Welt & Politik Anerkennung Jerusalems: Trump legt die Lunte an das Pulverfass Nahost

17:21  06 dezember  2017
17:21  06 dezember  2017 Quelle:   Kölner Stadt-Anzeiger

Palästinensische Fatah ruft zu weiteren Protesten im Jerusalem-Streit auf

  Palästinensische Fatah ruft zu weiteren Protesten im Jerusalem-Streit auf Nach der Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump hat die gemäßigte Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu weiteren Protesten gegen Israel aufgerufen. Die Palästinenser sollten die "Konfrontation aufrechterhalten und auf alle Punkte ausweiten, an denen die israelische Armee präsent ist", hieß es in dem am Samstagabend veröffentlichten Aufruf. Die Arabische Liga forderte die USA derweil zur Rücknahme ihrer umstrittenen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels auf. Als weiteres Zeichen des Protests gegen die US-Entscheidung sagte Abbas am Samstag zudem ein Treffen mit US-Vizepräsident Mike Pence ab.

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US-Flagge Palästinenser © dpa US-Flagge Palästinenser

Es ist ein historischer Schritt: Die USA erkennen Jerusalem als Hauptstadt Israels an. Das verkündet Donald Trump an diesem Mittwoch. Auch die US-Botschaft soll von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt werden. Seit der Staatsgründung Israels hat jeder US-Präsident diesen Schritt sorgsam vermieden - aus vielen Gründen. Trump wird ein politisches Erbeben im Nahen Osten auslösen.

Warum macht Trump das? Was könnten seine Gründe sein?

Angesichts der Tragweite ist das nicht ganz klar. Ja, er löst ein Wahlversprechen ein. Auch wird Trump damit neuerlich seine Basis begeistern. Aber um die muss ihm gerade eigentlich gar nicht bange sein - und auf der anderen Seite nehmen die USA nun eine schwere Eskalation in Nahost wenigstens billigend in Kauf. Trump verprellt eminent wichtige US-Partner nicht nur in der arabischen Welt. Von praktisch allen Seiten wird die Anerkennung Jerusalems mit einem Ende des Friedensprozesses gleichgesetzt. Das ist ein sehr hoher Preis.

Konflikt: Hamas feuert Rakete auf Israel – Luftangriff auf Gaza als Antwort

  Konflikt: Hamas feuert Rakete auf Israel – Luftangriff auf Gaza als Antwort Seit Mittwoch kommt es in den Palästinensergebieten zu Unruhen.Ein israelischer Panzer und die Luftwaffe hätten als Reaktion auf den Raketenangriff Ziele der bisher im Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas beschossen, teilte das Militär mit. Es seien Hamas-Militärposten im nördlichen Teil des Gebiets angegriffen worden. Israel halte Hamas verantwortlich für den feindseligen Akt aus dem Gazastreifen.

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Warum ist Jerusalem die Lunte am Pulverfass Nahost?

Die Stadt ist Juden, Christen und Muslimen heilig. In der Altstadt liegt der Tempelberg (Al-Haram Al-Sharif: Das edle Heiligtum). Er gilt Juden und Muslimen als bedeutendes Heiligtum. Nach islamischem Glauben ritt der Prophet Mohammed von dort aus in den Himmel. An dieser Stelle steht heute der Felsendom mit seiner goldenen Kuppel. Daneben befindet sich die Al-Aksa-Moschee. Die Stätten bilden das drittwichtigste islamische Heiligtum. Für die Juden ist der Ort ebenfalls von höchster Bedeutung, weil dort zwei jüdische Tempel standen. Die Klagemauer am Fuß des Tempelbergs ist der Überrest der ehemaligen westlichen Stützmauer des zweiten Tempels, der von den Römern im Jahr 70 zerstört wurde.

Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an

  Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an Die USA werden ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Verfolgen Sie Trumps Rede im Livestream. Die USA erkennen Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels an. Das teilte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch in einer Ansprache in Washington mit. Er bezeichnete dies als einen «lange überfälligen Schritt», um den Friedensprozess im Nahen Osten voranzubringen.Die Arabische Liga hat die geplante Entscheidung von Trump vorab scharf verurteilt.

Vielen Dank! VERSIÓN CORREGIDA Solo un breve apretón de manos entre Trump y Putin

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Jerusalem Symbol © ap Jerusalem Symbol

Wie waren die ersten Reaktionen auf die Ankündigung der Anerkennung?

International - mit Ausnahme Israels - ausnahmslos sehr kritisch bis verständnislos. Viele Anrainer in Nahost, aber auch Länder wie Deutschland oder Frankreich verwiesen auf das gewaltige Eskalationspotenzial nach Trumps Entscheidung. Die Türkei drohte Israel mit einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Die Arabische Liga berief eine Dringlichkeitssitzung für Samstag in Kairo ein. Der UN-Nahostgesandte Nikolay Mladenov rief zu neuen Verhandlungen über eine Lösung des Konflikts um Jerusalem auf. Der Papst warnte vor der Anerkennung und rief alle Parteien dazu auf, den „Status Quo“ der Stadt zu respektieren. In den USA kommt dagegen große Zustimmung von den Evangelikalen und auch von wichtigen Großspendern für den Republikaner wie dem Kasinobesitzer Sheldon Adelson. Israels Erziehungsminister Naftali Bennett sagte, die Entscheidung sei „ein sehr guter Schritt nach vorn, aber ein natürlicher“.

Araber fordern Anerkennung Palästinas

  Araber fordern Anerkennung Palästinas Mit seiner Entscheidung legalisiere Donald Trump die Besetzung Ostjerusalems durch Israel, sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit, bei einer Dringlichkeitssitzung der Außenminister des Staatenbündnisses in Kairo. Damit bezog sich Gheit auf die Besetzung und spätere Annexion Ostjerusalems durch Israel im Sechstage-Krieg 1967. Mit seiner Entscheidung legalisiere Donald Trump die Besetzung Ostjerusalems durch Israel, sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit, bei einer Dringlichkeitssitzung der Außenminister des Staatenbündnisses in Kairo.

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Wie ist die Situation in Jerusalem entstanden?

Israel eroberte 1967 im Sechs-Tage-Krieg unter anderem Ost-Jerusalem und annektierte es später. Die internationale Gemeinschaft erkennt diesen Schritt nicht an. Die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen unabhängigen Staat Palästina in Ost-Jerusalem, dem Westjordanland und dem Gazastreifen. Israel beansprucht die ganze Stadt für sich. Die Altstadt mit der Klagemauer und dem Tempelberg (Al-Haram Al-Scharif: Das edle Heiligtum) liegt in Ost-Jerusalem.

Wie kann es nun weitergehen?

Das ist vollkommen unklar. Die USA selbst warnen über ihre Botschaft in Israel vor Gewaltausbrüchen am Mittwoch infolge der Entscheidung. Die Bundesregierung warnt vor Ausschreitungen in Jerusalem, dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen. Die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen ruft zum Aufstand auf. Wenige Themen sind in Nahost aufgeladener und konfliktträchtiger als Jerusalem. Es ist nicht klar, welchen Weg sich Washington nach diesem Alleingang verspricht oder vorstellt.

Merkel kritisiert Trumps Jerusalem-Entscheidung

  Merkel kritisiert Trumps Jerusalem-Entscheidung Die Bundesregierung sei mit dem Alleingang des US-Präsidenten "nicht einverstanden". Merkel wünscht sich neue Verhandlungen über die Zwei-Staaten-Lösung.• Sie kritisiert die Entscheidung von US-Präsident Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

VOLUME 100%. MUTE. PLAYLIST /. Die Frau legt sich schlafen.

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Der Streit um den Tempelberg (Al-Haram Al-Scharif: Das edle Heiligtum) hat in der Vergangenheit immer wieder Gewalt ausgelöst. Wann und wie?

Im September 2000 besuchte der damalige Oppositionsführer Ariel Scharon demonstrativ den Tempelberg. Die Palästinenser empfanden das als Provokation. Die zweite Intifada brach aus. Mehr als 3000 Palästinenser und 1000 Israelis kamen in den folgenden viereinhalb Jahren durch Gewalt ums Leben. Im Herbst 2015 löste ein Streit um Nutzungs- und Besuchsrechte eine neue Gewaltwelle aus. Seither starben rund 50 Israelis bei palästinensischen Attacken, meist mit Messern geführt. In dem Zeitraum wurden auch rund 300 Palästinenser getötet, die meisten bei ihren eigenen Anschlägen. Im Juli führte ein Streit um neue Sicherheitskontrollen zu Unruhen, bei denen vier Palästinenser starben. Ein Palästinenser erstach drei Mitglieder einer israelischen Familie im Westjordanland.

Jerusalem gilt als zentrale Frage in einem möglichen Friedensprozess. Welche Lösungsvorschläge gab es für die Stadt in der Vergangenheit?

Die Vereinten Nationen wollten Jerusalem nach dem Teilungsplan von 1947 international verwaltet sehen. Im Jahr 2000 schlug der damalige US-Präsident Bill Clinton vor, Jerusalem aufzuteilen. „Was jüdisch ist, bleibt jüdisch, was arabisch ist, wird palästinensisch“, lautete seine Formel. Ähnlich sah dies auch die „Genfer Initiative“ vor, die 2003 von israelischen und palästinensischen Vertretern erarbeitet wurde. Jüdische Stadtviertel in Ost-Jerusalem sollten zudem unter israelische Hoheit fallen. Saudi-Arabien soll nun kürzlich den alten Vorschlag wieder aufgegriffen haben, Abu Dis, einen Ort am östlichen Stadtrand von Jerusalem, zur Hauptstadt der Palästinenser zu machen. Dies berichtete die „New York Times“.

Netanjahu wirft Europäern im Streit um Jerusalems Status "Scheinheiligkeit" vor

  Netanjahu wirft Europäern im Streit um Jerusalems Status Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Europäern "Scheinheiligkeit" im Streit um den Status Jerusalems vorgeworfen. Während die Europäer US-Präsident Donald Trump kritisierten, weil er Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt habe, seien ihm keine "Verurteilungen" aus Europa von palästinensischen Raketenabschüssen auf israelisches Gebiet bekannt geworden, erklärte Netanjahu in der Nacht zum Sonntag. Der israelische Regierungschef wird am Sonntag zu einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris und am Montag in Brüssel erwartet. "Obwohl ich Europa respektiere, bin ich nicht bereit, von dieser Seite Doppelmo

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Viele werden es übers Wochenende bereits erfahren haben, dass Jochen überraschend gestorben ist. Wir brauchen jetzt alle ein paar Momente der Ruhe und Besinnung, um dann auch zu überlgen wie es weitergeht. Auf Grund des Trauerfalles und in Übereinstimmung mit den Angehörigen ist die Webseite

Wer wohnt wo in Jerusalem?

In ganz Jerusalem leben nach Angaben des Zentralen Israelischen Statistik-Büros ungefähr 866.000 Menschen, davon 542.000 Juden und 323.700 Araber. Ost-Jerusalem ist arabisch geprägt, West-Jerusalem jüdisch. In Ost-Jerusalem leben heute schätzungsweise mehr als 200.000 israelische Siedler und rund 300.000 Palästinenser.

Aktuell gibt es keine Botschaften in Jerusalem. Aber wie war das in der Vergangenheit?

Wenn die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt wird, wäre sie nicht die erste Botschaft in der Heiligen Stadt, aber zumindest aktuell die einzige. In der Vergangenheit waren zeitweise sogar mindestens 16 Botschaften zeitgleich dort angesiedelt, schreibt die „Haaretz“. Unter anderem Kenia, Bolivien, die Niederlande und Haiti hätten in den 1950er Jahren Botschaften in Jerusalem eröffnet. Allerdings seien die Vertretungen wieder geschlossen worden, die meisten nach der Annexion Ost-Jerusalems im Jahr 1980. 2006 verließen mit Costa Rica und El Salvador die letzten Botschaften West-Jerusalem. (dpa)

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Sondergipfel Islamischer Staaten in Istanbul .
Eine Woche nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA kommt heute die Organisation für Islamische Kooperation (OIC) zu einem Sondergipfel zusammen. Einberufen hat das Krisentreffen in Istanbul der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der zu den schärfsten Kritikern der Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump gehört.Nach türkischen Angaben nehmen unter anderem die Präsidenten des Irans, Indonesiens, Somalias und Afghanistans, die Emire Katars und Kuwaits sowie Jordaniens König Abdullah II. an dem Treffen teil.

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