Panorama Wieso fühlt sich China von Winnie Puuh bedroht?

19:35  17 juli  2017
19:35  17 juli  2017 Quelle:   20 Minuten

Chinas einziger Flugzeugträger in Hongkong eingelaufen

  Chinas einziger Flugzeugträger in Hongkong eingelaufen In einer militärischen Machtdemonstration hat China seinen einzigen Flugzeugträger in Hongkong einlaufen lassen. Die Ankunft des Marineschiffs am Freitag (Ortszeit) erfolgte eine Woche nach einem Besuch von Staatspräsident Xi Jinping in der chinesischen Sonderverwaltungszone. "Die Bürger werden die überragenden Errungenschaften der chinesischen Verteidigung sehen können", sagte Hongkongs umstrittene Verwaltungschefin Carrie Lam - Xi hatte die Wunschkandidatin Pekings trotz Protesten vergangene Woche vereidigt. Der Flugzeugträger "Liaoning" wurde vor 30 Jahren in der Sowjetunion gebaut und ist derzeit Chinas einziges Schiff dieser Bauart.

Sie haben die maximale Seitenabruf-Frequenz ueberschritten.

Fehler. Das aufgerufene Stellenangebot existiert leider nicht mehr. Weitere Informationen sowie die Ansprechpartner finden Sie auch direkt auf

Die Freunde (von oben) Rabbit, Tigger, Winnie Puh und Ferkel blicken in dem neuen Kinofilm © Buena Vista Die Freunde (von oben) Rabbit, Tigger, Winnie Puh und Ferkel blicken in dem neuen Kinofilm "Heffalump - ein neuer Freund fuer Winnie Puuh" verunsichert hinter einem Baumstamm hervor (Szenenfoto). Die Einwohner des Hundertmorgenwaldes sind in heller Aufregung, als sie eines Morgens riesige Fussstapfen entdecken. Also machen sich Winnie Puh, Rabbit, Tigger, Ferkel und der Rest der Gemeinschaft auf die Suche nach dem vermeintlichen Ungeheuer. Doch sie finden einen neuen Freund, das lilafarbene Heffalump Lumpi... Der Film basiert auf dem Kinderbuchklassiker von A.A. Milne. (KEYSTONE/Buena Vista) EDITORIAL USE ONLY

Der süsse honiggelbe Bär Winnie Puuh ist in China in Ungnade gefallen. Die Kinderbuchfigur, die auch über Comics weite Verbreitung fand, wurde in den vergangenen Tagen weitgehend aus den sozialen Netzwerken der Volksrepublik verbannt. Der Grund: Präsident Xi Jinping war zuvor im Internet wiederholt in Montagen abgebildet worden, in denen er die Position des Bären «von sehr geringem Verstand» einnahm. Eine offizielle Begründung für die Zensur gegen Pu gab die chinesische Führung allerdings nicht bekannt.

Im Kurzbotschaftendienst Weibo wurden Nachrichten mit den chinesischen Charakteren aus der Story um den Bären mit dem Originalnamen Winnie-the-Pooh noch weiterverbreitet. Suchanfragen unter dem chinesischen Namen «kleiner Bär Winnie» werden mit einem Error-Zeichen beantwortet. Darin enthalten ist ein Hinweis, es handle sich um «illegalen Inhalt». Im sozialen Netzwerk WeChat wurden Pu-Sticker aus der offiziellen Sticker-Galerie gelöscht.

«Was hat dieser kleine Honigbär getan?»

Bildmontagen, in denen Präsident Xi mit dem Bären Pu in Verbindung gebracht wurden, tauchten schon 2013 in den sozialen Netzwerken in China auf: Xi wurden zusammen mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama auf einem Spaziergang gezeigt, daneben Pu der Bär in einer fast identischen Pose mit seinem Kompagnon Tigger. 2014 kam dann eine Montage hinzu, auf der Xi dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe die Hand schüttelt – parallel zu Pu und dem traurig wirkenden Esel I-Aah.

Die Kommunistische Partei in China wacht argwöhnisch darüber, dass die politische Führung nicht ins Lächerliche gezogen wird. Angesichts der jüngsten Zensurmassnahmen testen viele Mediennutzer die noch verbliebenen Spielräume aus. Bilddateien mit dem Format Graphic Interchange Format (GIF) und Pooh wurden bislang noch nicht von der Mühle der Zensur erfasst. «Armer kleiner Bär Winnie», schrieb ein User bei Weibo. «Was hat dieser kleine Honigbär je getan, um andere zu provozieren?»

(afp)

Zensiert: Winnie Puuh fliegt in China aus den Sozialen Netzwerken .
Er ist doch so niedlich, also was könnte er Schlimmes verbrochen haben? Winnie Puuh ist jedenfalls schon seit Jahrzehnten eine der berühmtesten Figuren, die bei Disney heimisch sind. Er und seine Freunde Tigger und Co. sind weltweit bekannt und in der Regel verbindet man mit dem honigliebenden Bären sorgenfreie Unterhaltung für die ganze Familie. Nicht so in China: Wie der BBC berichtet, hat man jetzt im asiatischen Land Puuh aus den sozialen Netzwerken verbannt.Sowohl der Name als auch Bilder der beliebten Figur können nicht mehr auf diversen Kanälen aufgefunden werden.

Source: http://de.pressfrom.com/nachrichten/panorama/-44472-wieso-fuhlt-sich-china-von-winnie-puuh-bedroht/

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke

Aktuelle videos:

Das ist interessant!