Welt & Politik Schulz: "Merkel kann gerne als Vizekanzlerin in mein Kabinett"

14:55  11 september  2017
14:55  11 september  2017 Quelle:   sueddeutsche.de

Schulz: Deutschland ist kein modernes Land

  Schulz: Deutschland ist kein modernes Land Bildung, Rente, Lohngerechtigkeit: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zieht rote Linien und attackiert die Union hart. Trotzdem schließt er eine Neuauflage von Schwarz-Rot nicht aus.• Schulz wehrt sich gegen die Lesart, dass diese "roten Linien" eine Bewerbung um den Juniorposten in einer künftigen großen Koalition seien.

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SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verteidigt seine © SPD SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verteidigt seine

• Beobachtern sehen in Schulz' "roten Linien" die Vorverhandlung der nächsten großen Koalition.

• Zu seinen vier Punkten zählen gerechte Löhne, Chancengleichheit bei der Bildung, eine sichere Altersvorsorge und ein demokratisches Europa als "unverhandelbare" Positionen der SPD.

• Linken-Spitzenkandidat Bartsch nannte die Forderungen "verräterisch", Unions-Fraktionschef Kauder sagte, Schulz' Plan sei "nicht der Kracher."

Auf einer Pressekonferenz in Berlin hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die vier Positionen erläutert, die er in einer Anzeige in der Montagsausgabe mehrerer Zeitungen definiert hat. In der Anzeige fordert Schulz gerechte Löhne, Chancengleichheit bei der Bildung, eine sichere Altersvorsorge und ein demokratisches Europa. Das seien die unverhandelbaren roten Linien für eine zukünftige Regierungsbeteiligung der Sozialdemokraten.

ARD-„Deutschlandtrend“: SPD nur noch acht Prozentpunkte vor der AfD

  ARD-„Deutschlandtrend“: SPD nur noch acht Prozentpunkte vor der AfD Die Sozialdemokraten geben sich dennoch weiter kämpferisch.„Unser Programm ist besser, deswegen werden wir die Wahl auch gewinnen“, betonte Schulz. Wiederholt rief er Merkel auf, sich einem zweiten TV-Duell zu stellen. Dort wolle er in aller Öffentlichkeit mit ihr über Zukunftsthemen wie Bildung, Digitalisierung und Rüstungsausgaben sprechen. „Zu Lande, zu Wasser und in der Luft, ich stehe zu einem erneuten Duell, dass den Namen dann aber auch verdient“, sagte Schulz. Zuletzt hatte sich die CDU gegen ein zweites TV-Duell mit Schulz ausgesprochen.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel angeboten, im Falle eines Sieges bei der Bundestagswahl als Vizekanzlerin in sein Kabinett einzutreten. Dann sagte er: "Wer Merkel ablösen will, der muss Schulz wählen.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel angeboten, im Falle eines Sieges bei der Bundestagswahl als Vizekanzlerin in sein Kabinett einzutreten. Dann sagte er: "Wer Merkel ablösen will, der muss Schulz wählen.

Von vielen Beobachtern wurde die Anzeige als Vorverhandlung für eine erneute große Koalition verstanden. Linken-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch nannte die Forderungen des Kanzlerkandidaten "verräterisch". Bartsch sagte, die Forderungen seien "die Bewerbung für die Juniorpartnerschaft in der nächsten großen Koalition".

Schulz weist diese Interpretation zurück: "Ich will für Inhalte werben", sagte er. Über Mehrheitsverhältnisse und Koalitionen entschieden am Ende die Wähler. Insofern müsse jede Partei schauen, dass sie so stark wie möglich werde. "Aber eines sage ich ganz deutlich: Wer Merkel ablösen will, muss Schulz wählen. Wer andere Parteien wählt, kriegt Merkel", sagte er.

Bei der CDU und CSU fiel das Echo auf Schulz' Forderungen eher schwach aus: Unions-Fraktionschef Volker Kauder sagte, die von Schulz für "nicht verhandelbar" erklärten vier Punkte seien schon weitgehend auf den Weg gebracht worden. So gebe der Bund für die Bildung bereits viel Geld aus: "Diese roten Linien sind nun wirklich nicht der Kracher."

Nach TV-Duell: Türkei kritisiert "Populismus und Ausgrenzung" .
Sowohl Angela Merkel als auch Martin Schulz haben eine härtere Gangart gegenüber der Türkei angekündigt. Beide wollen offenbar die EU-Beitrittsverhandlungen abbrechen. Nun schießt die Regierung in Ankara zurück. Es waren ganze Twitter-Salven, mit denen der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan seinen Unmut über den deutschen Wahlkampf äußerte. Dass die deutsche Politik sich "dem Populismus und der Ausgrenzung" beuge, schüre Diskriminierung und Rassismus, teilte Ibrahim Kalin (Artikelbild) über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

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