Panorama Geplanter Anschlag: Anklage in Düsseldorf fordert hohe Haftstrafe für IS-Kämpfer

22:21  11 juni  2018
22:21  11 juni  2018 Quelle:   ksta.de

Unerträglicher Prozess: „Geiler Daddy” verkauft Sohn für Sex – mit einem kranken Schild

  Unerträglicher Prozess: „Geiler Daddy” verkauft Sohn für Sex – mit einem kranken Schild Unerträglicher Prozess: „Geiler Daddy” verkauft Sohn für Sex – mit einem kranken SchildDie Schilderung der Taten ist kaum zu ertragen.

Siehe auch: Österreicher randaliert mit Messer im Berliner Dom - von Polizei angeschossen. Geplanter Anschlag : Anklage in Düsseldorf fordert hohe ORANIENBURG dpa | Im Prozess um ein öffentlich im Schwimmbad gezeigtes Nazi-Tattoo ist der Angeklagte wegen Volksverhetzung zu sechs

Vier Männer sollen im Auftrag der Terrormiliz "Islamischer Staat" einen Anschlag in Düsseldorf geplant haben. Zwei der mutmaßlichen Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben nach SPIEGEL-Informationen in Flüchtlingsunterkünften gelebt.

Prozess um geplanten Anschlag dpa: Im Prozess um den geplanten Anschlag wurden am Montag die Plädoyers verlesen. © picture alliance/dpa /Marcel Kusch Im Prozess um den geplanten Anschlag wurden am Montag die Plädoyers verlesen.

Im Prozess um ein angeblich geplantes Blutbad in der Düsseldorfer Altstadt hat die Bundesanwaltschaft achteinhalb Jahre Haft gefordert. Zwar sei der geplante „Anschlag ungeheuren Ausmaßes“ in Düsseldorf eine erfundene Geschichte des Angeklagten gewesen, der Syrer habe aber als IS-Terrorist im Bürgerkrieg in Syrien gekämpft, Kriegswaffen benutzt und einen Scharfschützen der syrischen Armee erschossen. Zwei weitere Mitangeklagte waren von ihm zu Unrecht belastet und bereits vor Monaten freigesprochen worden, nachdem er sein Geständnis widerrufen hatte.

Ehemaliger Silicon-Valley-Milliardärin droht nach Betrugsvorwürfen lange Haft

  Ehemaliger Silicon-Valley-Milliardärin droht nach Betrugsvorwürfen lange Haft Ehemaliger Silicon-Valley-Milliardärin droht nach Betrugsvorwürfen lange HaftBeiden drohen nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar (etwa 215.000 Euro). In der Anklage eines Geschworenengremiums ("Grand Jury") wird ihnen vorgeworfen, Investoren und Kunden hinters Licht geführt zu haben, "die sich auf ihre angeblich revolutionäre Bluttest-Technologie verließen", erklärte Staatsanwalt Alex Tse.

Die Beamten forderten Verstärkung an und verfolgten die Männer. Der Fluchtwagen wurde schließlich gestoppt und setzte dann mehrfach vor und zurück, wobei ein Polizist eingeklemmt und verletzt wurde. Mit dem Hochdruckreiniger hinterließen die Angeklagten ein Nazi-Symbol.

Verteidiger fordert sofortige Freilassung Zschäpes• "Beate Zschäpe ist keine Terroristin. Sie ist keine Mörderin und keine Attentäterin", sagt Verteidiger Wolfgang Heer im NSU-Prozess vor dem Weder Manuel noch seine Mutter waren laut Anklage mit der Beschneidung einverstanden.

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Mit dem angeblich geplanten Massaker in Düsseldorf habe der Syrer sich für seine Informationen eine Belohnung, Aufenthaltsrecht und den Nachzug seiner Familie erhofft. „Er wollte als V-Mann geführt werden, er hat sich verkalkuliert“, sagten die Vertreter der Bundesanwaltschaft am Montag im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts. Der Angeklagte hatte die gesamte Planung des Anschlags detailliert beschrieben – und erst später und zur Überraschung vieler Prozessbeobachter zugegeben, dass er sich alles ausgedacht hatte.

Verwandte in der IS-Führung

Schwester und Schwager des Syrers – so der Staatsanwalt weiter – bekleideten beim Islamischen Staat Führungspositionen. Er selbst sei aber als Marihuana rauchender, Alkohol trinkender und Discos besuchender Mann kein strenger Muslim gewesen.

Der Syrer, dessen Altersangaben variieren, war 2015 über die Balkan-Route nach Deutschland gekommen, hatte in einem Heim in Kaarst gewohnt und später auch in den Niederlanden einen Asylantrag gestellt. Nach fast einem Jahr Prozessdauer soll das Urteil an diesem Mittwoch verkündet werden. (dpa)

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