Welt & Politik Südkorea bietet Nordkorea Gespräche an

19:45  17 juli  2017
19:45  17 juli  2017 Quelle:   dw.com

Südkorea will sich mit Nordkorea an Verhandlungstisch setzen

  Südkorea will sich mit Nordkorea an Verhandlungstisch setzen Mit dem Treffen sollen die "feindseligen Aktivitäten" beendet werden. Südkorea hat am Montag eine Wiederaufnahme der seit Ende 2015 ruhenden Gespräche mit dem Norden vorgeschlagen. Vize-Verteidigungsminister Suh Choo Suk nannte den 27. Juli - den Jahrestag des Waffenstillstandsabkommens von 1953 - als Termin für Militärgespräche, um „alle feindseligen Aktivitäten zu beenden, die die militärischen Spannungen“ an der Grenze erhöhten. Einzelheiten nannte er nicht. Der Vorschlag ist der erste derartige Schritt des neuen Präsidenten Moon Jae In. Er hatte sich bei seinem Wahlsieg im Mai für einen Dialog mit der Regierung in Pjöngjang ausgesprochen. Die Spannungen auf der Halbinsel haben nach einer Serie von nordkoreanischen Raketentests zuletzt wieder zugenommen.

Südkorea bietet dem Norden Gespräche an . Anlass dürfte die Neujahrsansprache Kim Jong Uns sein, die manche als Gesprächsangebot interpretiert hatten. Verteidigungsminister Cho Myong Gyon schlägt den 9. Januar vor.

Südkorea bietet Nordkorea Gespräche an , Jürgen Hanefeld, ARD-Hörfunkstudio Tokio, 02.01.18 10:15 Uhr | audio. Aus dem Archiv. Neujahrsansprache von Kim Jong Un: Drohung mit Atomangriff, 01.01.2018. Welche Strategie verfolgt Nordkorea 2018?, 26.12.2017.

Angesichts der jüngsten Drohgebärden schlägt Südkorea dem verfeindeten Nachbarn Militärgespräche vor. Auch über Familienzusammenführungen könnte gesprochen werden. Die EU droht Nordkorea derweil mit weiteren Sanktionen.

Südkorea schlägt ein Treffen am Grenzübergang Panmunjom vor, wo sich Soldaten beider Länder direkt gegenüber stehen © picture-alliance/Yonhap Südkorea schlägt ein Treffen am Grenzübergang Panmunjom vor, wo sich Soldaten beider Länder direkt gegenüber stehen

Erst herrschte fast drei Jahre lang Funkstille. Nun soll alles ganz schnell gehen. Ein erstes Gespräch über militärische Fragen könnte bereits am Freitag im Grenzort Panmunjom stattfinden, heißt es in einem Vorschlag des südkoreanischen Verteidigungsministeriums. Ziel sei ein "Ende der Feindseligkeiten", nachdem Nordkorea zuletzt mehrere Raketen- und Atomwaffentests durchgeführt hatte.

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  US-Langstreckenbomber fliegen Manöver nahe Nordkoreas Grenze Als Warnsignal an Nordkorea haben die USA erneut strategische Langstreckenbomber zur koreanischen Halbinsel geschickt. Zwei Überschallflugzeuge des Typs B-1B Lancer übten gemeinsam mit südkoreanischen und japanischen Kampfjets unter anderem ihre Angriffsfähigkeiten. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf eine «Reihe zunehmender Eskalationsaktionen Nordkoreas» einschließlich des Starts einer Interkontinentalrakete (ICBM) am vergangenen Dienstag, teilten die US-Luftstreitkräfte am Samstag mit.Mit den Übungen wollten die USA nach eigenen Angaben auch die Stärke ihres Bündnisses mit Südkorea und Japan demonstrieren.

Audio bewerten: Durchschnittliche Bewertung: 0.0 von 5 bei 0 abgegebenen Stimmen. O-Ton B5 Südkorea bietet Nordkorea Gespräche an . Ein Beitrag von: O-Ton.

Südkorea hat Nordkorea für kommende Woche Gespräche auf hoher Ebene angeboten. Als Termin sei der Führung in Pjöngjang der 9. Januar vorgeschlagen worden, sagte der südkoreanische Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon heute.

"Wir schlagen ein Treffen vor, mit dem die feindseligen Aktivitäten beendet werden sollen, die die militärischen Spannungen entlang der Landgrenze verschärfen", hieß es weiter aus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Der Sinnenswandel hängt offenbar mit dem Wechsel an der Spitze des Landes zusammen. Der im Mai gewählte Präsident Moon Jae In spricht sich für einen Dialog mit dem Norden aus, um die Spannungen zwischen den beiden Ländern abzubauen.

Nordkorea solle auf die "aufrichtigen Vorschläge" aus dem Süden reagieren, wenn es wirklich Frieden auf der koreanischen Halbinsel anstrebe, erklärte der südkoreanische Verteidigungsminister Cho Myoung Gyon. Die Regierung in Seoul strebe weder den Zusammenbruch Nordkoreas noch eine Wiedervereinigung durch Übernahme des Nordens an. Er forderte die Führung in Pjöngjang auf, die grenzüberschreitenden Kommunikationswege einschließlich einer Hotline zu militärischen Fragen wieder verstärkt zu nutzen.

Glitschig: Schleimaale legen US-Highway lahm

  Glitschig: Schleimaale legen US-Highway lahm Im US-Bundesstaat Oregno kippte ein Laster mit den zappeligen Tieren um. In Stresssituationen geben Schleimaale zähes Sekret ab. Aalplaning statt Aquaplaning in Oregon: Eine glitschige Ladung Schleimaale hat einen Highway-Abschnitt im US-Westküstenstaat zeitweise unbefahrbar gemacht. Nachdem Frachtcontainer mit den zappeligen Tieren von einem Lastwagen gestürzt waren, krachten vier Autos auf der schmierigen Straße ineinander, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Lkw war mit mehr als drei Tonnen Schleimaalen beladen. Glücklicherweise sei bei dem Auffahrunfall aber niemand ernstlich verletzt worden, hieß es. Wurmförmige Tiere, bis zu 60 cm lang Die Bilder vom Unfallort erinnern an einen Horrorfilm. Einer der Unfallwagen war mit einer glibberigen Masse überzogen. Feuerwehrleute spritzten mit großen Wasserschläuchen die bis zu 60 Zentimeter langen wurmförmigen Tiere von der Straße. In Stresssituationen gäben Schleimaale ein zähes Sekret ab, erklärte die Polizei. Südkoreaner verspeisen sie als Delikatesse Schleimaale werden entlang der Küste von Oregon gefangen. Von dort aus geht ein Großteil der Fracht nach Südkorea, wo die Tiere als Delikatesse verspeist werden.

Verbesserung der Beziehungen - Südkorea bietet Nordkorea Gespräche an . Datum: 02.01.2018 06:37 Uhr. Gespräche in der kommenden Woche - das schlägt Südkorea der Führung in Pjöngjang vor.

Südkorea hat eine Wiederaufnahme der seit Ende 2015 ruhenden Gespräche mit dem Norden vorgeschlagen. Um Spannungen an der Grenze zu begegnen, hat die südkoreanische Regierung Nordkorea Gespräche angeboten.

Aber auch über humanitäre Projekte könnte bald intensiver gesprochen werden. Dazu schlug der südkoreanische Rot-Kreuz-Verband der nordkoreanischen Seite Gespräche am 1. August vor. Darin solle es um neue Begegnungen zwischen Familien gehen, die durch den Korea- Krieg von 1950 bis 1953 auseinandergerissen wurden. Da nach dem Koreakrieg kein Friedensvertrag abgeschlossen wurde, blieben Millionen Koreaner über Jahrzehnte von ihren Angehörigen getrennt. In Südkorea leben inzwischen nur noch etwa 60.000 Menschen, die zu den seit 1953 getrennten Familien gehören.

Von europäischer Seite wurden Nordkorea unterdessen neue Sanktionen angedroht. Bei einem Außenministertreffen in Brüssel fiel der Beschluss, zusätzliche Reaktionen auf das Nuklear- und Raketenprogramm der kommunistischen Führung in Pjöngjang zu prüfen. Aktionen wie der Start einer Interkontinentalrakete am 4. Juli stellten eine ernsthafte Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Welt dar, so die Minister. Nach Angaben der Diplomaten können zusätzliche Sanktionen unter anderem darauf abzielen, wirtschaftliche Aktivitäten von nordkoreanischen Auslandsvertretungen zu verhindern. Es wird befürchtet, dass diese auch dazu dienen, Devisen für das Atomprogramm zu beschaffen.

djo/hk (afp, dpa)

40 Millionen pro Jahr? Ferrari kämpft um Vettel .
Ferrari will Sebastian Vettel offenbar mit einem Mega-Vertrag an sich binden. Wie die französische Auto Hebdo berichtet, hat der italienische Rennstall dem viermaligen Weltmeister einen Vertrag über drei Jahre angeboten, durch den Vettel bis Ende 2020 bei Ferrari bleiben würde. In dieser Zeit soll Vettel 120 Millionen Euro verdienen - also satte 40 Millionen Euro pro Jahr. Vettels aktueller Kontrakt läuft nach dieser Saison aus. Zum Vergleich: Lewis Hamilton und Fernando Alonso sollen ein Grundgehalt von etwa 18 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Zuletzt hatte es Gerüchte darüber gegeben, dass Mercedes-Teamchef Toto Wolff Vettel einen Wechsel schmackhaft machen will. So soll Wolff bei Vettels Feier zum 30. Geburtstag zu Gast gewesen sein und mit ihm Gespräche geführt haben. Vettels Konkurrent Lewis Hamilton war darüber offenbar verärgert, vor allem, da die Feier wenige Tage nach dem Großen Preis von Baku stattfand - dort hatte Vettel Hamilton gerammt. Aktuell ist allerdings eher Vettel der Fahrer, der sich herumärgert - und zwar mit seinem eigenen Team. Nach dem Qualifying in Silverstone (das Rennen ab 14 Uhr im LIVETICKER) machte er seinem Ruf als "Motzki" mal wieder alle Ehre.

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