Panorama Prozess um Leiche in Tiefkühltruhe: Ermordet, zerstückelt, eingefroren

00:51  17 april  2018
00:51  17 april  2018 Quelle:   Berliner Zeitung

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Im Prozess um die zerteilte Leiche eines Berliner Rentners, die zehn Jahre in einer Tiefkühltruhe versteckt war, hat der Angeklagte überraschend sein Schweigen gebrochen. Die Leiche habe er zerstückelt .

Im Prozess um die zerteilte Leiche eines Berliner Rentners, die zehn Jahre in einer Tiefkühltruhe versteckt war, hat der Angeklagte überraschend sein Schweigen gebrochen. Die Leiche habe er zerstückelt .

Der Angeklagte Josef S.: picture alliance / Maurizio Gambrini © picture alliance / Maurizio Gambrini picture alliance / Maurizio Gambrini

Josef S. hätte nie gedacht, dass es so lange gut gehen würde. „Es war irgendwie alles sehr einfach“, sagt der 56-Jährige an einem der letzten Prozesstage den Richtern der Schwurgerichtskammer des Berliner Landgerichts. Den Toten zerteilen, eine Kühltruhe kaufen, die Leichenteile verpacken und in die Truhe legen, die Rente des Toten weiterkassieren. Unbemerkt. Zehn Jahre lang. Jeden Monat. 2.000 Euro. Aber, so beteuert der Angeklagte, er habe Heinz N. nicht getötet. Er und seine beiden Verteidiger wollen klarstellen: Der Senior brachte sich selbst um.

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Im Prozess um die zerteilte Leiche eines Berliner Rentners, die zehn Jahre in einer Tiefkühltruhe versteckt war, hat der Angeklagte überraschend sein Schweigen gebrochen. Die Leiche habe er zerstückelt .

Dass er die Leiche zerstückelte , räumte er ein. Panorama Zehn Jahre lang Rente kassiert Prozess um zerstückelten Witwer beginnt. Panorama Verdacht auf grausamen Raubmord Polizei entdeckt Rentner in Tiefkühltruhe .

Mord oder Selbstmord? Fest steht, Heinz N. starb an einem Kopfsteckschuss durch die Stirn. Am Mittwoch sollen in dem Fall um den zerstückelten 80-Jährigen die Plädoyers gesprochen werden. Vom Staatsanwalt und den beiden Verteidigern. Einen Nebenkläger gibt es nicht. Heinz N. lebte allein, er hatte keine Kinder. „Nehmen Sie sich am Mittwoch nichts vor“, bat Peter Schuster, der Vorsitzende Richter, am bisher letzten Verhandlungstag vor zehn Tagen die Prozessbeteiligten. Er will noch zu vorgerückter Stunde ein Urteil in diesem Fall sprechen. Eine Entscheidung fällen über Josef S., den die Boulevardpresse den Stückelmörder nennt.

Das lange Schweigen

Für den Trödelhändler mit Hang zum Automatenspiel und den damit verbundenen Geldsorgen geht es um viel. Um lebenslange Haft wegen Mordes oder eine zeitlich begrenzte Freiheitsstrafe wegen Störung der Totenruhe, Urkundenfälschung und Betrugs vielleicht.

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Im Prozess um die zerteilte Leiche eines Berliner Rentners, die zehn Jahre in einer Tiefkühltruhe versteckt war, hat der Angeklagte überraschend sein Schweigen gebrochen und den Vorwurf des Mordes zurückgewiesen. Die Leiche habe er zerstückelt . dpa.

Der 56-Jährige, der nach dem Fund einer Leiche in einer Tiefkühltruhe vor Gericht steht, hat überraschend doch ausgesagt. Er habe den Toten zerstückelt und versteckt, sagte er am Freitag über die Tat in Prenzlauer Berg - aber er habe ihn nicht ermordet .

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trödelhändler Josef S. vor, seinen einstigen Nachbarn in dessen Wohnung in der Hosemannstraße in Prenzlauer Berg um den Jahreswechsel 2006/2007 aus Habgier und heimtückisch erschossen zu haben. Er soll die Leiche zersägt und in einer extra gekauften Kühltruhe versteckt haben. Bis im Januar 2017 die Polizei durch ein angeklapptes Fenster in die Wohnung gelangte und auf die eingefrorene Leiche stieß.

Die Beziehung der Nachbarn

Josef S. äußerte sich fast bis zum Ende der Beweisaufnahme nicht zu den Vorwürfen. Er habe es nicht ertragen können, wie die Medien über ihn berichtet hätten, begründet er sein langes Schweigen. Dann aber, als fast alle Zeugen gehört waren, als sie versucht hatten, sich die so lange zurückliegenden Ereignisse ins Gedächtnis zu rufen, verlasen die Anwälte eine Erklärung ihres Mandanten.

Darin erzählt der Mann, der kein Mörder sein will, wie er Liesel und Heinz N. kennenlernte. Wie er kostengünstig das Wochenendgrundstück des alten Ehepaars übernehmen konnte. Wie Liesel N. im März 2006 an Krebs starb. Er erzählt, dass sich Heinz N. nach dem Tod seiner Ehefrau im März 2006 stark verändert habe. Statt Blumen und Gebäck stand nun Alkohol auf dem Wohnzimmertisch. Heinz N. habe ihm nur unwillig Geld geliehen, damit er im Kasino spielen konnte.

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Als Heinz N. in seiner Wohnung gefunden wird, liegt er da schon zehn Jahre – ermordet . Wenig später wurde seine Leiche zerteilt, in vier rosafarbene Plastiktüten verpackt und in eine Tiefkühltruhe gelegt, die am 30. Die Leichenteile blieben dort zehn Jahre liegen, eingefroren in den Tüten

„Ich griff nach seiner Hand, sie war kalt, er war tot“

Ende des Jahres 2006 sei der alte Herr weggefahren und er, Josef S., habe auf die Wohnung achten sollen. Es war vielleicht der 28. Dezember 2006, so genau kann sich Josef S. nach eigenen Angaben nicht mehr erinnern, als er in der Wohnung von Heinz N. nach dem Rechten geschaut haben will.

Er habe sich gewundert, dass das Radio lief und im Wohnzimmer Licht brannte. Er dachte, Heinz N. sei früher zurückgekehrt. Doch der alte Mann saß angeblich reglos im Sessel. Mit Blick zur Decke und einem Loch in der Stirn. „Ich griff nach seiner Hand, sie war kalt, er war tot“, steht in der Erklärung.

Josef S. verließ demnach die Wohnung. Er lief ziellos durch die Straßen. Er kam am nächsten Tag wieder. Er konnte doch den toten Heinz nicht einfach so da sitzen lassen.

Tatwaffe nie gefunden

Er sah die kleine Pistole auf dem Sessel liegen. Er hatte diesen einen Gedanken: Was, wenn niemand bemerken würde, dass Heinz tot ist? Wenn er, der ständig klamme Trödelhändler, von der guten Rente des Seniors leben könnte. Und von den Ersparnissen des Witwers. Nun erst will Josef S. die Kühltruhe gekauft und den Toten darin versteckt haben.

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Kann es sein, dass sich Heinz N., ein von seiner Hausärztin als rüstiger Rentner beschriebener Mann, in seiner Wohnung mit der kleinen Pistole, die nie gefunden wurde, selbst erschoss? Kann es sein, dass Josef S. die Leiche wirklich nur fand, dann erst eine Kühltruhe besorgte und Heinz N. darin verschwinden ließ?

Die Zweifel des Rechtsmediziners

Sven Hartwig konnte im Prozess nicht völlig ausschließen, dass sich der Rentner selbst das Leben genommen hat. Der Rechtsmediziner untersuchte die noch gut erhaltenen Leichenteile. Auch den Kopf, in dem noch immer das Projektil Kaliber 6,35 steckte.

Nach seiner Meinung müsse die Zerteilung der Leiche und das Einfrieren „zeitnah zum Todeseintritt“, höchstens einen Tag später erfolgt sein. Andernfalls wäre bereits die Leichenfäulnis aufgetreten. Dafür habe er jedoch keine Hinweise gefunden.

Es sieht nicht gut aus für Joschi

Auch die daraufhin etwas veränderte Aussage des Angeklagten, nach der die Abläufe in der Wohnung des Rentners zeitlich näher zusammenrücken, macht für Hartwig einen Suizid nicht plausibler. Der Schusskanal lasse ihn an einem Selbstmord zweifeln, erklärt er. Wer schieße sich selbst von vorne in die Stirn, wo doch gerade dort der massivste knöcherne Widerstand zu erwarten sei? „Es fehlen auch Nahschusszeichen“, ergänzt der Rechtsmediziner. Hartwig sagt zudem, dass Schmauchspuren an der Einschusswunde fehlten. Die hätte es geben müssen.

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Der Angeklagte soll einen Rentner ermordet , die Leiche eingefroren und die Rente des Opfers kassiert haben. Nun hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder begonnen. Denn der Mann war tot – und lag zerstückelt in einer Tiefkühltruhe in seiner eigenen Wohnung in Berlin.

Eine Leiche wurde demnach zerstückelt und verbrannt. Ihre Leiche sei zunächst in der Tiefkühltruhe eingefroren worden. Dann habe das Paar die Leichenteile nach und nach verbrannt und die Asche in der Umgebung verstreut.

Es sieht nicht wirklich gut aus für Joschi. So wurde Josef S. in seinem Kiez genannt. Er ist nicht vorbestraft. Und niemand, der ihn kennt, kann die Tat, die S. vorgeworfen wird, mit dem Menschen auf der Anklagebank so richtig in Einklang bringen.

Die andere Seite des Josef S.

Freunde und Bekannte, die seit Prozessbeginn im vorigen Oktober ausgesagt haben, zeichnen das Bild eines lieben, netten Menschen, eines Angelfreaks, eines Spielers, der viel Geld an Automaten verlor, der aber immer half, bei Bekannten beispielsweise das Bad flieste oder eine neue Küche aufbaute. Er habe sich schon gewundert, wovon der Joschi eigentlich gelebt habe, sagt etwa ein Kioskbesitzer, bei dem Josef S. damals regelmäßig vorbeischaute.

„Emotional ausgeglichen, kontaktfreudig, handwerklich begabt, freundlich und hinreichend selbstbewusst“, so beschreibt Cordula Weitzel, die psychiatrische Sachverständige, den Angeklagten. Josef S. sei ein Mensch, der dort, wo er auftauche, gute Stimmung verbreite. Doch er habe neben seiner geselligen und hilfsbereiten auch noch eine andere Seite – eine verschlossene, geheimnisvolle.

Das Doppelleben

Das Geheimnis befand sich in der Tiefkühltruhe in der Hosemannstraße, in der Wohnung im Hochparterre links. Josef S. tat offenbar alles, damit die Leiche unentdeckt blieb und sich niemand über das Verschwinden des alten Mannes wunderte. Er leerte regelmäßig den Briefkasten. Er wechselte die Blumen auf der Fensterbank.

Er installierte eine Zeitschaltuhr im Schlafzimmer. Er verfasste die Einkommenssteuer für Heinz N. und unterschrieb mit dem Namen des Toten. Er antwortete auf die Post eines Nachbarn, der sich über den Geruch aus der Hochparterrewohnung beschwerte. Er lüftete die Wohnung. Er achtete darauf, dass der Strom nicht ausfiel.

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Der Täter hatte den Körper zerstückelt , die Teile in einer Tiefkühltruhe verborgen. Es ist inzwischen unstrittig, dass der Trödelhändler Josef S., ein ehemaliger Nachbar von Heinz N., den Leichnam zerstückelte .

Offiziell bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft gestern nicht, dass die Leiche zerstückelt worden sei, gaben auch keine weiteren Details bekannt. Dies sind die konkreten Fragen, die die Ermittler jetzt zu klären versuchen: Wurde die Deutsche mit serbischen Wurzeln in dem Keller ermordet ?

„Es gab nichts Ungewöhnliches mit dieser Wohnung“

Josef S. musste nicht einmal befürchten, dass die Rentenversicherung die Zahlung für Heinz N. einstellen würde. Denn nur Senioren im Ausland müssen sich regelmäßig beim Generalkonsulat melden – für eine Lebensbescheinigung. In Deutschland wird erstmals mit dem 95. Geburtstag nachgefragt, ob der betagte Rentenempfänger wirklich noch lebt. Ab hundert wird jährlich kontrolliert.

Auch die Hausverwaltung merkte nichts. „Es gab nichts Ungewöhnliches mit dieser Wohnung“, sagt der Hausverwalter Marco B. Er habe nur schriftlichen Kontakt mit dem Mieter Heinz N. gehabt. Eine Telefonnummer von dem alten Herren gab es nicht.

Erste Zweifel

Im Sommer 2012 öffnete Marco B. jedoch mit einem Zweitschlüssel die Tür zur Wohnung von Heinz N. „Es gab immer wieder Beschwerden, dass es aus der Wohnung riecht“, erzählt Marco B. Er sei vielleicht zwei Minuten in den Räumen gewesen. Kein Geruch im Flur. Nichts Auffälliges. „Die Wohnung wirkte wie ganz normal bewohnt.“ Der Mieter, der sich über den Geruch beschwert habe, sei bekannt. Dem Mann passe vieles nicht. Der Nachbar, der auf dem Balkon raucht, die Kinder, die in der Wohnung über ihm herumtoben. „Ein Mehrfamilienhaus ist nun mal kein Kloster“, sagt der Verwalter.

Gewundert hat sich Marco B. dann doch, als er im Sommer 2016 wegen Instandsetzungsarbeiten um Zutritt zur Wohnung bat. Und Heinz N. daraufhin den Mietvertrag per Einschreiben zum Ende des Jahres kündigte. Er habe dann darum gebeten, die Kündigungsfrist noch einmal bis Ende Januar 2017 zu verlängern.

Durch das Fenster in die Wohnung

22 Tage, bevor diese Frist auslief, holte der Nachbar von Heinz N., der sich mehrfach über den Geruch beschwert hatte, die Polizei. Er hatte den Rentner seit langem nicht gesehen, befürchtete, dass der alte Mann hilflos in seine Wohnung liegt. Der Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes konnte die Wohnung an jenem 9. Januar 2017 nicht öffnen, weil der misstrauische Nachbar schon vor Tagen einen Nagel in das Türschloss gerammt hatte.

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Die Feuerwehr, die gerufen wurde, stieg dann über ein Fenster in die Wohnung. Im Schlafzimmer standen zwei große Taschen, deren Größe nach Angaben der Ermittler für den Transport einer zerteilten Leiche geeignet gewesen sei.

Der zweite Fall

Sollte die Leiche von Heinz N. für immer verschwinden? So wie vielleicht die tote Irma K.? Die im März 1924 geborene Frau lebte im Kiez, sie war einst die Nachbarin der Mutter von Josef S. Irma K. wird seit nunmehr 18 Jahren vermisst. Die Ermittler sind sich nach der Festnahme von Josef S. sicher, dass der Mann auch die Rentnerin umgebracht hat. Indizien deuten darauf hin.

Denn bei der Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten fanden die Ermittler in der Plastiktüte eines Supermarktes nicht nur Kreditkarten von Heinz und Liesel N., sondern auch eine Visa-Karte und den Ausweis von Irma K. Zudem soll der Angeklagte die Rente der Seniorin von monatlich 900 Euro auf sein eigenes Konto und das Konto des getöteten Heinz N. überwiesen haben. Gegen den Trödelhändler wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes an Irma K. eingeleitet. Bisher ohne Ergebnis. Das Wichtigste fehlt: die Leiche.

Josef S., der nun schon über ein Jahr wegen des mutmaßlichen Mordes an Heinz N. in Untersuchungshaft sitzt, sagt, er habe sich nach seiner Festnahme in seinem Trödelladen in Weißensee im Januar vorigen Jahres wie befreit gefühlt. Er habe jahrelang ein Doppelleben geführt. „Ja, ich habe mich schuldig gemacht, aber ich habe ihn nicht ermordet.“

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