Welt & Politik NRW-Landtag : 13-jähriger Schüler klärt Politiker über Cybermobbing auf

12:31  16 april  2018
12:31  16 april  2018 Quelle:   Kölner Stadt-Anzeiger

Schüler in den USA erinnern an Opfer des Blutbads an der Columbine High School

  Schüler in den USA erinnern an Opfer des Blutbads an der Columbine High School Schüler in den USA erinnern an Opfer des Blutbads an der Columbine High School Am 19. Jahrestag des Schulmassaker haben in den USA landesweit tausende Schüler der Opfer gedacht und damit ihre Proteste gegen die laxen Waffengesetze fortgesetzt. In Washington versammelten sich mehrere hundert Schüler beim Weißen Haus. Der nationale Walkout wurde um 10.00 Uhr (16.00 Uhr MESZ) von 13 Schweigeminuten eingeleitet, während derer die Namen der im Jahr 1999 getöteten zwölf Schüler und eines Lehrers verlesen wurden.

Cybermobbing : 13 - Jähriger beging Selbstmord Ein Fall von Cybermobbing hat in Kärnten im Jahr 2010 zum Freitod eines 13 - Jährigen geführt. Der Schüler war via Internet als homosexuell bezeichnet worden.

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Cybermobbing-Experte Lukas Pohland © dpa Cybermobbing-Experte Lukas Pohland

Dass ein Schüler als Experte in eine Sachverständigen-Anhörung des Landtags geladen wird, ist selten. Der 13-jährige Realschüler Lukas Pohland aus Schwerte ist aber Profi und wird am Mittwoch zurecht neben Wissenschaftlern, Psychologen und Kinderschützern im Schulausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags sitzen. In einer Anhörung will er erklären, was ihn bewogen hat, eine Cybermobbing-Hilfe zu gründen und was er von der Politik erwartet.

Schüler ergriff Initative und gründete Sorgentelefon

In einem Brief an den Landtagspräsidenten hat der aufgeweckte Junge das bereits getan. „Vor über einem Jahr wurde eine Mitschülerin von mir selbst Opfer von digitalen Attacken im Internet. Ich setzte mich für sie ein und wurde selbst zum Opfer“, schreibt er. „Daher kann ich selbst sehr gut beurteilen, dass man so gut wie keinerlei Unterstützung seitens der Schule erhält und auch die Prävention an unserer Schule war/ist schlecht.“

Realschulen in Baden-Württemberg : Geöffneter Umschlag aufgetaucht - Deutsch-Prüfungen verschoben

  Realschulen in Baden-Württemberg : Geöffneter Umschlag aufgetaucht - Deutsch-Prüfungen verschoben Realschulen in Baden-Württemberg : Geöffneter Umschlag aufgetaucht - Deutsch-Prüfungen verschobenDie landesweiten Prüfungen finden nicht wie geplant am Mittwoch, sondern erst am Freitag kommender Woche statt, wie das Kultusministerium am Montagabend in Stuttgart mitteilte. An einer Schule in Bad Urach war demnach am Freitag ein vollständig geöffneter Umschlag mit beschädigtem Siegel aufgetaucht.

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Von StorchAfD- Politikerin nennt ihren Tweet zu Münster einen Fehler. KoalitionenBrandenburgs CDU würde nach der Wahl 2019 auch mit AfD sprechen. PsychotherapienSpahn will bessere Versorgung.

Lukas ergriff damals selbst die Initiative und gründete ein Sorgentelefon, für Kinder, das er seitdem gemeinsam mit anderen Jugendlichen anbietet.

Das Smartphone als „Waffe“

Die Kölner Sozialpsychologin Catarina Katzer befasst sich seit 15 Jahren mit dem Thema Cybermobbing und hat sich als international gefragte Expertin und Beraterin profiliert. Sie weist in ihrer Stellungnahme an den Landtag auf eine bemerkenswerte Veränderung hin: „Cybermobbing wird immer mobiler. Smartphones werden immer mehr zur digitalen Waffe.“

Inhaltlich müsse konstatiert werden: „Gemeinheiten, Beleidigungen, Verleumdungen durch die Bildung von Hassgruppen in sozialen Netzwerken oder über WhatsApp nehmen deutlich zu.“ Dies gelte auch für beleidigende Fotos und Videos, die über die einschlägigen sozialen Medien verbreitet werden.

Brandschutzübung: Fünf Kinder von Stichflamme an Schule verletzt

  Brandschutzübung: Fünf Kinder von Stichflamme an Schule verletzt Brandschutzübung: Fünf Kinder von Stichflamme an Schule verletztBei der Aktion an der Realschule sollte das Löschen von brennender Flüssigkeit unter Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr geübt werden. Dabei gossen Einsatzkräfte auf dem Schulhof Spiritus in einen Topf und zündeten den Brennstoff an. Die Flamme sollte durch das Abdecken des Topfs erstickt werden. Bei der Übung entstand jedoch aus zunächst unbekannter Ursache eine Stichflamme.

Leicht verbessert sich die FDP von zehn auf 13 Prozent. Mit Blick auf die Bundestagswahl im September hat die Neuwahl des Landtages in Düsseldorf eine große Bedeutung. In Nordrhein - Westfalen lebt gut ein Fünftel aller bundesweit Wahlberechtigten.

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Aktuelle Studien gingen davon aus, dass in Deutschland derzeit mindestens 1,5 Millionen Jugendliche von Cybermobbing betroffen seien, bilanziert Katzer. Jedes fünfte jugendliche Opfer sei demnach sogar suizidgefährdet.

Circa jeder Fünfte erlebt Cybermobbing

Für die Grünen, die die Anhörung beantragt haben, ein alarmierender Befund. Immerhin verfügten laut der jährlichen Studie zu Jugend, Information und Medien fast alle Teenager über ein Smartphone, halten sie in ihrem Antrag an den Landtag fest.

Aus der Erhebung des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest gehe hervor, dass jeder fünfte Jugendliche schon persönliche Erfahrungen mit Beleidigungen oder Verleumdungen im Netz gemacht habe.

Gemeinsam mit Kinderschützern und Psychologen fordern sie, den Kampf gegen Cybergewalt stärker in der Lehrerausbildung zu verankern. Vor allem in den Grundschulen sehen sie Nachholbedarf. Und ebenso wie der Kinderschutzbund fordern sie auch, mit den Anbietern sozialer Medien über einen „Notfall-Button“ zu verhandeln, damit Betroffene Mobbingfälle direkt melden können.

20-Jähriger durch Polizeischuss ins Bein schwer verletzt

  20-Jähriger durch Polizeischuss ins Bein schwer verletzt 20-Jähriger durch Polizeischuss ins Bein schwer verletzt Ein 20-jähriger Mann, der Polizisten in Berlin-Gesundbrunnen mit einem Schlagstock bedroht hat, ist von einem Beamten gezielt ins Bein geschossen worden. Er wurde mit einer schweren Verletzung ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Lebensgefahr bestehe jedoch nicht.Nach den bisherigen Erkenntnissen rief ein Sicherheitsmann gegen 7.00 Uhr die Polizisten zu Hilfe, weil der 20-Jährige in der Zufahrt zum Polizeiabschnitt Pankstraße randalierte und rumpöbelte.

Auf Antrag des Grünen-Abgeordneten Arif Ünal wird die Eidesformel „Zum Wohle des deutschen Volkes“ im Landtag von Nordrhein - Westfalen abgeschafft! Stattdessen soll es “zum Wohle der Bevölkerung in NRW ” heißen.

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Auch Schüler können sich an Prävention beteiligen

Für den Diplom-Pädagogen Matthias Felling von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) NRW taugt eine technische Lösung nur bedingt: „Der eigentliche Notfall-Button für Jugendliche, die von Mobbing betroffen sind, ist ein Erwachsener in seinem Umfeld, der ein offenes Ohr für die Probleme hat und seine Hilfe anbietet.“

An den Schulen müssten aber Anti-Mobbing-Teams gebildet und jugendliche „Medien-Scouts“ in die Präventionsarbeit eingebunden werden, schlägt er vor. Hilfreich seien auch Vereinbarungen über den Umgang im Netz („Netiquette“) und die Nutzung von Smartphones („Handy-Ordnung“).

Lehrkräfte sollen systematisch geschult werden

Cybermobbing-Expertin Katzer plädiert für eine große Lösung: „Digitale Aktionspläne“ an sämtlichen Schulen und möglichst auch schon für Kitas. Dazu zählten systematische Aus- und Fortbildung für alle Lehrer und ein Schulfach „Digitale Bildung“. Zudem fordert die Wissenschaftlerin ein Gesetz, das Opfern Rechtssicherheit gebe und klarmache: „Cybermobbing ist kein Kavaliersdelikt.“

Lukas Pohland weiß das längst. „Pausenhof-Mobbing endet meist nach der Schule – spätestens vor der Haustür“, schreibt er dem Landtagspräsidenten. „Cybermobbing endet nicht. Man trägt den Täter mit sich herum.“ (dpa)

Schüsse von Balkon abgefeuert: 38-Jähriger stirbt nach SEK-Einsatz in Langenfeld .
Schüsse von Balkon abgefeuert: 38-Jähriger stirbt nach SEK-Einsatz in LangenfeldDer Einsatz hatte am Donnerstagabend um 18.20 Uhr begonnen, als Anwohner meldeten, dass ein Mann Schüsse von einem Balkon abfeuere.

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