Welt & Politik Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an

22:35  06 dezember  2017
22:35  06 dezember  2017 Quelle:   bernerzeitung.ch

Merkel kritisiert Trumps Jerusalem-Entscheidung

  Merkel kritisiert Trumps Jerusalem-Entscheidung Die Bundesregierung sei mit dem Alleingang des US-Präsidenten "nicht einverstanden". Merkel wünscht sich neue Verhandlungen über die Zwei-Staaten-Lösung.• Sie kritisiert die Entscheidung von US-Präsident Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Washington (dpa) - Trotz internationaler Warnungen hat US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. "Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass es Zeit ist, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen"

"Es ist an der Zeit, Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anzuerkennen", sagte Trump und fügte hinzu, dass er "diesen Schritt im besten Bislang erkennt die internationale Gemeinschaft Jerusalem nicht als Hauptstadt Israels an . Folgerichtig unterhält kein Land eine Botschaft in der Stadt.

Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an © (chi) Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an

Die USA werden ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Verfolgen Sie Trumps Rede im Livestream.

Die USA erkennen Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels an. Das teilte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch in einer Ansprache in Washington mit. Er bezeichnete dies als einen «lange überfälligen Schritt», um den Friedensprozess im Nahen Osten voranzubringen.

Die Arabische Liga hat die geplante Entscheidung von Trump vorab scharf verurteilt. Die Bekanntgabe wäre eine «ungerechtfertigte Provokation» für Menschen in der arabischen Welt, sagte der Chef des Staatenbündnisses, Ahmed Abul Gheit, am Mittwoch.

Araber fordern Anerkennung Palästinas

  Araber fordern Anerkennung Palästinas Mit seiner Entscheidung legalisiere Donald Trump die Besetzung Ostjerusalems durch Israel, sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit, bei einer Dringlichkeitssitzung der Außenminister des Staatenbündnisses in Kairo. Damit bezog sich Gheit auf die Besetzung und spätere Annexion Ostjerusalems durch Israel im Sechstage-Krieg 1967. Mit seiner Entscheidung legalisiere Donald Trump die Besetzung Ostjerusalems durch Israel, sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit, bei einer Dringlichkeitssitzung der Außenminister des Staatenbündnisses in Kairo.

In einer international höchst umstrittenen Entscheidung hat US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel anerkannt. „Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass es Zeit ist, Jerusalem als Hauptstadt

Trotz Sorge um Stabilität im Nahen Osten Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an . In Ost- Jerusalem leben heute schätzungsweise mehr als 200.000 Israelis und rund 300.000 Palästinenser. Fotostrecke.

Tillerson warnt vor Vorverurteilung

Für die arabisch-amerikanischen Beziehungen und die Vermittlerrolle der USA im Nahostkonflikt würde das einen Rückschlag darstellen, sagte Gheit. Ausserdem würde mit der Entscheidung gegen UN-Resolutionen und internationales Recht verstossen.

US-Aussenminister Rex Tillerson hat vor einer vorschnellen Verurteilung der Israel-Pläne von Präsident Donald Trump gewarnt. «Der Präsident ist dem Nahost-Friedensprozess sehr verpflichtet», sagte er am Mittwoch am Rande eines Nato-Aussenministertreffens in Brüssel.

Tillerson ermutigte dazu, erst einmal Trumps Rede zum Thema abzuwarten und genau auf den Inhalt zu achten. «Wir glauben weiter, dass es eine sehr gute Chance gibt, zu Frieden zu kommen.»

Israel schließt nach Raketenbeschuss Grenze zum Gazastreifen .
Israel hat als Reaktion auf wiederholten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen die beiden Grenzübergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen. Wie lange die Übergänge gesperrt bleiben sollen, teilte das Militär am Donnerstag nicht mit. In der Nacht waren erneut Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel abgeschossen worden. Zwei Flugkörper wurden vom Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel abgefangen, eine Rakete schlug auf unbewohntem Gelände ein. Die israelische Luftwaffe flog daraufhin nach eigenen Angaben Angriffe auf drei Einrichtungen der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas.

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