Welt & Politik Mission Mint - Merkel setzt Frauen auf G20-Agenda

13:55  27 april  2017
13:55  27 april  2017 Quelle:   Reuters

Hannover Messe: Industrie 4.0 ist Wachstumstreiber

  Hannover Messe: Industrie 4.0 ist Wachstumstreiber Die Digitalisierung der Industrie bringt Deutschland nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten enorme Chancen. Auf der Hannover Messe wird aber auch auf noch bestehende Defizite verwiesen - und vor Ängsten gewarnt. Nach Einschätzung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) wird sich die sogenannte Industrie 4.0 positiv auf Deutschland als Produktionsstandort auswirken. Digitale Technologien seien kein Jobkiller, sagte VDI-Direktor Ralph Appel am Montag auf der Industrieschau. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sagt für 2017 die Schaffung von 500 000 neuen Arbeitsplätzen voraus.

Aber je länger Merkel regiert, desto stärker betont die sie das Thema, organisiert mittlerweile Frauenkonferenzen im Kanzleramt und nutzt die G 20 -Präsidentschaft, um ihren männlichen Kollegen weltweit die Förderung von Frauen ganz oben auf die Agenda zu setzen .

Texas Funeral: Warum Frauen Männern die Ohren abschneiden.

- von Andreas Rinke

Es gibt Themen, bei denen Angela Merkel keinen Spaß versteht: Am Dienstag und Mittwoch zeigt sie, dass eines davon die Förderung von Frauen und Mädchen ist.

Gleich dreimal tritt sie bei der W20-Frauenkonferenz in Berlin auf. Am Mittwochmorgen empfängt sie im Kanzleramt Mädchen zum Girls' Day. Und auch wenn die Stimmung unter den Teilnehmerinnen gut ist - Merkels Botschaft ist hart: "Ich sage voraus: Der gesellschaftliche Fortschritt in Ländern ist umso besser, je mehr wir Mädchen und Frauen in diesen Entwicklungsprozess mit hineinnehmen." Sie werde das Thema deshalb zu einem wichtigen Bestandteil in der deutschen G20-Präsidentschaft machen - auch gegen Widerstand.

Schwesig: In keinem Land der Welt gibt es echte Gleichberechtigung

  Schwesig: In keinem Land der Welt gibt es echte Gleichberechtigung Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat vor der Podiumsdiskussion zu Frauen in der Arbeitswelt mehr Anstrengungen zum Erreichen der Gleichberechtigung gefordert. "Fakt ist, dass es in keinem einzigen Land der Welt echte Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern gibt", sagte Schwesig am Dienstag im NDR. Auch in Deutschland sieht die für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zuständige Ministerin Nachholbedarf. "Wir haben hier immer noch eine Lohnlücke von 21 Prozent zwischen Frauen und Männern und zu wenig Frauen in Führungspositionen", sagte Schwesig.

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Nun ist das Thema Gleichberechtigung für die 62-Jährige nichts Neues. Immerhin war die Physikerin nach der Wende zunächst Frauenministerin. Schon bevor Merkel zur Kanzlerin gewählt wurde, steckte sie sich 2005 öffentlich ein wichtiges Ziel: "Wenn ich eines Tages auf mein politisches Leben zurückblicke, möchte ich da nicht lesen: selber Karriere gemacht, aber für andere Frauen nichts getan." Das führte Merkel in der Folgezeit in heftige Debatten gerade mit Grünen und SPD, die der CDU-Chefin oft Rückständigkeit vorwarfen. Aber je länger Merkel regiert, desto stärker betont die sie das Thema, organisiert mittlerweile Frauenkonferenzen im Kanzleramt und nutzt die G20-Präsidentschaft, um ihren männlichen Kollegen weltweit die Förderung von Frauen ganz oben auf die Agenda zu setzen.

Abschluss des Welt-Frauengipfels in Berlin

  Abschluss des Welt-Frauengipfels in Berlin Zum Abschluss des sogenannten W20-Gipfels in Berlin nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel heute an einer Podiumsdiskussion über die Gleichberechtigung der Geschlechter teil. Das zweitägige internationale Treffen hat das Ziel, die wirtschaftliche Lage von Frauen zu verbessern, ihnen mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen und ihre Rolle als Unternehmerinnen zu stärken.Der «Women20 Summit» wird im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft ausgerichtet. Gestern nahmen daran neben Merkel auch Ivanka Trump, die Tochter des US-Präsidenten, und die niederländische Königin Máxima teil.

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MERKEL ALS GETRIEBENE

  Mission Mint - Merkel setzt Frauen auf G20-Agenda © REUTERS/Fabrizio Bensch

Dabei wirkt Merkel nach fast zwölf Jahren Amtszeit teilweise wie eine Getriebene. Am Dienstag wischt die einstige Gegnerin der Frauenquote in Aufsichtsräten Kritik mit der Bemerkung beiseite, sie könne nicht noch weitere 50 Jahre auf Versprechen deutscher Unternehmen warten - und räumt ein, dass sie hier umgedacht habe. Am Mittwoch ist Merkel sichtlich unzufrieden, als sie erzählt, dass auch im Wintersemester 2016/17 wieder nur knapp 25 Prozent der Studienanfänger in Ingenieurswissenschaften an deutschen Hochschulen weiblich waren - obwohl sich die Industrienation Deutschland schon aus demografischen Gründen diese Kluft ihrer Meinung nach gar nicht mehr leisten kann. Deshalb wirbt sie bei Mädchen und jungen Frauen unablässig für die sogenannten Mint-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Vor Absturz auf den Planeten - Raumsonde "Cassini" soll durch Saturn-Ringe tauchen

  Vor Absturz auf den Planeten - Raumsonde <img data-document-id="cms/api/amp/image/BBAnq4i" data-reference="image">Vor 20 Jahren ist die Raumsonde "Cassini" ins All gestartet. Jetzt steht jetzt das große Finale ihrer Mission bevor: 22 mal soll die Nasa-Sonde zwischen dem Saturn und seinen Ringen durchfliegen, bevor sie sich in den Planeten stürzt. Forscher sind gespannt. Es geht auf das Ende von "Cassini" zu, doch dieses Ende soll spektakulär werden: Mit einem "großen Finale" soll die Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa ab dem 26. April 22 Mal zwischen dem Saturn und seinen Ringen durchfliegen.

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Dabei sieht Merkel ihre eigene Person zugleich immer stärker als Modell - und stellt sich gezielt mit Mädchen und Frauen für Fotos zur Verfügung. Denn zusammen mit IWF-Chefin Christine Lagarde oder auch der US-Präsidententochter Ivanka Trump ist sie sich einig, dass sich das Verhalten von Mädchen nur dann ändere, wenn diese Vorbilder hätten. Und nachdem Merkel jahrelang gegen Männernetzwerke kämpfen musste, macht sie jetzt keinen Hehl aus einer der Botschaft: Frauen der Welt, vernetzt euch. Die Teilnehmer der Konferenz fordert sie ausdrücklich auf, nun ihrerseits auf die anderen G20-Regierungen Druck zu machen.

"Allerdings kann ich keine Gesamtrevolution im System von Ländern auslösen", wiegelt Merkel gleichzeitig Forderungen der Frauenkonferenz ab, sie solle die Gleichberechtigung in so unterschiedlichen Staaten wie Saudi-Arabien, Russland oder Brasilien durchsetzen. Die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland hatte schon am Vortag gewarnt, dass die Entwicklung in einigen Ländern wieder in eine andere Richtung gehe, man also kämpfen müsse. Denn in vielen autoritären, nationalistischen oder religiösen Strömungen werde wieder ein traditionelles Frauenbild verbreitet.

NASA erforscht mit Super-Ballon Partikel aus dem Weltall

  NASA erforscht mit Super-Ballon Partikel aus dem Weltall Beim achten Versuch hat es endlich geklappt: Ein Forschungs-Ballon der US-Weltraumbehörde NASA startete in Neuseeland zu seiner Mission an der Grenze zum Weltall. Es werden 100 spannende Tage. © Reuters/NASA Handout Der Start im neuseeländischen Wanaka hatte wegen schlechten Wetters, Starkregens und Wirbelstürmen mehrfach verschoben werden müssen. Am Dienstagabend (Ortszeit) hob der 532.000 Kubikmeter große Super Pressure Balloon (SPB) dann endlich von seinem Startplatz auf dem Flughafen der Kleinstadt auf der Südinsel Neuseelands ab.

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MERKEL EMPFIEHLT MODELLE UND NETZWERKE

Das neue informelle Weltfrauennetzwerk will sich davon aber nicht mehr aufhalten lassen. Merkel will bei ihren männlichen G20-Partnern vielmehr Kreditlinien für angehende Unternehmerinnen in Entwicklungsländern durchsetzen. Mädchen sollen zudem weltweit digital geschult werden - zumal Merkel beim Girls' Day nebenbei erwähnt, dass diese in der Schule oft sowieso besser als Jungen seien. Gleich zweimal erzählt sie ihre negativen Erfahrung als Physikstudentin, als ihre männlichen Kommilitonen bei Versuchen schnell alle Apparate besetzten. "Aus meiner eigenen Erfahrung bin ich mir nicht ganz sicher, ob man Mädchen- und Jungsgruppen nicht doch trennen sollte."

Letztlich hält Merkel die Entscheidung junger Frauen für Natur- und Ingenieurswissenschaften auch für einen entscheidenden Weg, bei Einfluss und Gehalt mit Männern wirklich gleichzuziehen. Das gehe aber nur mit Psychologie. "Man darf nicht den Eindruck erwecken, dass es schwer ist. Man muss immer wieder sagen, dass es eigentlich leicht ist."

Merkel warnt - Abschottung schadet Ländern mittel- und langfristig .
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in einer besonderen Verantwortung, gegen Protektionismus weltweit vorzugehen. "Allein die Existenz der G20 bedeutet, dass Abschottung und Protektionismus Wege in die Sackgasse, aber nicht Wege nach vorne sind", sagte Merkel am Mittwoch in Berlin auf dem B20-Wirtschaftsgipfel. Dieser findet im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft statt. "Wer versucht, sich internationalem Wettbewerb zu entziehen, kann sich vielleicht kurzfristige Vorteile versprechen", sagte die Kanzlerin ohne Länder zu nennen.

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