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Sport Kommentar zur Fußball-WM: Für Deutschland steht mehr als der Pokal auf dem Spiel

09:10  14 juni  2018
09:10  14 juni  2018 Quelle:   berliner-zeitung.de

WM-Start: Fan-Liebling Island hat jetzt schon einen Rekord sicher

  WM-Start: Fan-Liebling Island hat jetzt schon einen Rekord sicher WM-Start: Fan-Liebling Island hat jetzt schon einen Rekord sicher Die WM steht kurz vor der Tür, alle Fiebern auf das Turnier in Russland hin. Und obwohl noch keine Minute gespielt ist, ist ein Rekord von der WM 2006 in Deutschland schon gefallen.Damals war Trinidad und Tobago mit 1,3 Millionen Einwohnern der kleinste WM-Teilnehmer aller Zeiten. Diese Marke wurde jetzt aber deutlich unterboten. Der neue Rekordhalter begeisterte schon bei der EM 2016 die Fans aus aller Welt.Das könnte Sie auch interessierenFür Deutschland steht mehr als der Pokal auf dem SpielEs ist Island.

Wettquoten zur Fußball - WM . Die Südamerikaner holten 1958 und 1962 den WM- Pokal . Nicht zu vergessen ist auch, dass zum Artikel Zufall und Kreativität Von der Natur des Spiels . zum Artikel Erinnerungen an WM in Mexiko Fußball - WM -Ball für Russland "Telstar 18" erinnert an Ball von 1970.

Fußball - WM Schachtjor Brasilien. Mit Fred und Taison stehen zwei Fußballer vom Klub in Donezk im WM-Kader der Seleção - drei weitere haben in der Ukraine ihre Karriere forciert. In unserem Ticker finden Sie alle Spiele der Fußball Bundesliga live.

Der WM-Pokal.: dpa © dpa dpa

Als Angela Merkel jüngst zu einem Treffen mit Wladimir Putin nach Sotschi gereist ist, hat der russische Präsident sie mit einem großen Blumenstrauß empfangen. Was für eine ungewöhnliche, charmante Geste unter Politikern. Wenn man die Begleitumstände nicht kennen würde, könnte man von den Bildern auf ein ungetrübtes Verhältnis zwischen den beiden und ihren Ländern schließen. Doch jeder weiß, dass dem nicht so ist. Die Annexion der Krim durch Russland und der unerklärte Krieg in der Ostukraine überlagern die Beziehungen und haben eine Atmosphäre des Kalten Krieges nach Europa zurückgebracht.

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Expertenrunde für die Fußball - WM : Reiner Rechenberger (l.) aus Eppendorf kommentierte früher für MDR-Radio Sachsen die Punktspiele des CFC, Tristan Richter (M.) aus Großwaltersdorf ist Torschützenkönig der Kreisliga der Deutschland ist für ihn der klare Favorit auf den Titel.

Kommentieren. Deutsches WM-Team. Ex-Eintracht-Torwart Kevin Trapp im Höhenflug. Rudi Völler: Gute Laune und ein Ausraster. Mehr über Fußball - WM 2018. Cupverteidiger Eintracht Frankfurt trifft in der 1. Runde des DFB- Pokals auf den Regionalligisten SSV Ulm 1846.

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Da erscheint die am Donnerstag beginnende Fußballweltmeisterschaft wie ein Glücksfall. Denn so sehr das Turnier von manchen politisch instrumentalisiert werden mag, es bringt doch für vier Wochen eine neue Dimension in die Verhältnisse mit Russland. Es erlaubt einen anderen, vielleicht entspannteren Blick auf dieses große, widersprüchliche Land, das auf so besondere Weise mit Deutschland verbunden ist.

Es ist interessant, dass seit Konrad Adenauers Zeiten mit seiner legendären Reise zu Nikita Chruschtschow 1955, die zur Heimkehr aller deutschen Kriegsgefangenen führte, fast jeder Bundeskanzler sehr spezielle Beziehungen mit seinen jeweiligen Partnern oder Gegenspielern in Moskau gepflegt hat. Willy Brandt und Leonid Breschnew entdeckten sich als Seelenverwandte und leiteten eine lange Phase der Entspannung ein. Helmut Kohl und Michail Gorbatschow fassten so viel Vertrauen zueinander, dass sie den friedlichen Weg zur deutschen Einheit ebnen konnten.

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Sein Kommentar zur Fußball - WM machte Johnson nach der Stellungnahme des britischen Labour-Abgeordneten Ian Austin, der sagte, dass ihn die Fußball - WM in Russland 2018 an die Olympischen Spiele von 1936 in Nazi- Deutschland erinnere.

Die Fußball - WM in Russland dürfte die Herzen vieler Fans höher schlagen lassen. Insgesamt 32 Mannschaften aus aller Welt werden von Mitte Juni bis Mitte Juli versuchen, zunächst die Vorrunde zu überstehen und dann möglichst viele Spiele in der K.O.-Runde zu gewinnen.

Das Gegenteil ist angebracht

Gerhard Schröder und Wladimir Putin wurden über ihre politischen Kontakte sogar zu persönlichen Freunden. Und auch Angela Merkel pflegt bei aller Distanz letztlich doch einen vertrauensvollen Dialog mit Putin, als einzige westliche Regierungschefin. Sie sind mittlerweile die am längsten amtierenden politischen Führer Europas und wissen einander sehr genau einzuschätzen.

Als Anne Will die Kanzlerin am vergangenen Sonntag in ihrem Interview fragte, ob sie anlässlich der Fußball-WM nach Russland fahren werde, lautete die Antwort: „Kann gut sein.“ Es komme nur drauf an, dass ihre sonstigen zahlreichen Verpflichtungen dies zuließen. Prinzipiell sage sie jedoch „ein klares Ja“. Das war zugleich ein klares Nein zu den von der britischen Premierministerin Theresa May ausgehenden Bemühungen, „Putins Weltmeisterschaft“, wie sie im Westen gern abwertend genannt wird, politisch zu boykottieren.

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Sein Freund Paul Schrade steht neben ihm, als die Schüsse fallen. Champions League. Formel 1. DFB- Pokal . 2. Liga. TSV 1860 München. Kommentar von Johannes Aumüller. Leserdiskussion Sollte Deutschland die Fußball - WM in Russland boykottieren?

Denn die stehen inzwischen ernsthaft auf dem Spiel . Nicht nur ein WM -Titel. Fußball Grindel über Gündogan und Özil. „Beide haben das Recht, von Deutschland unterstützt zu werden“. Kommentare werden geladen.

Doch das Gegenteil ist angebracht. Es ist klug, einerseits dem Fußball seinen Lauf und vielen Millionen Anhängern in aller Welt ihren Spaß daran zu lassen. Und anderseits die Gelegenheit zu politischen Gesprächen am Rande der Spiele zu nutzen, die offenere Atmosphäre, die solche Anlässe bieten. Die krisenhafte Zuspitzung in vielen Teilen der Welt und auch der Verlust gewohnter Gesprächsstrukturen erzwingen das geradezu. US-Präsident Donald Trump wird jedenfalls nicht stören, die Mannschaft seines Landes hat sich für die WM nicht qualifiziert.

Putin, Trump und der Weltfriede

Mit ihrer Hinwendung zu Russland folgten die Kanzler einem offenbar tief im Herzen vieler Deutscher verankerten Bedürfnis nach Freundschaft mit den Russen. Das reicht weit zurück, doch war die Erfahrung des Zweiten Weltkrieges, in dem Millionen deutscher Soldaten erleben mussten, welches Grauen ihre Armee über die Völker der Sowjetunion gebracht hat, noch einmal neu prägend. Heute gibt es ein weit verbreitetes Unbehagen über den oft feindseligen Umgang mit Russland. Das ist ein Hinweis darauf, wie stark die Sympathien für den einstigen Gegner gewachsen sind; obwohl er nach dem Krieg im Westen als Reich des Bösen politisch bekämpft wurde und die Geschicke der Deutschen in der DDR noch lange fest im Griff hatte.

Gerade die Ostdeutschen aber haben womöglich nach Jahrzehnten verordneter Russenfreundschaft ein feineres Gespür dafür, wenn nun das Gegenteil angesagt ist. Neuere Umfragen, auch unter dem Eindruck der Entwicklungen in den USA, zeigen jedenfalls erstaunliche Werte: 94 Prozent der Deutschen halten gute Beziehungen zu Russland für wichtig, 83 Prozent haben keine Angst vor der Großmacht im Osten. Nur 13 Prozent finden, dass Putin den Weltfrieden gefährde – im Unterschied zu Donald Trump, von dem das 79 Prozent glauben.

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