Panorama Januar-Kälte-Rekord? 48 Stunden Turbulenzen: Experte warnt vor Chaos-Wetter

15:48  11 januar  2017
15:48  11 januar  2017 Quelle:   Berliner Kurier

Türkei warnt Iran vor Torpedierung von Syrien-Friedensgesprächen

  Türkei warnt Iran vor Torpedierung von Syrien-Friedensgesprächen Die Türkei hat den Iran aufgefordert, die geplanten Syrien-Friedensgespräche nicht zu gefährden. © REUTERS/Maxim Shemetov - RTX2VV22 Die Regierung in Teheran müsse Druck auf Syriens Machthaber Baschar al-Assad und die auf seiner Seite kämpfenden schiitischen Milizen ausüben, damit die Feuerpause in dem Bürgerkriegsland nicht immer wieder gebrochen werde, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Mittwoch. Wenn die Waffenruhe weiterhin brüchig sei, könnten die für Mitte Januar in der kasachischen Hauptstadt Astana geplanten Syrien-Gespräche scheitern.

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14945400B905AAD2: Winterwetter-Kapriolen: Chaos-Tage stehen bevor. © dpa Winterwetter-Kapriolen: Chaos-Tage stehen bevor.

Es stehen drei bis vier sehr turbulente Tage bevor, warnt Wetter-Experte Dominik Jung (wetter.net). Dafür verantwortlich ist zunächst Tief Dieter: Von Skandinavien her beschert uns Dieter zunächst reichlich Wind und Regen. Dazu gesellt sich am Donnerstagabend noch ein kleines Randtief, das in der Nacht zum Freitag direkt über Deutschland hinwegzieht.

Dies wird auf seiner Rückseite kalte Luft nach Deutschland transportieren und und dafür sorgen, dass die Schneefallgrenze wieder bis in die Täler sinkt.

Bis 30 Zentimeter Neuschnee

Dabei kann es heftig schneien, aber auch anfangs erstmal regnen. In den Mittelgebirgen fallen die Niederschläge überwiegend als Schnee. Die höheren Lagen werden dabei mit Schnee regelrecht überschüttet, so Jung: Oberhalb 500 bis 600 m seien bis zu 30 cm Neuschnee möglich! Starke Winde könnten dort für massive Schneeverwehungen sorgen!

"Bleiben Sie im Haus": Arktische Kälte hält an

  Eiseskälte und glatte Straßen führen in ganz Europa zu Todesfällen. Selbst im Mittelmeerraum herrscht Schneechaos. Bis zu minus 34 Grad in Tschechien, bis minus 31 Grad im deutschen Bundesland Sachsen, minus 26 Grad in Bayern und in Teilen Österreichs (siehe auch Chronik) – selbst in Griechenland Werte von 14 Grad unter null: Die Kälte hat Europa dank Tief "Axel" fest im Griff. Mit dramatischen Folgen: In Polen starben allein am Donnerstag und Freitag zehn Menschen. Die Zahl der Kältetoten seit Anfang November stieg damit auf 53. Auch in Lettland erfroren seit Jahresbeginn mindestens elf Menschen, Tote gab es unter anderem auch in Tschechien, Bulgarien und Italien. >> Hier geht's zum Wetter auf Kurier.at Notschlafstellen Dort schneite es vor allem in der Mitte des Landes, in bergigen Regionen wie Umbrien, Latium oder Abruzzen sowie im Süden, in Sizilien und Apulien. Fotos zeigten Touristenattraktionen wie die apulischen Trulli-Kegelbauten weiß überzuckert – was kaum vorkommt. Weiß präsentierte sich auch das "Tal der Tempel" in Agrigent auf Sizilien mit seinen über 2000 Jahre alten Ruinen. In Rom blieben die U-Bahn-Stationen nachts geöffnet, um Obdachlosen Schutz vor der Kälte zu bieten. In Frankreich wurde in mehr als 30 Departements die Alarmstufe erhöht, mehrere Städte richteten Notschlafstellen in Turnhallen ein. Auch in Griechenland wurden beheizte Hallen und U-Bahn-Stationen für Frierende geöffnet.

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Auf der nächsten Seite: Kältester Januar seit 2010?

Schwere Sturmböen bis 100 km/h

In unserer Region kommen wir wohl mit kräftigen Böen davon, aber in Westdeutschland drohen am Donnerstagabend schwere Sturmböen über 100 km/h. Wer also auf den Straßen und im Gebirge unterwegs ist: Vorsicht - starke Seitenwinde können zur Gefahr werden. In höheren Lagen ist mit blockierten Straßen und Wegen zu rechnen.

Freitagfrüh könne das dann auch im Flachland zu einem Problem werden, so Diplom-Meteorologe Jung. Allerdings zeigen die Prognosen für unsere Region bis zum Wochenende noch relativ milde Höchstwerte oberhalb der Frostgrenze.

Kältester Januar seit 2010?

Zum Wochenende hin tauchen wir wieder in die Frostgrenze ab, und dann setzen auch wieder neue Niederschläge ein - voraussichtlich als Schnee.

Und die kommende Woche verbringen wir dann wieder im Eiskeller, mit voraussichtlich zweistelligen Minuswerten in der Nacht und Dauerfrost am Tag. „Der Januar 2017 könnte damit der kälteste Januar seit dem Jahr 2010 werden“ erklärt Wetterexperte Jung.

Eisige Kälte und Klimawandel sind kein Widerspruch .
Seit Anfang Januar ist der Winter grimmig, mit Schnee und Kälte. Wo bleibt der Klimawandel? Tatsächlich könnten die tiefen Temperaturen sogar eine Folge der globalen Erwärmung sein. Der Winter hat in Europa eine Weile gebraucht, um in Gang zu kommen. Aber jetzt ist er in Fahrt wie schon lange nicht mehr. Anfang Januar schwappte die erste Kältewelle über den Kontinent, mit zweistelligen Minustemperaturen und viel Schnee bis in die Türkei. Und nun steht die nächste Runde an: Auch in dieser Woche wird es eisig, von Dienstag an soll es in Deutschland wieder zweistellige Minustemperaturen geben.

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