aktuell über der Marke von 1,14 US-Dollar hält. Eine stärkere Gemeinschaftswährung kann deutsche Exporte erschweren. Der deutsche Leitindex Dax stand gegen Mittag 0,17 Prozent tiefer bei 12 625,43 Punkten, nachdem er zur Wochenmitte bereits zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Ende Mai abgesackt war. «Der Dax bleibt angeschlagen», schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets.

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