Sport Streit in Island: Wem gehört der Schlachtruf Hu?

00:06  07 april  2018
00:06  07 april  2018 Quelle:   ksta.de

Streit zwischen London und Moskau: Britische Botschaft soll 50 Mitarbeiter abbauen

  Streit zwischen London und Moskau: Britische Botschaft soll 50 Mitarbeiter abbauen Streit zwischen London und Moskau: Britische Botschaft soll 50 Mitarbeiter abbauen Im Streit mit Großbritannien will Russland die Mitarbeiterzahl an der britischen Botschaft in Moskau um etwa 50 reduzieren. So solle ein Gleichstand mit der Mitarbeiterzahl der russischen Vertretungen in Großbritannien erreicht werden. Das sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Samstag. Dabei handele es sich aber nicht nur um akkreditierte britische Diplomaten. Sie machte keine Angabe zur Größe der russischen Vertretungen in London.

Was Dagsson nicht wusste: Ein Mann hatte den Schlachtruf als Marke geschützt. Seit Dezember geht er gegen Dagsson vor, wegen einer angeblichen Markenrechtsverletzung.

Die Frage: Wem gehört das "Huh!" - und sollte es überhaupt jemand für sich beanspruchen dürfen? Angestoßen hat den Streit der isländische Karikaturist und Komiker Hugleikur Dagsson. Könnte durch den Markenstreit jetzt vielleicht sogar der Schlachtruf im Fußballstadion in Gefahr sein?

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Hu zusammen! Sie erinnern sich an das isländische Sommermärchen 2016? Diese verrückte Zeit, als erst die wenigen Angehörigen der Wikinger-Nation und dann Fußball-Fans weltweit diesen kurzen Schlachtruf ausstießen, danach die Hände über dem Kopf klatschten – und dabei immer schneller wurden? Wer sich nicht erinnert: Das sah ungefähr so aus wie auf dem T-Shirt unten. Für alle anderen: War herrlich, oder? Mit Betonung auf „war“. Denn das isländische „Hú“, international gerne auch mal „Húh“ geschrieben, ist gefährdet.

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Keine Frage wird auf der nordischen Insel derzeit besorgter diskutiert als diese: Wem gehört das „Hú“? Auslöser dafür ist ein Facebook-Post des isländischen Cartoonisten Hugleikur Dagsson. Der gestaltet und verkauft seit dem Erfolg der Wikinger-Elf ebenjenes T-Shirt. Bis er kürzlich Post von einem Landsmann bekam, der darauf hinwies, dass er sich „Húh“ markenrechtlich habe schützen lassen und künftig nur er Produkte mit dem Wort „Húh“ oder „Hú“ verkaufen dürfe. Der Cartoonist ging virtuell auf die Barrikaden. Erinnerte daran, dass die Isländer das Hu in schönster Wikinger-Tradition selbst nur geraubt haben, von schottischen Fußball-Fans.

Nazi-Symbol: Hakenkreuz an umstrittener Kirchenglocke von Unbekannten entfernt

  Nazi-Symbol: Hakenkreuz an umstrittener Kirchenglocke von Unbekannten entfernt Nazi-Symbol: Hakenkreuz an umstrittener Kirchenglocke von Unbekannten entferntEs werde geprüft, wie mit der Sachbeschädigung der Glocke umzugehen sei, teilte die hannoversche Landeskirche am Dienstag mit. Zudem werde ein Gutachter untersuchen, inwieweit die Beschädigung den Klang verändere.

Bekannt wurde der Schlachtruf während der EM 2016 als Teil des "Viking Claps": Die isländischen Fans feierten ihre Mannschaft mit einem rhythmischen Klatschen, begleitet von " Hú "-Rufen.

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Und er kreierte ein Protest-Hashtag, das sich so ähnlich liest und anhört wie das berühmte #metoo: #mitthú. Auf Deutsch: „Mein Hu“. Oder etwas freier: „Mein Hu gehört mir“.

Ein Facebook-Nutzer schlug Dagsson pragmatisch vor, aus dem Hú ein „Ùhú“ zu machen.

So weit müssen Island-Fans bei der kommenden WM nicht gehen: Hu-Rufe sind (noch) straffrei. Die T-Shirt-Produktion hingegen muss vielleicht bald eingestellt werden. Bis dahin finden sie übrigens reißenden Absatz.   

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