Sport ARD und ZDF zeigen nun doch Olympia

14:27  11 august  2017
14:27  11 august  2017 Quelle:   dw.com

Paris richtet Olympia 2024 aus, Los Angeles 2028

  Paris richtet Olympia 2024 aus, Los Angeles 2028 Es ist dann doch schnell gegangen. Paris und Los Angeles haben sich mit dem Internationalen Olympischen Komitee auf die Reihenfolge der Sommerspiele 2024 und 2028 geeinigt: Die französische Hauptstadt ist zuerst dran. Und Los Angeles erhält viel Geld.Der Vertrag muss noch von der Vollversammlung der IOC-Mitglieder am 13. September in der peruanischen Hauptstadt Lima gebilligt werden. Ein Beschluss gilt als Formsache. Das IOC hatte am 11. Juli den Weg für diese Doppelvergabe frei gemacht. Es war ein historischer Beschluss, denn es ist erst die zweite Doppelvergabe in einem Jahrhundert: Im Juni 1921 waren die Spiele 1924 an Paris und 1928 an Amsterdam vergeben worden.

Verhandlungen mit Discovery Zeigen ARD und ZDF doch noch Olympia ? Für ARD und ZDF waren die Verhandlungen über die Olympia -Übertragungsrechte eine Katastrophe. Bis 2024 hat der US-Konzern Discovery die Rechte.

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Sportfans in Deutschland dürfte die Nachricht freuen: Die Olympischen Spiele werden bis mindestens 2024 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein. Die Verantwortlichen sprechen von einem "Ringen um die Rechte".

ARD und ZDF zeigen nun doch Olympia © picture-alliance/dpa/M. Kappeler ARD und ZDF zeigen nun doch Olympia

In Deutschland sind viele Fernseh-Zuschauer an frei empfangbare Sport-Übertragungen gewöhnt: Die Fußball-WM sowie -EM und auch die Olympischen Sommer- und Winterspiele sowie viele andere Großveranstaltungen laufen hierzulande im öffentlich-rechtlichen und somit frei empfangbaren TV. Im Fall von Olympia stand diese Tradition zuletzt vor dem Aus: Mit dem Rechteerwerb durch den amerikanischen Discovery-Konzern sowie seiner Sport-Tochter Eurosport waren ARD und ZDF vorerst ausgebootet. Verhandlungen über eine Sublizenz scheiterten. Und angesichts der extrem hohen Rechtekosten - rund 1,3 Milliarden Euro ließ sich Discovery die Übertragungsrechte für die Olympischen Spiele zwischen 2018 und 2024 kosten - schien Olympia zu einer teuren Pay-TV-Ware zu werden.

Vidal tönt: "Ihr könnt euch warm anziehen"

  Vidal tönt: Fünf Niederlagen in sechs Partien - doch Arturo Vidal hat seine Kriegermentalität nicht aufgegeben. "Ich bin nicht besorgt", sagte er im Rahmen des Audi Cups. "Wir sind gut drauf. Bayern ist wie Chile. In den Testspielen tun wir uns schwer. Aber in den wichtigsten Spielen zeigen wir unsere Qualität.

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Jetzt bestätigten ARD und ZDF neue Gespräche. Wie viel Olympia am Ende noch auf den Discovery-Sendern zu sehen sein wird, ist offen. ► Da passt es, dass das ZDF ab Sommer 2018 rund 50 Mio Euro pro Saison spart, weil es nicht mehr die Champions League im Fußball zeigen kann (läuft dann

"Für beide Seiten attraktiv"

Dies scheint nun vorerst abgewendet: ARD und ZDF können bis mindestens 2024 doch Livebilder von den Olympischen Spielen zeigen. Der Rechteinhaber Discovery sowie die beiden öffentlich-rechtlichen Sender bestätigten am Freitag eine sogenannte Sublizenzierung für die kommenden vier Spiele. "Das Ringen um die Liverechte hat sich gelohnt. Unser Publikum kann sich jetzt wieder darauf verlassen, die Spiele in der gewohnten Qualität von ZDF und ARD präsentiert zu bekommen", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut.

Wie tief beide Sender in die Tasche greifen müssen, wurde nicht bekannt. "Wir haben uns auf einer wirtschaftlichen Basis getroffen, die für beide Seiten attraktiv ist", sagte Discovery-Geschäftsführerin Susanne Aigner-Drews dem SID. In den ersten Verhandlungen mit den beiden deutschen Olympia-Stammsendern vor mehr als einem halben Jahr soll Discovery alleine für Sublizenzen für die bevorstehenden Winterspiele 2018 in Pyeongchang und die folgenden Sommerspiele 2020 in Tokio jeweils 150 Millionen Euro gefordert haben. Dies hatten ARD und ZDF als zu hoch abgelehnt.

2018 noch eingeschränkte Live-Übertragung

Bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang/Korea werden ARD/ZDF aber aufgrund des geringen zeitlichen Vorlaufs nicht von allen Wettbewerben live berichten können. Die Wettbewerbe im Eiskunstlauf, Shorttrack und Snowboard sollen in umfangreichen Highlights zu sehen sein.

jw/ck (mit sid/dpa)

Autor: Joscha Weber

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