Finanzen VW-Manager in den USA droht lange Haft

14:05  07 dezember  2017
14:05  07 dezember  2017 Quelle:   dw.com

Messis Bruder offenbar festgenommen

  Messis Bruder offenbar festgenommen Der Bruder von Superstar Lionel Messi, Matias Messi, ist nach einem Bootsunfall offenbar vorläufig festgenommen worden. Der Bruder von Superstar Lionel Messi, Matias Messi, ist nach einem Bootsunfall offenbar vorläufig festgenommen worden.

Abgasskandal Deutscher VW - Manager in den USA zu sieben Jahren Haft verurteilt. In den USA ist der zweite Volkswagen-Mitarbeiter wegen seiner Rolle im Abgasskandal zu einer harten Strafe verurteilt worden.

Richter Cox hatte im August den langjährigen VW - Manager und Diesel-Spezialisten James Robert Liang zu drei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt, länger als die Staatsanwaltschaft Dem deutschen VW - Manager S. drohen in den USA bis zu sieben Jahre Haft wegen des Dieselskandals.

  VW-Manager in den USA droht lange Haft © Provided by Deutsche Welle

"Ich muss sagen, dass ich mich von meiner eigenen Gesellschaft in dem Diesel-Skandal missbraucht fühle", hat der in den USA vor Gericht stehende ehemalige Umweltmanager von Volkswagen in den USA an den für seinen Fall zuständigen Richter in Detroit geschrieben. Als Chef der VW-Umweltabteilung EEO in den USA sei er von seinen Vorgesetzten nicht über die Existenz der später aufgedeckten Betrugssoftware in VW-Dieselmodellen informiert worden.

Er sei enttäuscht gewesen, als er im Sommer 2015 erfahren habe, dass VW fast zehn Jahre lang US-Umweltvorschriften systematisch umgangen habe. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über den Brief berichtet. Ein VW-Sprecher wollte sich am Sonntag nicht dazu äußern.

"Ich fühle mich von meiner eigenen Firma missbraucht"

  Dem deutschen VW-Manager S. drohen in den USA bis zu sieben Jahre Haft wegen des Dieselskandals. Nun erhebt er schwere Vorwürfe gegen seinen Konzern. Das FBI erwischte ihn, als er für den Weihnachtsurlaub nach Miami flog: Seit Januar sitzt der deutsche VW-Manager Oliver S. in den USA wegen des Dieselskandals in Untersuchungshaft. Bevor kommende Woche das Urteil verkündet werden könnte, hat S. nun einen Brief an den Richter geschrieben, den die Bild veröffentlicht hat.Darin macht der Manager dem VW-Konzern schwere Vorwürfe. "Ich fühle mich von meiner eigenen Firma missbraucht", schreibt er.

Wegen Vertuschung der Abgasmanipulationen bei Volkswagen ist ein Manager des Konzerns in den USA zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. In den USA ist der zweite VW -Mitarbeiter wegen seiner Rolle im Abgasskandal zu einer harten Strafe verurteilt worden.

Abgasskandal in den USA Festgenommenem VW - Manager drohen 169 Jahre Haft . Abgasskandal: US-Justiz klagt fünf weitere VW - Manager an (12.01.2017). Ermittlungen gegen VW: Fertig ist das FBI noch lange nicht (11.01.2017).

  VW-Manager in den USA droht lange Haft © Provided by Deutsche Welle

Der Konzern hat sich bereits frei gekauft

Der Manager hat bereits gestanden, Teil einer Verschwörung zur Irreführung der US-Aufsichtsbehörden und zum Verstoß gegen Umweltgesetze gewesen zu sein. Nach einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft drohen ihm bis zu sieben Jahre Haft, das Strafmaß soll am 6. Dezember verkündet werden.

Auch Volkswagen hat sich in den USA für schuldig bekannt, Abgaswerte manipuliert und dies vor den Behörden verschleiert zu haben. Damit schufen die Wolfsburger die Voraussetzung für einen Vergleich, der den Konzern bis zu 22,6 Milliarden Euro kostet. Als Teil des Schuldeingeständnisses akzeptiert Volkswagen darin eine Geldstrafe von 4,1 Milliarden Euro.

Becker verklagt Ex-Manager

  Becker verklagt Ex-Manager Boris Becker hat eine Klage gegen seinen ehemaligen Manager Sascha Rinne eingereicht. Das bestätigte Rechtsanwalt Christian-Oliver Moser, dessen Kanzlei den 50-Jährigen vertritt, SPORT1. Rinne hatte mit Becker einen mündlichen Vertrag abgeschlossen und war von Ende 2013 bis Mitte 2017 für dessen Vertragsabschlüsse zuständig. Währenddessen soll er dem ehemaligen Tennis-Star laut Klage aber Honorarzahlungen aus den Abkommen vorenthalten haben.

Ex-VW-Chef Martin Winterkorn drohen in den USA bis zu 25 Jahre Haft . Quelle: dpa/Uli Deck. Auch dem ehemaligen VW - Manager Oliver Schmidt wurde eine lange Haft angedroht: Die Rede war von 169 Jahren.

Freilassung gegen Kaution abgelehnt Volkswagen - Manager drohen bis zu 169 Jahre Haft . In der 18 Seiten langen Anzeige werden dem VW - Manager Verstöße gegen Umweltgesetze Wann der VW-Mitarbeiter, der bis März 2015 in leitender Funktion mit Umweltfragen in den USA betraut war

Schlechte Aussichten

"Die letzten elf Monate hinter Gittern in den Vereinigten Staaten waren die schwierigste Zeit in meinem Leben", klagte der langjährige VW-Manager vor wenigen Tagen in dem Brief an US-Richter Sean Cox, der ihn am Mittwoch wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltrecht verurteilen will. Die Anhörung vor dem Gericht in Detroit soll um 14.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MEZ) beginnen.

Auf eine milde Strafe kann Schmidt indes kaum hoffen. Beim ersten Urteil gegen einen mutmaßlich am Abgas-Betrug beteiligten Ingenieur zeigte Cox keine Gnade. Der Richter ging sogar deutlich über die Forderungen der Staatsanwaltschaft heraus, er schickte den Kronzeugen James Liang trotz umfassender Kooperation bei den Ermittlungen für 40 Monate in Haft und verhängte eine Geldstrafe von 200.000 Dollar.

Noch nicht das letzte Strafverfahren

Die Suche nach den verantwortlichen Managern ist damit jedoch noch lange nicht abgeschlossen, sie wird auch nach der Verurteilung Schmidts weitergehen. Das Problem der US-Fahnder ist jedoch, dass die restlichen Beschuldigten - darunter auch Schwergewichte wie etwa der frühere VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer - in Deutschland vermutet werden. Von dort dürfte den meisten von ihnen vorerst keine Auslieferung in die USA drohen. Reisen dürften für sie aber gefährlich bleiben.

Ob man mit Schmidt einen Schlüsselspieler oder ein Bauernopfer zu fassen bekommen hat, bleibt ungewiss. Die Ermittler in den USA gehen von einer Verschwörung bis in oberste Kommandoebenen aus, dieses Format hat der bestenfalls der mittleren Führungsebene zuzuordnende Manager nicht.

Schmidt selbst blickt heute verbittert und enttäuscht auf VW und zeigt sich reumütig: Er sei immerhin einer der wenigen Mitarbeiter gewesen, die den Betrug im August 2015 vor den US-Behörden eingeräumt hätten. Er wolle, schrieb er an Richter Cox, "noch einmal bekräftigen, wie sehr es mir leid tut, US-Gesetze verletzt zu haben".

dk/sri (dpa, rtr)

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Source: http://de.pressfrom.com/nachrichten/finanzen/-55725-vw-manager-in-den-usa-droht-lange-haft/

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