Sport Gaviria fängt Sagan und Greipel ab

09:10  11 juli  2018
09:10  11 juli  2018 Quelle:   kicker.de

Tour 2018: Groenewegen gewinnt siebte Etappe - Degenkolb Sechster

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Greipel schlug vor Ärger auf den Lenker. Mehr als Platz drei hinter dem Tour-Novizen Gaviria und dem dreimaligen Weltmeister Peter Sagan war nicht drin.

Degenkolbs Team legte also Protest ein, mit wenig Aussicht auf Erfolg freilich, denn auch Greipel befand es als "normale Rennsituation". Sagan , der auch von einem Sturz einiger Mitfavoriten um den Vortagessieger Fernando Gaviria gut zwei Kilometer vor dem Ziel profitierte, wirkte nach dem

Zentimeterentscheidung: Fernando Gaviria (rechts) lag im Sprint knapp vorne. © imago Zentimeterentscheidung: Fernando Gaviria (rechts) lag im Sprint knapp vorne.

André Greipel trat mit letzter Kraft in die Pedale, dann schlug er vor Ärger auf den Lenker. Alle Mühe war wieder umsonst. Fernando Gaviria ist der neue Sprintkönig der Tour de France, gegen den Kolumbianer sind die deutschen Sprintasse derzeit ohne Chance. Der vollbärtige Kolumbianer holte sich am Dienstag seinen zweiten Etappensieg bei der 105. Tour de France und verwies den dreimaligen Weltmeister Peter Sagan und Greipel auf die Plätze.

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Degenkolbs Team legte also Protest ein, mit wenig Aussicht auf Erfolg freilich, denn auch Greipel befand es als "normale Rennsituation". Sagan , der auch von einem Sturz einiger Mitfavoriten um den Vortagessieger Fernando Gaviria gut zwei Kilometer vor dem Ziel profitierte, wirkte nach dem

Tour de France und verwies den dreimaligen Weltmeister Peter Sagan und Greipel auf die Plätze. Es ist sicher keine Schande, gegen Gaviria zu verlieren", sagte Greipel . Gaviria freute sich über seinen zweiten Streich: "Das war ein sehr schwieriger Sieg.

Auch der in Frankreich als "Le Kaiser" verehrte Marcel Kittel sprintete vergeblich um den Tagessieg. Der Thüringer, der im vergangenen Jahr noch fünfmal triumphierte, musste sich auf der vierten Etappe nach 195 Kilometern in Sarzeau mit Rang fünf begnügen. Auffällig auch diesmal: die Abstimmung in seinem Katusha-Alpecin-Team läuft weiter alles andere als optimal. Olympiasieger Greg Van Avermaet aus Belgien verteidigte sein Gelbes Trikot erfolgreich. "Mit der Brechstange geht es nicht, ich war 600 Meter vor dem Ziel eingebaut", haderte Kittel.

Besser postiert war Greipel. Vier Meter vor dem Ziel sah der gebürtige Rostocker wie der Sieger aus. Dann kam aber noch der unwiderstehliche Tour-Neuling Gaviria und mit einem Tigersprung auch Sagan. Der 35 Jahre alte Greipel kämpft bei seinem Lotto-Soudal-Rennstall um eine Vertragverlängerung - dem Vernehmen nach ist der dreimalige deutsche Meister für die nächste Saison schon woanders untergekommen.

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2. Etappe: Mouilleron-Saint-Germain - La Roche-sur-Yon (182,5 km). Sagan sprintet ins Gelbe Trikot - Greipel Vierter. Gesamtwertung Einzel, Stand nach der 2. Etappe: 1. Peter Sagan (Slowakei) -Bora-hansgrohe 8:29:53 Std.; 2. Fernando Gaviria Rendon (Kolumbien) -Quick-Step + 6 Sek.

"Ich habe nichts falsch gemacht - die Jury muss entscheiden", sagte Sagan und fügte sarkastisch hinzu: "Sie können mich ja wieder rausschmeißen". André Greipel beendete die Etappe als Vierter.

Greipel: "Es ist sicher keine Schande, gegen Gaviria zu verlieren"
Nach der Zieldurchfahrt hatte sich der gebürtige Rostocker, der wegen seiner Kräfte auch "Gorilla" genannt wird, schnell wieder beruhigt. "Ich bin einen guten Sprint gefahren. Es ist sicher keine Schande, gegen Gaviria zu verlieren", sagte Greipel.

Gaviria freute sich über seinen zweiten Streich: "Das war ein sehr schwieriger Sieg. Wir hatten nicht so viel Hilfe, um die Ausreißer zu kontrollieren. Die Mannschaft musste hart arbeiten. Wir wissen, dass Sagan der beste Fahrer im Peloton ist. Er hat ein sehr starkes Level."

Passend zum WM-Halbfinale bildeten jeweils zwei Belgier und zwei Franzosen die Ausreißergruppe des Tages. Aber das Quartett wurde - wohl dosiert - erst 1200 Meter vor dem Ziel gestellt.

Brailsford vs. Lappartient: "Er hat Öl ins Feuer gegossen"
Erstmals in der Tour-Geschichte war Sarzeau Etappenort. Der Bezug zum Radsport war für das 10.000 Einwohner große Städtchen vielleicht bei der Bewerbung nicht hinderlich: Weltverbands-Präsident David Lappartient ist Bürgermeister der bretonischen Gemeinde. Sky-Teamchef Sir Dave Brailsford ist auf den Funktionär nicht gut zu sprechen.

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Hinter dem Tour-Neuling kamen Weltmeister Peter Sagan (Slowakei/Bora-hansgrohe) und der deutsche Sprinter Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) ins Ziel. André Greipel (Lotto-Soudal) war chancenlos.

Eigentlich gehörte es Gaviria , aber der trug Gelb. Der 30 Jahre alte Sonnyboy aus Arnstadt, mit 14 Siegen erfolgreichster deutscher Radprofi in der Tour-Geschichte nach Diesen Inhalt per E-Mail versenden. Greipel Vierter. Sagan gewinnt 2. Etappe - Degenkolb-Team protestiert. Empfänger.

Der Brite wirft ihm in der Salbutamol-Affäre Parteinahme gegen Chris Froome vor und gab Lappartient Mitschuld an der aufgeheizten Stimmung unter den Fans gegen den Seriensieger, der unmittelbar vor dem Tourstart vom Dopingverdacht freigesprochen worden war. "Er hat Öl ins Feuer gegossen", sagte Brailsford englischen Medien.

"Lappartient muss sich entscheiden, will er Chef eines internationalen Sportverbandes oder Bürgermeister einer Kleinstadt sein. Der Blick durch die 'französische Brille' reicht nicht. Er muss unparteiisch sein", bemängelte Brailsford. Er möchte die Diskussion "nicht personalisieren", antwortete Lappartient in der "L'Équipe".

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105. Tour de France gestartet .
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