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Kultur & Showbiz „Maischberger“: Hilflose Islam-Debatte über Schweinefleisch und verweigerte Handschläge

07:30  07 juni  2018
07:30  07 juni  2018 Quelle:   berliner-zeitung.de

Grenzen der Toleranz

  Grenzen der Toleranz Grenzen der Toleranz

" Maischberger "-Publikumsdebatte zum Islam Burka, Trump und Schweinefleisch . Sandra Maischberger wagte ein Experiment. Nicht alles, was dem Islam zugeschrieben werde, habe auch mit ihm zu tun. Debatte um die Vollverschleierung.

Regierung aus Fünf Sterne und Lega in Italien vereidigt. [AUDIO].

Runde Maischberger Islam: „Maischberger“: Hilflose Islam-Debatte über Schweinefleisch und verweigerte Handschläge © WDR/Max Kohr „Maischberger“: Hilflose Islam-Debatte über Schweinefleisch und verweigerte Handschläge

Es soll ja Talkshows geben, die den Zuschauern zu einem Erkenntnisgewinn verhelfen. Jene von Sandra Maischberger am Mittwochabend zum Thema: „Islamdebatte: Wo endet die Toleranz?“ gehörte nicht dazu. Wenn man die radikale Islamkritikerin Necla Kelek einlädt, weiß man, dass sie den Islam eigentlich nicht mehr für eine Religion hält, sondern für ein politisches Männerprojekt zur Unterdrückung von Demokratie und Frauen. Und es ließen sich auf der anderen Seite doch gewiss überzeugendere Verteidiger islamischer Glaubensregeln finden als den Vorsitzenden einer dubiosen Migrantenparte namens BIG mit 3000 Mitgliedern.

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Bei " Maischberger " sollten mal wieder die Grenzen der Toleranz gegenüber dem Islam ausgelotet werden. Als der Handschlag zum Symbol wurde. "Es gibt so viel Aufgeregtheit in dieser Debatte ", seufzt Maischberger gleich zweimal, als wäre die Debatte vom Himmel gefallen.

Dort verweigerte ein Imam der Politikerin den Handschlag . Einer Frau den Handschlag zu verweigern stehe Pars pro Toto für die Werte der freien Gesellschaft, zu der die Rechte Homosexueller genauso gehörten wie die Ablehnung jeglicher Form des Antisemitismus.

Yildiz Kelec Maischberger © WDR/Max Kohr Yildiz Kelec Maischberger

Was sollte dabei herauskommen? Zumal wie so oft in solchen Diskussionen vollkommen ungeklärt, was genau denn mit „dem Islam“ gemeint war. Die Sendung sollte die zuvor gezeigte Verfilmung des Buches „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq flankieren und zu einem Themenabend erheben, blieb aber doch ein hilfloses Rätseln über das Thema.

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So blieb es bei den schon häufig angestellten Betrachtungen, ob der Klöckner verweigerte Handschlag eines Imam nun Ausdruck einer verfassungswidrigen, weil gegen die Gleichberechtigung gerichteten Grundhaltung sei oder Teil einer überzogenen Symboldebatte (Gaus). Ähnlich verhielt es sich mit der Frage, ob Schweinefleisch in Kitas angeboten werden soll oder aus Rücksicht auf Muslime (und Juden) besser nicht. „Wir sind ein freies Land, jeder isst, was er will“, stellte Klöckner dazu fest. Ja, wenn das so ist, warum dann die Aufregung?

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Handschlag verweigern heißt: Integration verweigern . Beitrags-Navigation. Vorheriger BeitragZurück. Wie man Islamisten unterstützt + Traum von einem europäischen Islam + Bamf und Dolmetscher.

Die vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder verordnete Kreuz-Pflicht in jeder bayerischen Behörde fand dann aber auch die CDU-Kollegin Klöckner nicht wirklich gut, („kann Bayern machen, ich würde es nicht tun“), auch wenn sie eine klare Antwort gern vermieden hätte.

Einig war sich die Runde bis auf den BIG-Vorsitzenden Haluk Yildiz immerhin in der Beobachtung, dass es oft eine Art vorauseilende Vorsicht gebe, indem Rücksichten genommen würden, die von den Muslimen gar nicht erwartet würden. „Ich habe noch nie einen Muslim getroffen, der sich beschwert hat, wenn ihm jemand fröhliche Weihnachten gewünscht hat“, stellte Fleischhauer fest.

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