Welt & Politik Israels Armee warnt vor flirtenden Hamas-Hackern

12:10  12 januar  2017
12:10  12 januar  2017 Quelle:   dw.com

Gewalt gegen Journalisten und Demonstranten im Gazastreifen

  Gewalt gegen Journalisten und Demonstranten im Gazastreifen Die Hamas will Infrastrukturprobleme im Gazastreifen offenbar unter allen Umständen unter Verschluss halten. Anders ist das rüde Vorgehen von Sicherheitskräften bei einer Demo gegen Stromausfälle nicht zu erklären. © picture-alliance/AP Photo/K. Hamra Hamas-Sicherheitskräfte und Polizisten haben im Gazastreifen zwei Journalisten von internationalen Nachrichtenagenturen bedroht und angegriffen. Die Journalisten hätten über eine Demonstration gegen die Energieknappheit in dem Küstenstreifen berichtet, wie die Vereinigung der Auslandspresse in Tel Aviv mitteilte.

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Mitglieder der radikal-islamischen Hamas haben nach Angaben der israelischen Armee dutzende Smartphones von Soldaten gehackt. Dazu hatten sie falsche Identitäten verwendet - offenbar mit großem Geschick.

Israelischer Soldat im Westjordanland mit einem Smartphone © picture-alliance/AP Photo/N. Shiyoukhi Israelischer Soldat im Westjordanland mit einem Smartphone

Die israelische Armee hat Soldaten und Reservisten des Landes vor Kontaktversuchen in sozialen Medien gewarnt, die von der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas stammen. Dazu gäben sich Hacker zum Teil als junge Frauen aus, die auf der Suche nach Facebook-Freunden sind. Hamas-Kämpfer hätten dafür Profile geschaffen, für die sie die Fotos und persönliche Informationen von ahnungslosen Bürgern gekapert hätten, meldet die Armee auf ihrem Internetblog.

Irakische Armee erreicht zweite Tigris-Brücke in Mossul

  Irakische Armee erreicht zweite Tigris-Brücke in Mossul Eine Spezialeinheit der irakischen Armee ist nach Militärangaben im Kampf gegen die Islamisten-Miliz IS in Mossul am Ostufer des Tigris auf die zweite Brücke vorgerückt. Sie führe ihren Angriff von Süden aus, während andere Einheiten weiter nördlich versuchten, das Gelände der Universität einzunehmen, teilte die Armee am Freitag mit.Die Kämpfe finden derzeit vor allem im östlichen Teil Mossuls statt. Die Stadt wird durch den Tigris geteilt. Der Westteil ist noch völlig unter Kontrolle des Islamischen Staats (IS). Insgesamt fünf Brücken verbinden die beiden Stadtteile. Sie sind allerdings weitgehend zerstört.

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Die Hacker versuchten dann, die Soldaten dazu zu bewegen, Schadsoftware auf ihre Geräte zu laden - getarnt etwa als Chat-Anwendungen. Damit könnten dann zum Beispiel Kamera und Mikrofon von Smartphones ferngesteuert werden.

Aus dem Militärgeheimdienst hieß es, es sei eine Kampagne gestartet worden, um solche Cyberangriffe abzuwehren. Diese könnten "potenziell eine Bedrohung für die Sicherheit des Staates Israel darstellen".

"Der Feind kennt die Sprache der Jugend", hieß es weiter. Es sei ihm gelungen, auf den Handys der Soldaten Viren zu installieren und so die Kontrolle über die Geräte zu erlangen. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt", die über die Cyberangriffe berichtet, konnten die Hamas-Hacker so Soldaten und ihre Einheiten mit Hilfe des eingebauten GPS orten und sämtliche Kontakte, SMS-Nachrichten und Bilder der betroffenen Handys herunterladen.

Außerdem hätten sich die Hamas-Hacker in Hunderte von Facebookgruppen eingeschmuggelt, um an Informationen heranzukommen, hieß es weiter aus Geheimdienstkreisen. Im Zuge der israelischen Aufklärungskampagne würden die "falschen Profile der Hamas" verbreitet und vor ihnen gewarnt. Außerdem werde es für Soldaten in sozialen Netzwerken "striktere Regeln" geben.

Zur Frage, warum die Armee annimmt, dass hinter den Angriffen die im Gazastreifen regierende Hamas steckt, gab es zunächst keine Angaben. Die Palästinenserorganisation wollte ihrerseits keinen Kommentar abgeben. Israel hat zwischen 2008 und 2014 drei Kriege im Gazastreifen geführt.

stu/fab (afp, dpa)

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