Panorama Inhaftierter VW-Ingenieur will zurück nach Deutschland

00:06  09 juni  2018
00:06  09 juni  2018 Quelle:   sueddeutsche.de

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Der VW -Manager James L. wurde in den USA zu einer Haftstrafe verurteilt und will nun nach Deutschland überstellt werden. Und ruft die Volkswagen -Fahrer in den USA dazu auf, bei der Entscheidung mitzureden.

Ein Ingenieur soll bereits 2007 einem größeren Kreis von Audi-Managern in einer E-Mail geschrieben haben 6. Dezember 2017 Der seit Anfang 2017 inhaftierte Volkswagen -Manager Oliver Schmidt wird von VW kündigt an, insgesamt vier Millionen Diesel in Deutschland nachrüsten zu wollen.

Wer einen betroffenen VW besitzt, darf bei der Überstellung von James L. zumindest mitreden. © dpa Wer einen betroffenen VW besitzt, darf bei der Überstellung von James L. zumindest mitreden.

• Der VW-Manager James L. wurde in den USA zu einer Haftstrafe verurteilt und will nun nach Deutschland überstellt werden.

• Dabei gibt es jedoch ein kleines Problem: Alle amerikanischen VW-Dieselfahrer dürfen zunächst ihre Meinung dazu einreichen.

Man könnte meinen, es ist ein Scherz, ausgedacht von schlecht gelaunten VW-Kunden oder Dieselmotor-Gegnern. Aber das US-Justizministerium meint das schon ernst mit dieser Frage, die das Schicksal des ehemaligen VW-Ingenieurs James L. anbelangt.

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Der frühere VW - Ingenieur Liang hatte sich schuldig bekannt, die Betrugssoftware im VW-Dieselskandel mit entwickelt zu haben. Auch Oliver Schmidt will seine restliche Haftstrafe in Deutschland absitzen.

Der ehemalige VW -Manager Oliver Schmidt will zurück nach Deutschland . Schmidt war bis 2015 bei Volkswagen in Amerika für den Kontakt zu den dortigen Umweltbehörden und die Zertifizierung von Fahrzeugen zuständig.

Bei VW stehen bald die Bänder still

Im August letzten Jahres verurteilte ihn ein Bundesrichter in Detroit zu 40 Monaten Gefängnis und 200 000 Dollar Geldstrafe wegen Beteiligung an den Betrügereien bei VW-Dieselmotoren. Der Richter bezeichnete L. als "Schlüsselfigur" im Dieselskandal. Schon unmittelbar nach der Urteilsverkündung hieß es, dass L., 64 Jahre alt und deutscher Staatsbürger, seine Haft gerne zuhause, in Deutschland absitzen würde. Mittlerweile ist eine Überstellung nach Deutschland beantragt, so teilt es das US-Justizministerium selbst mit. Und ruft die Volkswagen-Fahrer in den USA dazu auf, bei der Entscheidung mitzureden.

500 000 VW-Besitzer sollen mitreden dürfen

Besitzer betroffener Fahrzeuge können ihre Kommentare an folgende Emailadresse schicken: IPTUVictimContactOfficial@ usdoj.gov. Bis zum 21. Juni haben die Besitzer der rund 500 000 manipulierten Dieselfahrzeuge in den USA nun Gelegenheit, seine Abreise zu beeinflussen- die in Deutschland wieder ins Gefängnis führen würde: Deutschland und die USA sind Mitgliedsstaaten eines "Übereinkommen über die Überstellung verurteilter Personen". Auf dieser Basis können in den USA inhaftierte Deutsche eine Überstellung beantragen. Über den Antrag entscheidet das US-Justizministerium. Dabei ist es üblich, die Interessen der Betroffene in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.

Dass diese nun zu Emails ermuntert werden, ist vor allem auf die große Zahl der VW-Besitzer zurückzuführen. Deren Meinung ist allerdings nur einer von mehreren entscheidenden Faktoren. Wichtig ist auch, wie groß das Vertrauender US-Justiz in die deutschen Vollzugsbehörden ist. "Wir hoffen, dass Herr L. nach Deutschland überstellt wird und seine Reststrafe hier in der Nähe seine Familie verbüßen kann. Die Familie könnte ihn dann leichter besuchen", sagt L.s deutscher Anwalt Gero von Pelchrzim.

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