Welt & Politik FEATURE-"Verlierer der Globalisierung" - Front National gewinnt in Randgebieten

16:50  11 april  2017
16:50  11 april  2017 Quelle:   Reuters

Wahlkampf in heißer Phase - Viele Franzosen unentschlossen

  Wahlkampf in heißer Phase - Viele Franzosen unentschlossen Drei Wochen vor Beginn der Präsidentenwahl in Frankreich gewinnt der Schlagabtausch der Kandidaten an Schärfe. Der unabhängige Favorit Emmanuel Macron sagte seiner Hauptrivalin Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National den Kampf an. Er wolle ihre Partei im hohen Bogen aus dem Wahlkampf und dem Land werfen, sagte der 39-Jährige in Marseille. Le Pens Gegenangriff dürfte schon am Sonntag bei einem Auftritt in Bordeaux folgen. In Umfragen liefern sich Macron und Le Pen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch für 38 Prozent der Franzosen steht noch gar nicht fest, wo sie ihr Kreuz machen werden.

FEATURE -" Verlierer der Globalisierung " - Zur Front National in Randgebieten . Apartment buildings and train tracks are seen from a window of a RER D (suburban rapid transit) train between

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- von Ingrid Melander und Johnny Cotton

Wenn man mit dem Zug 90 Minuten aus Paris herausfährt, gelangt man nicht nur räumlich in eine andere Welt.

Auch politisch ist der Graben zwischen dem Zentrum und den ländlichen Gebieten in Frankreich groß. Je weiter man sich von Paris entfernt, desto größer ist die Unterstützung für den Front National, die rechtsextreme Partei, die mit ihrer Vorsitzenden Marine Le Pen bei den Präsidentschaftswahlen antritt. Das belegt die jüngste Regionalwahl und das zeigen auch Umfragen unter den Menschen, die an der Vorort-Bahnlinie "RER D" wohnen, die Paris von Norden nach Süden durchquert und bis in 80 Kilometer entfernte Dörfer im Umland führt.

Le Pen erneut im Visier der französischen Justiz

  Le Pen erneut im Visier der französischen Justiz Knapp drei Wochen vor der französischen Präsidentschaftswahl gerät die rechtspopulistische Kandidatin Marine Le Pen erneut in Erklärungsnot. Die Staatsanwaltschaft im nordfranzösischen Lille hat vorläufige Ermittlungen wegen des Vorwurfs der illegalen Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern eröffnet, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen erfuhr. Über den Fall berichtet auch die Satire- und Investigativzeitung "Le Canard Enchaîné" in ihrer aktuellen Ausgabe.Zwischen 2010 und 2015 soll Le Pen Vertraute demnach zum Schein als Mitarbeiter ihrer Partei Front National in der Regierung der Region Nord-Pas-de-Calais ausgegeben haben.

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"Es ist eine Spaltung zwischen den Gewinnern und Verlierern der Globalisierung", erklärt Jerome Fourquet vom französischen Meinungsforschungsinstitut Ifop. "In den Außenbezirken, den wirtschaftlich heruntergekommenen ehemaligen Industriegebieten und den ländlichen Enklaven fühlen sich die Menschen im Stich gelassen, isoliert."

Die "Verlierer der Globalisierung" leben zum Beispiel in Villeneuve-Saint-Georges. Der Pariser Vorort ist von Betonbauten und der Autobahn geprägt, die Arbeitslosenquote liegt 50 Prozent über dem nationalen Durchschnitt. Die 43-jährige Isabelle Cauchard wohnt hier mit ihren acht Kindern und sagt: "Politiker kommen niemals hier her. Nein ... wir zählen gar nicht."

Dieses Gefühl trügt, denn bei der Präsidentschaftswahl im April und Mai werden die Stimmen der Menschen in den Vorstädten und ländlichen Gegenden den Ausschlag geben: Weniger als ein Drittel der Wähler lebt in den großen Stadtzentren. Demgegenüber steht die Mehrheit der Wähler aus den Vorstädten (ein Drittel), den ländlichen Gebieten (ein Viertel) und den mittelgroßen Städten (ein Zehntel). Bei diesen Gruppen ist die Unterstützung für Le Pen und den Front National groß. Bei den Regionalwahlen im Jahr 2015 stimmten 30 Prozent der Wähler, die in einem Radius von 20 bis 30 Kilometern um Paris herum wohnen, für die rechtsextreme Partei. Geht man noch weiter, in einen 70 bis 80 Kilometer Radius, wählten ihn sogar 39 Prozent, wie das Ifop-Institut bekanntgab.

Echo 2017: Andrea Berg und Udo Lindenberg sahnen ab

  Echo 2017: Andrea Berg und Udo Lindenberg sahnen ab Die Trophäen sind vergeben: Andrea Berg, die Beginner und Udo Lindenberg zählen zu den großen Gewinnern der Echo-Verleihung 2017.Von wem stammt der "Hit des Jahres"?

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"Er wurde dämonisiert, geächtet, aber ich denke nicht, dass der FN eine schlechte Partei ist", sagt der 30-jährige IT-Techniker Lucien Ngando aus Villeneuve Saint-Georges, während er an der Bahnstation des Ortes auf den Zug nach Paris wartet. "Wir sollten ihm eine Chance geben, die Dinge in Frankreich zu ändern." Ngando sagt, er ärgere sich besonders über die Voreingenommenheit der Medien, die den Zentristen Emmanuel Macron bevorzugten.

Ein weiterer Faktor für die hohen Zustimmungswerte für den FN könnte auch die Präsenz seiner Kandidatin in Vororten und Dörfern sein. Ngando etwa sagt, dass Le Pen aber auch der linke Kandidat Jean-Luc Melenchon mehr Zeit ihres Wahlkampfs außerhalb der Pariser Innenstadt verbrachten, als andere Bewerber wie Macron oder der Konservative Francois Fillon.

"42 PROZENT FÜR DEN FRONT NATIONAL"

Wenn man noch weiter ins Pariser Umland geht, ist auch hier die Zustimmung für den Front National groß. Im Städtchen Malesherbes etwa, das idyllisch 75 Kilometer von Paris zwischen Feldern und Wäldern liegt, erreichte der FN bei den Regionalwahlen 42 Prozent.

Max Giesinger: "Ich kann über das Video lachen"

  Max Giesinger: Max Giesinger (28) zeigte sich beim gestrigen ECHO sichtlich entspannt. Der Musiker ('80 Millionen') musste harte Kritik von Moderator Jan Böhmermann (36) einstecken, der ihm vorwarf, er würde nur weichgespülte Popmusik aus der Konserve machen. In seinem 'Neo Magazin Royale' analysierte der Satiriker in der Kategorie 'Eier aus Stahl' die deutsche Musikszene und den ECHO - klar, dass da keiner gut wegkam. Als spezielle Aktion ließ Böhmermann einen Popsong von Affen schreiben und drehte ein besonders plattes Musikvideo dazu. Das Ziel: der ECHO 2018. Beim diesjährigen ECHO [6. April] äußerte sich Max Giesinger zur Kritik von Böhmermann. Dem 'Express' zeigte er sich dabei locker und lustig: "Ich kann über das Video lachen. Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand über mich lustig macht!" Etwas unreifer reagierte 'Tote Hosen'-Frontmann Campino (54, 'Tage wie diese'). Der betitelte Böhmermann auf der Bühne beim ECHO als Ar***loch. Auch wenn Max Giesinger gestern in der Kategorie 'Künstler Pop national' nominiert war, musste er mit leeren Händen nach Hause gehen. Keinen Trost zum Böhmermann-Rant. Stattdessen ging die Trophäe an Udo Lindenberg.

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Le Pen verstehe die Probleme der ländlichen Gebiete besser als andere, erklärt die 33-jährige Olivia Berthaut aus Malesherbes. Sie meint damit etwa Schwierigkeiten, auf dem Land einen Arzttermin zu bekommen, langsames Internet oder Pläne, die "RER D"-Zugverbindung nach Paris einzustellen. Berthaut ist arbeitslos und zog wegen der niedrigeren Lebenshaltungskosten nach Malesherbes. Bisher hat sie immer für Mitte-Rechts-Kandidaten gestimmt. Jetzt sagt sie, dass die einzige Wahlalternative außer Le Pen ein leerer Umschlag in der Wahlurne sei.

  FEATURE- © REUTERS/Gonzalo Fuentes

Le Pen hat den Kampf für "einfache Arbeiter" gegen "Globalisten" zu ihrem Hauptwahlkampfthema gemacht. Sie stellt sich dabei als deren Schild gegen Finanzmärkte und europäische Gesetzgeber dar. Diese Versprechen haben auch den 37-jährigen Schulsozialarbeiter Frantz Chipan überzeugt. Früher wählte er wie Berthaut Mitte-Rechts, jetzt ist er Anhänger von Le Pen. "Ich bin 'Marine'", sagt er, während er an der Bahnstation in Malesherbes aussteigt. "Ich kann mich mit ihrem Denken identifizieren. Mit dem, was sie sagt, fühle ich mich sicherer."

Echo 2017: Das sind die Gewinner

  Echo 2017: Das sind die Gewinner In Berlin fand die 26. Echo-Verleihung statt. Wir haben die Gala für euch verfolgt. Hier sind die Gewinner. Die Echo-Preisverleihung 2017 ist vorüber. Zu den Abräumern des Abends gehören Udo Lindenberg (70, Künstler Pop national und Album des Jahres) und der Brite Rag'n'Bone Man (32), der zum Newcomer International und Künstler International gekrönt wurde. Ebenfalls Doppel-Gewinner sind die Jungs von AnnenMayKantereit. Sie gewannen in den Kategorien Newcomer National und Band Pop National. Andrea Berg (51) gewann die Schlager-Kategorie.Marius Müller-Westernhagen (68) wurde für sein Lebenswerk geehrt.

Seelund

Guy Stands In Front Of A Canvas Singing The National

Auch FN-Politiker selbst haben den Unterschied zwischen Stadt und Land bei ihren Wählern bemerkt. "Auf vielen Pariser Straßenmärkten werden wir nicht sehr herzlich begrüßt", sagt Wallerand de Saint-Just, Chef des Front National für den Großraum Paris. "Aber in ländlichen Orten heißen sie uns mit offenen Armen willkommen."

Nimmt man wieder den Zug zurück ins Pariser Stadtzentrum, sinken die Zustimmungswerte für den FN. Nur zehn Prozent wählten ihn hier 2015. Am Gare de Lyon steigt der 32-jährige Produktionsleiter Victor Leclere gerade in den Zug. Er sagt, dass er sich in seinem multikulturellen Viertel im Herzen der Hauptstadt wohlfühle. Besonders für die Anti-Immigrationspolitik des Front National hat er kein Verständnis. "Wir sind daran gewöhnt, alle zusammen zu leben", sagt Leclere, der bisher die Sozialisten gewählt hat. "Ich denke, es ist Besorgnis erregend, welches Bild der Front National zeichnet. Als wenn Frankreich nicht schon längst ein multikulturelles Land wäre."

(Geschrieben von Stefanie Eimermacher, redigiert von Scot W. Stevenson)

Wahlkampf in Frankreich - Le Pen verspricht "nationalen Aufstand" - Proteste in Marseille .
In ihrer letzten Rede vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich hat Marine Le Pen in Marseille einen "nationalen Aufstand" versprochen. Gegner der Front National lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Falls sie zur Präsidentin Frankreichs gewählt werde, so die Kandidatin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, werde es einen "nationalen Aufstand" geben. Dieser müsse friedlich und demokratisch ablaufen, damit das Land seine Bürger zurückbekomme, sagte sie am Mittwoch bei ihrer letzten Wahlkampfrede in der Hafenstadt Marseille. Das "Gift" der radikalen Islamisten müsse "ausgerottet" werden, sagte sie.

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