Sport Formel-1-Teamchef: Ferrari hat "einiges an Pech"

12:02  10 oktober  2017
12:02  10 oktober  2017 Quelle:   formel1.de

Formel 1 in Malaysia: Vettel rast vom letzten Platz auf Platz vier vor

  Formel 1 in Malaysia: Vettel rast vom letzten Platz auf Platz vier vor Sebastian Vettel beeindruckt mit seiner Aufholjagd in Malaysia, fällt in der WM-Wertung aber immer weiter hinter Lewis Hamilton zurück.Den Sieg auf der Rennstrecke in Sepang sicherte sich Max Verstappen (Red Bull) vor Lewis Hamilton (Mercedes), der seine WM-Führung vor Vettel auf 34 Punkte ausbaute. Dritter wurde Verstappens Teamkollege Daniel Ricciardo.

Der ehemalige Chef des Formel - 1 -Teams von Ferrari , Stefano Domenicali, wird neuer Chef der Sportwagenmarke Lamborghini. Er trete „dieses wichtige Erbe“ mit Enthusiasmus an, sagte Domenicali selbst. Er werde weiterhin für den Erfolg arbeiten, den sein Vorgänger Stephan

Ferrari - Teamchef Maurizio Arrivabene hat erstmals öffentlich den Druck auf den viermaligen Formel - 1 -Weltmeister Sebastian Vettel erhöht. An Vettels Arbeitsethos hat Arrivabene nichts zu bemängeln. Vielmehr nehme der Deutsche seiner Meinung nach "manchmal zu viel auf sich.

Kimi Räikkönen: Ferrari strauchelt: Aus der guten Form im Sommer wurde eine Pannenserie © LAT Ferrari strauchelt: Aus der guten Form im Sommer wurde eine Pannenserie

Der ehemalige Teamchef von Sebastian Vettel leidet mit dem Ferrari-Piloten und empfindet dessen Ausfall in Suzuka als "herben Rückschlag" im Titelkampf

Seit Singapur ist der Wurm drin bei Ferrari: Auf den Startcrash beim Formel-1-Nachtrennen folgten Pleiten, Pech und Pannen, die Sebastian Vettel und das italienische Traditionsteam beim Kampf um die WM-Titel in der Formel-1-Saison 2017 wichtige Punkte kosteten. In Suzuka fiel Vettel gar bereits nach nur vier Runden aus und liegt in der Formel-1-Fahrerwertung fast schon aussichtslos zurück. Bei noch 100 zu vergebenden Punkten in den restlichen vier Rennen kommt der Deutsche auf einen Rückstand von 59 Zählern.

Vor elf Jahren: Michael Schumachers letzter Formel-1-Sieg

  Vor elf Jahren: Michael Schumachers letzter Formel-1-Sieg Beim Grand Prix von China 2006 erzielte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher seinen 91. und damit letzten SiegMit dem Sieg beim Ferrari-Heimrennen in Monza im Rücken reiste Michael Schumacher weiter zum drittletzten Rennen der Formel-1-Saison 2006 in Schanghai. Nicht ahnend, dass das Rennwochenende in China in vielerlei Hinsicht Besonderes bereithalten würde. Denn am 1. Oktober vor elf Jahren sicherte sich Schumacher nicht nur seinen 91. und damit letzten Formel-1-Sieg, er übernahm auch ein letztes Mal die Führung in der WM-Gesamtwertung.

Ferrari hat gestern in seinem Hauptquartier in Maranello den neuen Boliden für die kommende Formel - 1 -Saison präsentiert. „Ich habe kein spezifisches Ziel“, sagte etwa Teamchef Maurizio Arrivabene und ergänzte: „Wir müssen einfach nur immer besser werden.“

Bei Ferrari hat man die Formel - 1 -Saison mit einigen Erwartungen in Angriff genommen. Wir wollen weiterkämpfen“, sagte Teamchef Maurizio Arrivabene. Und das wird man bei der „Scuderia“ auch müssen, denn Ferrari -Boss Sergio Marchionne könnte schon bald die Geduld verlieren.

Dabei hatte sich Vettel vor wenigen Wochen noch mit einem Sieg und als WM-Spitzenreiter in die Formel-1-Sommerpause verabschiedet. Entsprechend ungläubig nimmt auch sein früherer Teamchef Christian Horner die plötzliche Wende im WM-Titelkampf zur Kenntnis und meint: "Da war wirklich einiges an Pech im Spiel."

Speziell Vettels technisch bedingter Ausfall beim Japan-Grand-Prix sei ein "herber Rückschlag" für dessen Titelambitionen gewesen, sagt Horner. "Übrigens auch für die Fans. Denn es scheint, als würden wir doch nicht die spannende Schlussphase erleben, die wir uns in der Sommerpause ausgemalt hatten."

Noch im Juli schien alles auf ein Duell auf Augenhöhe zwischen Ferrari-Pilot Vettel und Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton hinauszulaufen. Doch dann strauchelte Vettel und punktete gleich zweimal nicht, Hamilton dagegen startete durch: Sieg in Spa, Sieg in Monza, Sieg in Singapur und Sieg in Suzuka. Dazu kam ein zweiter Platz in Malaysia. Und so steht es vor den vier verbliebenen Rennen im Formel-1-Kalender 2017 nach Punkten 306:247 im Duell Hamilton gegen Vettel. Und Ferrari muss sich fragen, wie eine so vielversprechende Saison so rasch so vor die Hunde gehen konnte.

Mercedes-Ärger oder Taktik?: Lewis Hamilton klagt: „Wir haben ein Problem“

  Mercedes-Ärger oder Taktik?: Lewis Hamilton klagt: „Wir haben ein Problem“ Das steckt hinter den jüngsten Aussagen des WM-Spitzenreiters.„Wir haben ein grundlegendes Problem mit diesem Auto“, gesteht der Brite, der ab der 3. Runde über Batterieprobleme klagte und Sieger Max Verstappen (20) nicht halten konnte.

"Wir lassen uns nicht von solchen Dingen verwirren", sagte der Ferrari - Teamchef dem 'Corriere della Sera'. Der ehemalige Ferrari -Pilot Eddie Irvine hatte kritisiert, dass nicht alle Entscheidungsträger in Maranello der Formel 1 so nahe stehen, wie sie es seiner Meinung nach sollten.

Nach dem Durchmarsch von Sebastian Vettel zu seinem vierten WM-Titel in Folge blickt Ferrari bereits auf die kommende Saison. Die heuer schwer geschlagene „Scuderia“, für die Fernando Alonso nur noch um Platz zwei kämpft, habe die „Schwachstellen gefunden“, wie Teamchef Stefano Domenicali

"Von außen ist so etwas sehr schwierig zu beurteilen", sagt Horner, der als Teamchef bei Red Bull bereits die Höhen und Tiefen des Motorsports kenngelernt hat. Er nimmt Ferrari in Schutz, indem er sagt: "Die Formel 1 ist ein technischer Sport mit sehr komplizierten Fahrzeugen. Da geht schon mal was schief. Wir erleben es dieses Jahr bei unserem eigenen Antriebsstrang. Aber jedes Team geht anders damit um, schätze ich. Es ist nicht an mir, zu bewerten, wie Ferrari darauf reagieren wird."

Personelle Konsequenzen wird die jüngste Pannenserie laut Vettel nicht haben. Entsprechende Spekulationen bezeichnete der viermalige Formel-1-Weltmeister noch in Suzuka als "Quark" und stellte sich demonstrativ vor seine Mannschaft. "Die Jungs arbeiten alle am Limit", erklärte Vettel. "Manchmal gehen Dinge auch kaputt. Das ist leider so, auch wenn man es sich anders wünschen würde."

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