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Finanzen Cebit - Deutsche Firmen kämpfen mit der Digitalisierung

12:26  12 juni  2018
12:26  12 juni  2018 Quelle:   handelsblatt.com

OECD - Deutsche Exporteure trotz Zollstreits weiter in Wachstumsspur

  OECD - Deutsche Exporteure trotz Zollstreits weiter in Wachstumsspur OECD - Deutsche Exporteure trotz Zollstreits weiter in Wachstumsspur Trotz des Handelsstreits mit den USA attestiert die Industriestaaten-Organisation OECD Deutschland und dessen Exporteuren gute Konjunkturaussichten."Das Wirtschaftswachstum ist robust und das Wohlstandsniveau hoch", heißt es in dem am Dienstag vorgelegten Ausblick der Organisation. Auch dank der Konsumlust der Verbraucher und anziehender Investitionen werde das Land sein Wachstumstempo nächstes Jahr halten.

Digitalisierung braucht Kulturwandel, doch damit tun sich viele deutsche Unternehmen noch schwer. Die neue Arbeitswelt ist ein Thema auf der Cebit .

Cebit Digitalisierung ändert alles. Was Merkel weiß, Trump aber nicht: Die Digitalisierung öffnet die Tür in eine andere Welt des Wirtschaftens, Arbeitens und Konsumierens. Bei eingebauten Funkchips preschen deutsche Firmen voran.

Mit selbstfahrenden Autos fordert das kleine Unternehmen etablierte Autohersteller heraus. Foto: dpa © dpa Mit selbstfahrenden Autos fordert das kleine Unternehmen etablierte Autohersteller heraus. Foto: dpa

Digitalisierung braucht Kulturwandel, doch damit tun sich viele deutsche Unternehmen noch schwer. Die neue Arbeitswelt ist ein Thema auf der Cebit.

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Die Ankündigung dürfte die deutsche Autoindustrie in Aufruhr versetzt haben: Waymo, eine Schwesterfirma von Google, hat erstmals in Europa autonome Fahrzeuge getestet. In der Nähe von Turin rollten die Minivans ohne Menschen hinter dem Steuer über eine Versuchsstrecke. Es bleibt wohl nicht dabei. Waymo-Chef John Krafcik deutete an, dass seine Firma in Europa auch Robotertaxis auf die Straße schicken könnte – und damit BMW, Daimler und VW herausfordert.

Altmaier: Deutschland kämpft um digitalen Spitzenplatz

  Altmaier: Deutschland kämpft um digitalen Spitzenplatz Altmaier: Deutschland kämpft um digitalen SpitzenplatzBei der Eröffnungsfeier der IT-Messe Cebit (11. bis 15. Juni) sagte der CDU-Politiker am Montagabend in Hannover: «Wir wollen uns jetzt einen Platz als führendes Digitalland erkämpfen.» Es gelte, das Erfolgsmodell der westlichen Wirtschaften fortzuschreiben.

Viele deutsche Firmen tun sich schwer mit der Digitalisierung , zeigen neue Studien. Sind dadurch langfristig Arbeitsplätze in Gefahr? Andreas Becker hat auf der IT-Messe Cebit in Hannover nach Antworten gesucht.

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Ranga Yogeshwar überrascht das nicht. „Innovationsprozesse werden meist von Outsidern angestoßen“, sagt der Wissenschaftsjournalist und Autor des Bestsellers „Nächste Ausfahrt Zukunft“. Das sei schon im 18. Jahrhundert so gewesen, als in England die industrielle Revolution begann: Wasserkanäle und Eisenbahnen, die bald schon Maschinen und Kohle ins ganze Land transportierten, bauten Menschen, die sich zuvor nicht damit beschäftigt hatten. „Heute fangen IT-Unternehmen an, Autos zu bauen“, so Yogeshwar.

Der rasante technologische Fortschritt ermöglicht Durchbrüche, die vor nicht allzu langer Zeit als Science-Fiction galten: von Sprachassistenten, die täuschend echt Friseurtermine vereinbaren, wie Google jüngst demonstrierte, bis zu selbstfahrenden Autos.

Kosten für Mobilität - Für wen sich das Auto nicht lohnt

  Kosten für Mobilität - Für wen sich das Auto nicht lohnt Kosten für Mobilität - Für wen sich das Auto nicht lohnt Obwohl sie als Statussymbol immer unwichtiger werden, bleiben Autos für viele weit mehr als ein Transportmittel. Dabei lohnt sich ein kühler Blick auf die Zahlen: Für wen rentiert sich ein Auto überhaupt?Einstmals galt das Auto als das deutsche Statussymbol schlechthin. Das hat sich geändert: Gerade junge Städter setzen lieber auf Carsharing oder den öffentlichen Nahverkehr. Das hat ideologische, aber auch finanzielle Gründe: Autos gelten als teurer als die Alternativen.

Bei den Gesprächen mit CeBIT -Besuchern sei zu erkennen gewesen, dass viele Unternehmensverantwortliche sich durch die voranschreitende Digitalisierung zum Handeln veranlasst sehen. Monatlich werden über 1.000.000 Löhne und Gehälter mit der Software abgerechnet.

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Wie tiefgreifend das Gesellschaft und Wirtschaft verändert und vor welche Herausforderungen es Menschen und Unternehmen stellt, ist eines der großen Themen der Messe Cebit, die an diesem Montag in Hannover beginnt. Dort spricht Yogeshwar über künstliche Intelligenz und widmet sich vor allem der Frage, wie viel Verantwortung der Mensch abgeben sollte.

Aber: Software und Technik allein reichen nicht. Damit Firmen die digitale Revolution überstehen, müssen sie umdenken, fordert der Moderator, der mit der Sendung „Quarks & Co.“ bekannt geworden ist: „Unternehmen müssen gestalten statt verhindern. Sie brauchen eine klare Strategie für den Übergang.

Denn die Digitalisierung ist kein Add-on, sondern sie wird alles fundamental verändern.“ Letztlich habe sie sogar die Computermesse Cebit zerstört und aus ihr eine Innovationskonferenz gemacht. Die digitale Arbeitswelt funktioniert anders als die analoge, weniger hierarchisch, weniger steif.

DIW senkt Wachstumsprognosen für Deutschland - "Firmen verunsichert"

  DIW senkt Wachstumsprognosen für Deutschland - DIW senkt Wachstumsprognosen für Deutschland - "Firmen verunsichert"Das Bruttoinlandsprodukt werde 2018 nur noch um 1,9 und 2019 um 1,7 Prozent zulegen, sagte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung am Mittwoch in Berlin voraus. Im März hatten die Forscher ihre Vorhersagen noch von 2,2 auf 2,4 Prozent für dieses und von 1,6 auf 1,9 Prozent für kommendes Jahr angehoben. 2017 hatte es noch zu 2,2 Prozent gereicht.

am Beispiel Automotive Sondershow CeBIT 2017 Halle 5. 05.10.2016. Digitalisierung live! z.B. Firma XY zeigt eine MES Lösung in der Anwendung bei Firma Elektro 123, einem Zulieferer für die e.GO & Partner, Digital ERP Stage & Lounge. Kontakt. Deutsche Messe AG Annette Levy Tel.

Die Deutsche Messe zeigte sich zum Auftakt vom Erfolg überzeugt. Auch die Cebit -Veranstaltungen der letzten drei Jahre seien jeweils erfolgreich gewesen, betonte Oliver Frese, Vorstandsmitglied der In Hannover wolle der Verband zeigen, "dass die Digitalisierung spannend ist und Spaß macht".

Viele Unternehmen sehen Digitalisierung als Bedrohung

Längst ist klar: Technologie wälzt die Geschäftsmodelle und -prozesse in vielen Branchen um, nicht nur in der Autoindustrie. In einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom erklären 24 Prozent der Unternehmen in Deutschland, dass die Digitalisierung ihre Existenz gefährde. „Es kann schneller gehen, als man denkt“, warnt Bitkom-Präsident Achim Berg. So sei Tesla mit dem Model S in den USA der größte Hersteller von Luxusautos.

Und Apple verkaufe mehr Geräte als die gesamte Schweizer Uhrenindustrie. Trotz dieser Erkenntnis handeln viele Führungskräfte noch zögerlich. In der Bitkom-Umfrage gaben 33 Prozent zu, bei der Bewältigung der Digitalisierung Probleme zu haben. Gerade kleinen Firmen fehlen häufig Zeit und Geld, um das digitale Geschäft aufzubauen. Eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) bestätigt den deutschen Rückstand: 36 Prozent der Unternehmen haben demnach einen geringen digitalen Reifegrad, deutlich mehr als etwa in den USA.

Die Digitalisierung verändert aber nicht nur das Geschäft, sondern auch die Arbeitswelt und die Jobs. wie Ursula Vranken immer wieder beobachtet. Die Arbeitswissenschaftlerin berät mit ihrem IPA-Institut für Personalentwicklung und Arbeitsorganisation sowohl Digitalunternehmen als auch Banken und Versicherungen.

OECD-Bericht - Die Deutschen leben im Wohlstand – doch der ist gefährdet wie lange nicht

  OECD-Bericht - Die Deutschen leben im Wohlstand – doch der ist gefährdet wie lange nicht OECD-Bericht - Die Deutschen leben im Wohlstand – doch der ist gefährdet wie lange nichtDer wirtschaftliche Ist-Zustand in Deutschland lässt sich nahezu mit einem der Slogans der CDU-Wahlplakate im letzten Bundestagswahlkampf beschreiben: „Ein Land, in dem wir gut und gerne leben.“ Jedenfalls schildern die Ökonomen der Industrieländerorganisation OECD die Lage ziemlich genau so: „Die Deutschen erfreuen sich eines hohen Lebensstandards“, heißt es im neuen Deutschland-Bericht der Organisation.

Auf der Cebit wolle der Verband zeigen, „dass die Digitalisierung spannend ist und Spaß macht“. Umfrage unter Managern : Viele Deutsche Firmen sehen sich als digitale Nachzügler.

Umfrage unter Managern : Viele Deutsche Firmen sehen sich als digitale Nachzügler. Digitalisierung : Coole Jobs, aber zu wenig Bewerber. Digitalisierung ist das Wort der Stunde – freilich auch auf der Cebit .

Deren Kundenbetreuung steht vor großen Veränderungen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz, etwa von Chatbots in Callcentern, wird massive Auswirkungen auf die Arbeitsplätze haben. So können Chatbots beispielsweise relativ zuverlässig Standardfragen beantworten – und damit Callcenter-Mitarbeitern Arbeit wegnehmen.

„Die digitalen Technologien und Geschäftsmodelle erfordern einen neuen Typus von Führungskräften, den Digital Leader. Er muss in der Lage sein, diese Geschwindigkeit mitzugehen, Strategien zu entwerfen und Mitarbeiter aktiv daran zu beteiligen“, sagt Vranken. Auf der von ihr mitgegründeten Konferenz „Digital Leadership Summit“ wird es am 21. Juni in Köln darum gehen, wie sich Unternehmen wandeln müssen und warum Führungskräfte moderne Werte wie Agilität heute mehr fördern und einfordern müssen als klassische Werte wie Stetigkeit und Perfektionismus.

Die Personalberaterin empfiehlt Unternehmen das Prinzip der Ambidextrie, also der Beidhändigkeit: Ein Teil der Organisation kümmert sich weiter mit aller Kraft um das Kerngeschäft, in dem es auf operative Exzellenz und Effizienz ankommt, ein anderer baut eine „Innovationsmaschine“ auf – etwa in digitalen Laboren (Labs) oder Thinktanks, wie sie immer mehr Firmen einrichten. Oder in Start-ups, die die Unternehmen finanzieren oder kaufen.

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Cebit -Gastland Japan wolle zusammen mit Deutschland für mehr Freihandel in der Welt kämpfen , sagte auch Japans Ministerpräsident Abe. Deutsche Unternehmen sind zu langsam und unflexibel. Für die Hälfte der Firmen hat die Digitalisierung höchste Priorität, allerdings hakt es

Die Deutsche Messe zeigte sich zum Auftakt vom Erfolg überzeugt. Auch die Cebit -Veranstaltungen der letzten drei Jahre seien jeweils erfolgreich gewesen, betonte Oliver Frese « Die Digitalisierung schafft viele spannende und lukrative Jobs - und auch völlig neue Perspektiven», sagte Berg.

In vielen Führungsetagen ist diese Erkenntnis angekommen. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Crisp Research hat jede vierte Firma eine agile Kultur mit flachen Hierarchien, rund die Hälfte will die Organisation dahin gehend verändern. Ein Viertel der rund 300 befragten Führungskräfte sagt aber auch: Die starre Rangfolge wird bleiben.

Effizienz und Innovation zu vereinbaren ist gar nicht so leicht. Die Beharrungskräfte sind oft stark. „Ich brauche einen Typus von Manager, der digital denken und handeln kann“, sagt Vranken. Das könne im Zweifelsfall bedeuten, dass Führungskräfte ausgetauscht werden müssen oder auch an Positionsmacht verlieren. „Die klassischen Kaminkarrieren haben ausgedient, stattdessen werden innovative, empathische Manager gebraucht, die auf Augenhöhe mit Kunden und Mitarbeitern kommunizieren und die vor einigen Jahren keiner ernst genommen hätte“ – die Nerds also.

Schwierige Suche nach digitalen Talenten

Allerdings tun sich viele Unternehmen schwer, digitale Talente für sich zu gewinnen: Die entscheiden sich häufig für Toparbeitgeber wie BMW, Porsche, Daimler, Google oder Bosch. „Wir müssen neben der technologischen auch eine kulturelle Revolution vorantreiben“, postuliert daher Vranken. Zum Beispiel beim Thema Mitbestimmung. Die sei zwar richtig und wichtig in deutschen Unternehmen, behindere aber zum Teil digitales Arbeiten und fördere bürokratisches Denken.

Physiker Yogeshwar kennt sich nicht nur damit aus, wie sich Quanten verhalten, sondern auch damit, wie es Menschen tun. „Das große Problem ist: Viele Organisationen sind in Zeiten der Veränderung von Angst geprägt“, berichtet er von seinen Erfahrungen. Das führe zu einer Erstarrung und verhindere damit die nötigen Veränderungen.

Das Gegenmittel sei kein Hightech, sondern eine Kultur der Wahrhaftigkeit und des Vertrauens. „So viele Unternehmen haben Labore, die aussehen wie Kinderspielzimmer“, kritisiert Yogeshwar – auch auf der Cebit werden wieder viele Konzepte und Methoden für das Arbeiten der Zukunft vorgestellt. Doch das bringe wenig, wenn in den Firmen keine Offenheit und Fehlertoleranz herrsche. „Wir organisieren uns in der Grammatik des vorletzten Jahrhunderts. Wir müssen die Monarchie abschaffen!“

Google ist dafür ein Beispiel. Der Tech-Konzern hat nicht nur individuell gestaltete Büros, kostenloses Kantinenessen und Kicker. Er ermöglicht seinen Entwicklern auch, zwanzig Prozent der Arbeitszeit für eigene Projekte aufzuwenden – und nicht wenige werden zu kommerziell erfolgreichen Produkten. Eine Möglichkeit, kreative Ideen zu fördern.

„Was mir wichtig ist: Der Fortschritt ist eine Chance“, sagt Yogeshwar. Er ist sicher, dass sich etwas ändern werde und dass es gesellschaftliche Diskussionen darüber geben müsse – etwa über den Umgang mit künstlicher Intelligenz. Aber: Alles in allem biete die Technologie großartige Freiheiten, ist auch Personalexpertin Vranken überzeugt. Das gilt ebenfalls für die deutsche Autoindustrie: Die Hersteller arbeiten schließlich längst selbst an autonomen Fahrzeugen. 

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Deutsche Post will Beamte loswerden • Die Deutsche Post will sich von Mitarbeitern trennen: Um Beamte abzufinden, legt der Konzern 500 Millionen Euro zurück.• Das Geschäft der Post läuft schlecht, der Gewinn fällt deutlich geringer aus als gedacht. Das erschreckt die Investoren.• Auch der Konzernbereich des beliebten Streetscooters macht Verluste.Die Deutsche Post will in ihrem Stammgeschäft mit Briefen und Paketen am Personal sparen. Der Konzern kündigt ein Vorruhestandsprogramm für einige der etwa 30 000 Beamten an, die noch bei der Post arbeiten.

Source: http://de.pressfrom.com/nachrichten/finanzen/-71255-cebit-deutsche-firmen-kampfen-mit-der-digitalisierung/

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