Welt & Politik Nach Prügelattacke - Regierungskritischer Journalist in St. Petersburg gestorben

13:25  20 april  2017
13:25  20 april  2017 Quelle:   RP ONLINE

Nach Petersburger Anschlag fordert Inlandsgeheimdienst schärfere Grenzkontrollen

  Nach Petersburger Anschlag fordert Inlandsgeheimdienst schärfere Grenzkontrollen Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach dem U-Bahn-Anschlag in St. Petersburg striktere Grenzkontrollen für Menschen aus Zentralasien gefordert. Alle acht in Untersuchungshaft sitzenden Terrorverdächtigen stammten aus dieser Region, sagte der am Dienstag von russischen Agenturen zitierte FSB-Chef Alexander Bortnikow. Während einer Sitzung des von ihm geleiteten Nationalen Antiterror-Komitees (NAK) sprach er sich für "zusätzliche Maßnahmen" zur Kontrolle derjenigen aus, bei denen Hinweise auf Beteiligung an terroristischen Aktivitäten vorlägen. Die Grenzpolizei untersteht dem FSB.

Rundschau für Klardenker und Freidenker by .

Ein Fehler ist aufgetreten. Dieser Dienst ist momentan nicht erreichbar. Wir werden den Fehler so schnell wie möglich beheben. Bitte versuchen Sie es in wenigen Minuten noch einmal.

Sechs Wochen nach einer Prügelattacke ist der russische Reporter Nikolai Andruschtschenko gestorben. Der 73-Jährige Reporter erlag örtlichen Medien zufolge im Krankenhaus seinen Verletzungen. 

Andruschtschenko, der für die St. Petersburger Lokalzeitung "Nowy Peterburg" arbeitete, war am 9. März auf dem Weg zu einem Termin von Unbekannten überfallen und zusammengeschlagen worden. Seine Kopfverletzungen waren so schwer, dass er über Wochen im künstlichen Koma lag, wie das Petersburger Online-Portal fontanka.ru berichtete.

Nikolai Andruschtschenko, hier im Oktober 2016 in St. Petersburg, galt als Putin-Gegner. © ap, IS Nikolai Andruschtschenko, hier im Oktober 2016 in St. Petersburg, galt als Putin-Gegner.

Der Chefredakteur von "Nowy Peterburg", Denis Uslow, wertete den Überfall auf Andruschtschenko als Angriff auf die kritische Berichterstattung seiner Zeitung. Andruschtschenko schrieb unter anderem über Kriminalität über Menschenrechte und galt als Gegner von Staatschef Wladimir Putin.

Er wurde aber auch kritisiert: Die Boulevardzeitung "Komsomolskaja Prawda" beschrieb seine Arbeit als tendenziös, Behördenvertreter hätten ihm zudem Verleumdung vorgeworfen. 

Türkei lässt italienischen Journalisten wieder frei .
Zwei Wochen lang saß der italienische Journalist Gabriele Del Grande in der Türkei in Haft. Die italienische Regierung setzte sich für seine Freilassung ein - mit Erfolg. © Getty Images/AFP/T. Fabi Gabriele Del Grande landete am Vormittag im italienischen Bologna. Er wurde von Außenminister Angelino Alfano in Empfang genommen. Alfano twitterte ein Foto von sich und del Grande mit den Worten: "Wirklich. Hier in #Bologna".Sowohl das italienische Außenministerium als auch der aus Italien stammende EU-Parlamentspräsident Atonio Tajanis hatten sich für die Freilassung des Journalisten eingesetzt.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke
Das ist interessant!