Wissen & Technik Weltkriegsbomben im Meer - die Gefahr wächst

12:35  17 mai  2017
12:35  17 mai  2017 Quelle:   20 Minuten

Blindgänger in Hannover entschärft: Anwohner dürfen zurück

  Blindgänger in Hannover entschärft: Anwohner dürfen zurück Aufatmen in Hannover: Die letzte der drei Weltkriegsbomben ist entschärft, Einsatzkräfte und Bewohner sind erleichtert. Entwarnung gab es am Sonntagabend - damit waren die Kampfmittelbeseitiger im Zeitplan. Vor allem eine Fünf-Zentner-Bombe hatte das Ganze kompliziert gemacht. Deren Zünder war beschädigt, deshalb musste der Blindgänger mit einem Wasserstrahlschneidgerät unschädlich gemacht werden. Am Ende sprengten die Spezialisten kontrolliert alle drei Zünder. «Sie waren sehr empfindlich, deshalb wurden sie vor Ort gesprengt.

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Die Gefahren von Bluthochdruck werden häufig verkannt.

<span style=In der Nord- und Ostsee liegen noch immer Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg" src="/upload/images/real/2017/05/17/span-style-font-size-13px-in-der-nord-und-ostsee-liegen-noch-immer-bomben-aus-dem-zweiten-weltkrieg-_111374_.jpg" /> © Mendel In der Nord- und Ostsee liegen noch immer Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg

Aus dem Auge, aus dem Sinn. Das erhofften sich diejenigen, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs eine Vielzahl Waffen in der Nord- und Ostsee entsorgten: «Die Alliierten hatten Angst, die Deutschen könnten damit eine Art Partisanenkrieg führen, und schütteten einfach alles ins Meer», zitieren deutsche MedienJens Greinert vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.

Auch Seeminen, die von den Alliierten gelegt wurden, um deutsche Kriegsschiffe zu vernichten, liegen noch auf dem Grund.

Das hat Folgen: Zwar kam es nicht zum befürchteten Angriff. Aber vom versenkten Kriegsmaterial - offiziell rund 1,6 Millionen Tonnen konventionelle und 220'000 Tonnen chemische Kampfmittel - geht noch immer Gefahr aus. Und die wächst Jahr für Jahr.

Toxisch und explosiv

Anders als angenommen wurden die versenkten Materialien mit den Jahren nicht unschädlich, sondern rosteten und geben nun ihre Inhaltsstoffe frei. Diese könnten über Meerestiere auf unseren Tellern landen. Zudem kann das in den Bomben enthaltene TNT nach wie vor explodieren.

Was das für Umwelt, Tiere und Menschen konkret bedeutet, ist unklar. «Es fehlt das Basiswissen, eine Folge der jahrzehntelangen Untätigkeit», so Greinert, der auch das Projekt Udemm (Umweltmonitoring für die Delaboration von Munition im Meer) leitet. Das soll sich nun ändern. Gemeinsam mit seinen Kollegen erforscht Greinert, «was da unten vor sich geht».

Muscheln zeigen Verseuchungen an

Helfen sollen dabei in Zukunft ferngesteuerte Roboter, die die Sprengstoffe am Grund des Meeres deaktivieren. Weil dafür jedoch die Waffen aufgeschnitten werden müssen, könnten weitere Inhaltsstoffe freigesetzt werden, die das Meer kontaminieren. Ob das wirklich so ist und wie sich das auf die Umwelt auswirkt, ist Gegenstand aktueller Untersuchungen.

Dabei setzen Greinert und seine Kollegen Muscheln in kleinen Körbchen auf die Kampfstoffe. Die Tiere spülen pro Stunde mehrere Liter Wasser durch ihren Körper und filtern es. Erste Vorher-nachher-Vergleiche der Muscheln zeigten bereits, dass sich schädliche TNT-Abbauprodukte im Muschelgewebe anreichern.

Gefahr noch lange nicht gebannt

Um herauszufinden, wann eine Bergung sinnvoll ist oder wann sie wegen ungünstiger Strömungen in Richtung Küste besser nicht durchgeführt wird, arbeiten die Forscher in der Ostsee zudem mit einem Simulationsmodell, das die Strömungen und Temperaturen mit einberechnet.

Obwohl noch viele Fragen offen sind, ist das Bergen des Kriegsmaterials unausweichlich, denn die von ihm ausgehende Gefahr wird immer grösser. Schliesslich werden Fahrrinnen für Schiffe freigelegt und Pipelines gebaut – beides Situationen, in denen die Granaten, Bomben und Seeminen touchiert werden könnten. (fee)

Unterstützung für Macron wächst vor Parlamentswahl in Frankreich .
Gut drei Wochen vor der ersten Runde der Parlamentswahl in Frankreich wächst einer Umfrage zufolge die Unterstützung für den neuen Präsidenten Emmanuel Macron. © REUTERS/Charles Platiau Seine noch junge Partei La Republique en Marche kommt nach einer am Donnerstag veröffentlichten Harris-Erhebung zusammen mit ihren Verbündeten auf 32 Prozent. Das ist ein Plus von drei Punkten gegenüber einer Umfrage vom 11. Mai. Im Vergleich zur Erhebung vom 7. Mai, als Macron die Präsidentenwahl gewann, legt sein Lager um sechs Punkte zu.

Source: http://de.pressfrom.com/nachrichten/wissen-technik/-38592-weltkriegsbomben-im-meer-die-gefahr-wachst/

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