Finanzen Siemens: Asoziales Verhalten – die Kritik wird schärfer

17:20  24 november  2017
17:20  24 november  2017 Quelle:   Der Aktionär

Siemens legt Jobabbau-Pläne auf den Tisch

  Siemens legt Jobabbau-Pläne auf den Tisch Nach wochenlangen Spekulationen erfahren die Siemens-Beschäftigten heute, wie viele Jobs durch die geplanten Einschnitte in zwei Sparten des Elektrokonzerns bedroht sind. Siemens-Personalchefin Janina Kugel wird die Betriebsräte im Wirtschaftsausschuss über die anstehenden Kürzungen informieren und danach auch die Öffentlichkeit. Arbeitnehmervertreter befürchten das massivste Sparprogramm bei dem Konzern seit Jahren. Vorab war über 3000 bis 4000 gefährdete Arbeitsplätze spekuliert worden.

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Der Konzernumbau bei Siemens polarisiert. Arbeitnehmervertreter und Politik äußern scharfe Kritik an den geplanten Sparmaßnahmen des Konzerns. Für Siemens-Chef Joe Kaeser ist das ein Dilemma: Einerseits soll das Image des Konzerns nicht ramponiert werden, andererseits ist eine Restrukturierung der Problemsparten aus wirtschaftlicher Sicht unumgänglich.

Siemens hat angekündigt in den Bereichen Kraftwerks- und Antriebstechnik 6.900 Stellen zu streichen. Während die Proteste der IG Metall bereits auf Hochtouren laufen, melden sich inzwischen auch immer mehr Politiker zu Wort. Auf einer Kundgebung in Berlin kritisierte SPD-Chef Martin Schulz Siemens scharf und mahnte den Konzern zu seiner gesellschaftlichen Verantwortung. Die Politik könnte Siemens vor allem daran erinnern, dass die Bundesrepublik Deutschland ein großer Auftraggeber ist.

Cristiano Ronaldo in der Tor-Krise: "Stimme der Kritik nicht zu"

  Cristiano Ronaldo in der Tor-Krise: Die Tormaschine ist ins Stocken geraten, der Portugiese durchlebt nicht die beste Phase seiner Karriere. Jetzt spricht Ronaldo über seine Situation."Ich bin glücklich und fühle mich gut. In solchen Situationen muss man ruhig bleiben und weiter an sich arbeiten, weil man es natürlich besser machen kann", sagte Ronaldo nun im Interview mit der französischen Sportzeitung L'Equipe und fügte an: "Ich akzeptiere die Kritik, aber ich stimme ihr nicht zu. Darum interessiert es mich auch nicht, was über mich geschrieben oder gesagt wird.

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Es sei irrsinnig, dass Leute rausgeschmissen werden, damit der Konzern noch ein bisschen mehr Gewinn erzielen kann, so Schulz. „Das ist asozial“, wählte der Sozialdemokrat harsche Worte. Der Hauptkritikpunkt: Siemens ist auf Konzerneben hochprofitabel und müsse deshalb in der Lage sein, Probleme in einzelnen Sparten auszugleichen, ohne dass die Mitarbeiter Fehler des Managements ausbaden müssen. Zudem

Kaeser wehrt sich

In einem offenen Brief hat sich Kaeser inzwischen zur Wehr gesetzt. Vorwürfe, dass Siemens ein Staatsprofiteur sei, konterte er mit dem Hinweis auf die milliardenschweren Steuerabgaben des Konzerns – alleine in den letzten fünf Jahren habe Siemens über 20 Milliarden Euro an den deutschen Staat überwiesen. Zudem seien keine Managementfehler für die Probleme der Sparten verantwortlich, vielmehr belaste der strukturelle Wandel in der Energiewelt.

Siemens-Beschäftigte wollen Stellenabbau nicht kampflos hinnehmen

  Siemens-Beschäftigte wollen Stellenabbau nicht kampflos hinnehmen Von besinnlicher Vorweihnachtszeit kann für Tausende von Siemens-Mitarbeitern keine Rede sein. Die vom Konzern angekündigten Stellenstreichungen stossen auf erheblichen Widerstand. (dpa) Siemens stehen unruhige Wochen ins Haus: Beschäftigte, Betriebsräte und Gewerkschaft haben entschiedenen Widerstand gegen den angekündigten Abbau Tausender von Arbeitsplätzen angekündigt. Schon zur Verkündung der umstrittenen Pläne am Donnerstag gab es erste Protestaktionen, weitere sind geplant.

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Langfristig aussichtsreich

Der Widerstand gegen die Sparmaßnahmen ist nicht erfreulich für Siemens. Langfristig dürfte sich der Umbau aber auszahlen. Mit dem Fokus auf die zukunftsträchtigeren Geschäftsfelder wie die Digitale Fabrik oder die Medizintechnik sollte der Konzern künftig wieder den Wachstumspfad einschlagen. Langfristig sollte davon auch die Aktie profitieren. Neueinsteiger können den Rücksetzer zum Einstieg nutzen.

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IG Metall-Chef macht Siemens wegen Streichungsplänen Kampfansage .
Angesichts der geplanten Stellenstreichungen und Standortschließungen bei Siemens hat IG Metall-Chef Jörg Hofmann dem Konzern eine Kampfansage gemacht. "Streik bleibt immer das letzte Mittel", sagte der Gewerkschaftschef der "SZ". Er forderte Siemens auf, über Investitionen Jobs zu schaffen.

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