Welt & Politik Merkel erwägt höhere Militärausgaben

17:50  12 juli  2018
17:50  12 juli  2018 Quelle:   msn.com

Trump spricht von "sehr guter Beziehung" zu Merkel

  Trump spricht von Trump spricht von "sehr guter Beziehung" zu MerkelDas könnte Sie auch interessieren

Ausgaben müssten verdoppelt werden Um die Nato-Zusage einzuhalten, müsste die Bundesregierung nach SPIEGEL-Informationen allerdings ihre Militärausgaben auf 85 Milliarden Euro verdoppeln. # Merkel , #bekennt, #sich, # höheren , # Militärausgaben #Politik, #Deutschland, #Bundeswehr.

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Insgesamt wurden 1,739 Billionen Dollar für Rüstungsgüter ausgegeben, wie das in Stockholm ansässige

Angela Merkel geht mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu einem Pressestatement zum Abschluss des Gipfels. © Bereitgestellt von dpa-infocom Angela Merkel geht mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu einem Pressestatement zum Abschluss des Gipfels.

Unter beispiellosem Druck von US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzlerin Angela Merkel weitere Zugeständnisse bei den deutschen Militärausgaben angedeutet.

Angesichts der Diskussion in der Nato «müssen wir immer wieder fragen, was können wir gegebenenfalls noch mehr tun», sagte die CDU-Chefin am Donnerstag beim Nato-Gipfel. Zuvor hatte Trump in einer weiteren Brandrede einen Alleingang in Verteidigungsfragen angedroht. Nach einer Krisensitzung zeigte er sich dann aber zufrieden und sicherte seine Bündnistreue zu.

Trump fordert in Brandbrief an Berlin mehr Geld fürs Militär

  Trump fordert in Brandbrief an Berlin mehr Geld fürs Militär Trump fordert in Brandbrief an Berlin mehr Geld fürs MilitärDie USA verlören langsam die Geduld, berichtete die «New York Times» über Briefe Trumps an europäische Hauptstädte. Die Bundesregierung hielt sich am Dienstag bedeckt. Doch räumte Unionsfraktionsvize Johann David Wadephul ein, die Forderung nach fairer Lastenteilung sei berechtigt. Die Nato äußerte sich ähnlich.

Widerspruch zu Merkel Nato-Generalsekretär fordert deutlich höhere deutsche Militärausgaben . Deutschland muss den Wehretat in Milliarden-Euro-Höhe aufstocken, das fordert Nato-Generalsekretär Stoltenberg.

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Insgesamt wurden 1,739 Billionen Dollar für Rüstungsgüter ausgegeben, wie das in Stockholm ansässige

Das könnte Sie auch interessieren:

Analyse - Beim Nato-Gipfel wurde die Katastrophe abgewendet – bis zum nächsten Trump-Tweet

«Das Bekenntnis der Vereinigten Staaten zur Nato ist sehr stark, bleibt sehr stark», sagte Trump in einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz und verwies auf angebliche konkrete neue finanzielle Zusagen der Bündnispartner. Er habe den Partnern gesagt, dass er sehr unglücklich wäre, wenn sie ihre Zahlen nicht erhöhen würden. «Sie haben sie substanziell erhöht», sagte er. Auch Deutschland habe «sehr substanziell» den Zeitplan für die Steigerung der Militärausgaben nachgebessert. Eine Bestätigung gab es dafür aber von anderer Seite nicht.

Hintergrund dieser verwirrenden Hin und Hers ist der seit Monaten währende Streit über das sogenannte Zwei-Prozent-Ziel der Nato. 2014 hatten die Bündnispartner zugesagt, bis 2024 Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts anzustreben. Deutschland erreicht derzeit nur 1,24 Prozent und stellte bislang auch für 2024 höchstens 1,5 Prozent in Aussicht. Trump hatte deshalb massiven Druck aufgebaut und gefordert, alle Nato-Partner müssten sofort die zwei Prozent erreichen.

Kanzlerin hält Versprechen ein: Merkel lässt sich von Altenpfleger seinen Job zeigen

  Kanzlerin hält Versprechen ein: Merkel lässt sich von Altenpfleger seinen Job zeigen Kanzlerin hält Versprechen ein: Merkel lässt sich von Altenpfleger seinen Job zeigenDas könnte Sie auch interessieren:

Startseite > News & Analysen > Finanzmarkt > Merkel stellt höhere Militärausgaben in Aussicht. Merkel sicherte erneut zu, im Jahr 2024 1,5 Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben.

28. April 2018 Peter Mühlbauer. Aktuell bietet der Fotostream des Weißen Hauses zwar jede Menge Bilder vom Besuch des Ehepaars Macron, aber keines mit Merkel . Vielleicht nur eine Frage der Zeit, vielleicht auch nicht. Foto: Weißes Haus.

In einer Sitzung hinter verschlossenen Türen drohte er nach Angaben von Diplomaten am Donnerstagvormittag dann damit, entweder die zwei Prozent würden von allen schon 2019 erreicht oder er werde «sein eigenes Ding machen». Was das genau bedeuten sollte - Truppenreduzierungen oder etwa gar einen völligen Bruch mit der Nato - ließ Trump offen. Er beantwortete dies auch später nicht, sondern sagte nur, die Partner «waren wohl beunruhigt».

Tatsächlich wurde der geplante Ablauf beim Nato-Gipfel über den Haufen geworfen und eine Krisensitzung der 29 Bündnispartner anberaumt. Danach war Trump voll des Lobes für alle Nato-Partner, pries den großen «Gemeinschaftsgeist» und das fantastische Treffen. «Das zusätzliche Geld, das sie ausgeben wollen, ist wirklich toll», sagte er. «Den Geist im Raum zu sehen, ist wirklich unglaublich.»

Bundeskanzlerin Merkel äußerte sich anders. Die Beratungen über die Lastenteilung der Nato nannte sie eine «sehr ernste Diskussion». Auf eine Frage zu Trumps Drohung sagte sie: «Ich kann nur zusammenfassen, was das Ergebnis ist: Klares Bekenntnis aller zur Nato und eine deutliche Bereitschaft aller, angesichts veränderter Sicherheitslagen einen Beitrag zu leisten.»

Chaos im britischen Parlament bei neuem Brexit-Plan

  Chaos im britischen Parlament bei neuem Brexit-Plan Chaos im britischen Parlament bei neuem Brexit-PlanDer neue Brexit-Minister Dominic Raab stellte die Pläne Londons für die künftigen Beziehungen mit der EU am Donnerstag in einer turbulenten Parlamentssitzung vor. Aus dem In- und Ausland hagelte es Kritik aber auch Wohlwollen. Premierministerin Theresa May verteidigte den neuen Brexit-Kurs in einem Gastbeitrag für die «Sun» als «richtigen Deal für Großbritannien».

Donald Trump verlangt von Angela Merkel höhere Militärausgaben . An Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schrieb Trump dem Bericht zufolge, es gebe in den USA eine wachsende Frustration darüber, dass einige Verbündete ihre Ausgaben nicht wie versprochen erhöht hätten.

Politik im Radio. Vor Nato-Gipfel: Merkel für höhere Militärausgaben . Habeck: Unions-Konflikt kommt wieder, CSU will Merkel stürzen. Vor Nato-Gipfel: Deutschland in der Kritik. Die Chaoswoche der Angela Merkel - was davon bleibt.

Welche zusätzlichen Steigerungen im deutschen Militärhaushalt es geben könnte oder ob der Zeitplan gestrafft werden könnte, ließ Merkel offen. Trumps Bemerkung, Deutschland werde 2028 oder 2030 das Zwei-Prozent-Ziel erreichen, wollte die Bundesregierung nicht kommentieren. Trump schwenkte nach seinen heftigen Attacken wieder auf Freundlichkeiten gegenüber Deutschland ein: «Ich habe große Achtung vor Deutschland», sagte er in seiner Pressekonferenz.

Wie die Nato den dramatischen Streit auf Dauer übersteht, ist offen. Generalsekretär Jens Stoltenberg spielte die Auseinandersetzung herunter und nannte den Gipfel sehr gut. Trump habe Handlungsdruck bei den Militärausgaben erzeugt, sagte Stoltenberg zum Abschluss. Seit Trumps Amtsantritt hätten Kanada und die europäischen Alliierten 41 Milliarden US-Dollar zusätzlich für Verteidigung ausgegeben. Am Donnerstag hätten die Alliierten zugesagt, ihre Anstrengungen noch einmal zu verstärken.

Das Bündnis hatte sich bereits vorab auf Kapriolen Trumps eingestellt, doch spitzten sich die Ereignisse im Lauf der zwei Tage teils dramatisch zu. Einzelne Partner scheinen Trumps Einschätzungen nicht zu teilen. So sagte der französische Präsident Emmanuel Macron, es seien nur bereits gemachte finanzielle Zusagen bekräftigt worden.

Vor Nato-Gipfel: Merkel bekennt sich zu steigenden Verteidigungsausgaben

  Vor Nato-Gipfel: Merkel bekennt sich zu steigenden Verteidigungsausgaben Vor Nato-Gipfel: Merkel bekennt sich zu steigenden Verteidigungsausgaben , lässt aber ein Erreichen der Nato-Ziele offen. „Eine gute Ausrüstung sind wir auch den vielen Soldatinnen und Soldaten schuldig, die sich für unsere Sicherheit einsetzen“, sagte die Kanzlerin am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft.Merkel bekräftigte dabei den Nato-BeschlussSie bekräftigte dabei den Nato-Beschluss, dass die 29 Mitgliedsstaaten bis 2024 die Verteidigungsausgaben schrittweise auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts hochfahren.

US-Präsident Trump fordert die Kanzlerin auf, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben erhöhen soll. Auch anderen Nato-Ländern macht er Druck.

Donald Trump verlangt von Angela Merkel höhere Militärausgaben . An Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schrieb Trump dem Bericht zufolge, es gebe in den USA eine wachsende Frustration darüber, dass einige Verbündete ihre Ausgaben nicht wie versprochen erhöht hätten.

Trump hatte seit Mittwoch Deutschland auch immer wieder wegen milliardenschwerer Gasimporte aus Russland kritisiert, mit dem Argument, der Hauptgegner der Nato werde über die Einnahmen gestärkt. Er hatte dies auf das deutsch-russische Pipeline-Projekt Nord Stream 2 gemünzt.

Wenige Tage vor seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in der finnischen Hauptstadt Helsinki am Montag äußerte sich der US-Präsident aber freundlich. Er hoffe auf ein engeres Verhältnis zu Putin. «Hoffentlich wird er eines Tages vielleicht ein Freund sein - könnte passieren», sagte Trump. Er kenne Putin einfach nicht so gut.

Mehr auf MSN

Auf Nato-Gipfel: Merkel knöpft sich Trump vor .
Auf Nato-Gipfel: Merkel knöpft sich Trump vor„Ich möchte aus gegebenen Anlass hinzufügen, dass ich erlebt habe, auch selber, dass ein Teil Deutschlands von der Sowjetunion kontrolliert wurde“, sagte die Kanzlerin mit Blick auf die früherere DDR.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke

Aktuelle videos:

Das ist interessant!