Sport Nachwuchspilotin überzeugt: Frauen schaffen Formel 1 "easy"

15:50  11 januar  2018
15:50  11 januar  2018 Quelle:   Formel1.de

Ex-Formel-1-Boss Ecclestone: Bin bei Liberty nicht erwünscht

  Ex-Formel-1-Boss Ecclestone: Bin bei Liberty nicht erwünscht Für seine Abwesenheit nach der Sommerpause hat Bernie Ecclestone eine Erklärung - Formel-1-Aufschwung dank Ferrari, nicht wegen der neuen MarketingmaßnahmenDer frühere Formel-1-Boss Bernie Ecclestone schießt nach vereinzelten Provokationen vor einigen Monaten wieder gegen Liberty Media. In einem Interview mit 'auto motor und sport' erklärt der 87-Jährige ausbleibende Grand-Prix-Besuche in der zweiten Jahreshälfte 2017 damit, dass den neuen Chefs der Königsklasse sein Erscheinen nicht schmecken würde. "Ich habe das Gefühl, dass meine Nachfolger mich nicht mehr an der Strecke sehen wollen", sagt Bernie Ecclestone, ohne auf die Details einzugehen.

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Sophia Flörsch ist eine der wenigen Frauen im Nachwuchsbereich © ADAC Motorsport Sophia Flörsch ist eine der wenigen Frauen im Nachwuchsbereich

Formel-4-Pilotin Sophia Flörsch ist sich sicher, dass die Formel 1 für Frauen körperlich kein Problem darstellt, allerdings fehle es an der nötigen Unterstützung

Die Idee von einer eigenen Formel 1 für Frauen hat in den vergangenen Monaten hohe Wellen geschlagen - vor allem negative. Ex-Lotus-Entwicklungspilotin Carmen Jorda hatte eine Separierung der Geschlechter gefordert, weil Frauen nie mit Männern mithalten können würden, und erntete dafür vor allem von den weiblichen Kolleginnen Zorn und Spott. "So eine Frau wirft kein gutes Licht auf die Mädels, die wirklich gut sind", ärgert sich Ellen Lohr - immerhin DTM-Rennsiegin - bei 'Auto Bild'.

Formel 1: Social-Media-Zahlen schießen durch die Decke

  Formel 1: Social-Media-Zahlen schießen durch die Decke Gute Nachrichten für die Formel 1: Sowohl im TV als auch auf ihren digitalen Plattformen verzeichnete die Königsklasse des Motorsports 2017 einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Das zeigen die von der Formel 1 am Freitag veröffentlichten TV- und Social-Media-Zahlen. Die Digital-Offensive der neuen Eigner von Liberty Media scheint somit aufzugehen.Besonders auf ihren Social-Media-Kanälen und digitalen Plattformen wächst die Sportmarke Formel 1. So folgen inzwischen 11,9 Millionen Menschen den Angeboten auf Facebook, Twitter, Instagram und YouTube.

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Die Diskussionen um körperliche Nachteile bei Frauen nervt die Mönchengladbacherin über alle Maßen: "Man braucht sich doch bloß mal die ganzen jungen männlichen Formel-1-Fahrer von heute anzuschauen: Die sind 1,60 Meter groß und wiegen 55 Kilogramm - wieso sollte da eine Frau nicht mithalten können?", fragt sie.

Heutzutage ist die Formel 1 kaum noch die körperliche Herausforderung wie vor einigen Jahren, auch wenn die Kräfte durch die neue Bolidengeneration 2017 wieder zugenommen haben. "Körperlich ist Motorsport nicht auf dem Level anderer Kraft- oder Ausdauersportarten. Motorsport spielt sich im Kopf ab. Frauen schaffen das easy", ist auch Sophia Flörsch überzeugt, die derzeit in der Deutschen Formel-4-Serie unterwegs ist und durchaus auf sich aufmerksam machen kann.

Strecke für Formel-E-Rennen in Zürich vorgestellt

  Strecke für Formel-E-Rennen in Zürich vorgestellt Das Streckenlayout für das erste Rundstreckenrennen in der Schweiz seit den 1950er-Jahren steht fest: ePrix von Zürich auf Kurs mit neun KurvenIn der laufenden Saison 2017/2018 macht die Elektrorennserie Formel E erstmals Station in der Schweiz. Für den 10. Juni 2018 ist die erste Ausgabe des ePrix von Zürich terminiert. Es wird das erste Rundstreckenrennen in der Schweiz sein, seitdem diese Art von Motorsport im Jahr 1955 infolge der Katastrophe bei den 24 Stunden von Le Mans verboten wurde.

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Womit die 17-Jährige auf der Strecke mehr zu kämpfen hat, ist die Achtung von Verantwortlichen und Rennfahrerkollegen. Viele männliche Fahrer würden im Zweikampf gegen sie übermotiviert agieren, weil sie sich nicht von einer Frau besiegen lassen wollen. Das führe zu Kurzschlussreaktionen, die auch für Flörsch nicht immer einen positiven Ausgang nehmen.

Auch abseits der Strecke habe sie etwas mehr zu kämpfen, meint sie: "Als Frau muss man ein wenig mehr Überzeugungsarbeit leisten, vor allem bei potenziellen Sponsoren und Teamchefs." Darin sieht auch die ehemalige Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn ein Problem: "Hätte Ron Dennis zum Beispiel eine Louisa Hamilton gefördert? Oder Willi Weber eine Michaela Schumacher? Nein!", ist sie überzeugt.

Allerdings gibt es durchaus Beispiele von Pilotinnen, die eine gute Förderung erhalten haben. Die Niederländerin Beitske Visser erhielt vor einigen Jahren eine Chance im Red-Bull-Juniorkader, doch weil die Erfolge ausblieben, wurde sie schließlich wieder aussortiert - denn nur eine Frau zu sein, hilft im Motorsport auch nicht immer weiter. Außer man heißt Carmen Jorda und kann vielleicht mit anderen Argumenten punkten ...

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Doch zu mehr als ein paar Simulatorfahrten und repräsentativen Funktionen hat es auch bei der Spanierin nicht gereicht. So groß schien das Vertrauen in die fahrerischen Fähigkeiten dann doch nicht gewesen zu sein. Und so muss die Formel 1 wohl noch einige Jahre auf eine potenzielle Pilotin warten, denn aufdrängen tut sich in den Nachwuchsserien derzeit niemand. Das ist auch der geringen Anzahl an Frauen im Motorsport geschuldet.

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Kampf dem Magerwahn: Mindestgewicht für Fahrer kommt .
Die Formel 1 wird ab 2019 ein Mindestgewicht für Fahrer und Sitz einführen: Damit soll dem Magerwahn in der Königsklasse Einhalt geboten werdenDie Formel 1 wird ab der Saison 2019 ein neues Mindestgewicht für Fahrer einführen, damit größere und schwerere Fahrer nicht mehr benachteiligt sind. Fahrer sollen dann zusammen mit dem Sitz 80 Kilogramm wiegen. Wiegt ein Fahrer weniger, muss entsprechender Zusatzballast unter dem Sitz platziert werden. Damit möchte man verhindern, dass Fahrer wie in früheren Jahren auf ungesunde Maße abmagern - zu schlimmsten Zeiten haben Fahrer während des Rennens sogar auf Trinken verzichtet.

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