Wissen & Technik 1944 vergrub ein KZ-Insasse eine wichtige Nachricht in der Erde — erst jetzt konnten sie Forscher entziffern

19:50  21 januar  2018
19:50  21 januar  2018 Quelle:   Business Insider Deutschland

Forschungprojekt : Ab März können Forscher Salat in der Antarktis ernten

  Forschungprojekt : Ab März können Forscher Salat in der Antarktis ernten Ab dem Frühjahr können sich Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der Antarktis zumindest ein Stück weit von selbst angebautem Gemüse und Salat ernähren. Mit dem Aufbau eines neuartigen Gewächshauses ist vor einigen Tagen begonnen worden. Die Aussaat soll Anfang Februar erfolgen, Ende März könnten die ersten Salate und Radieschen geerntet werden, wie das DLR mitteilte. Das in Spezialcontainer integrierte Gewächshaus war per Schiff am 3. Januar im ewigen Eis angekommen. Mit Pistenbullys wurde es von der Schelfeiskante rund 20 Kilometer bis zur Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) geschleppt.

In diesem Jahr wurde das Dokument zum ersten Mal entziffert . Der russische IT-Experte Aleksandr Nikitjaev hat die Zettel digitalisiert und dadurch gut 90 Prozent wieder hergestellt. „Meine Lieben, wenn ihr lest, welche Arbeit ich erledigt habe, werdet ihr sagen: Wie konnte ich, der Manolis, oder

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a close up of a white wall: Manuskript von Marcel Nadjari © Aleksandr Nikitjaev Manuskript von Marcel Nadjari

Im November 1944 verfasste der griechische Jude Marcel Nadjari einen Brief an die Nachwelt, den er dann im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau vergraben hat. 36 Jahre später wurde der Brief in einer Thermoskanne eingewickelt gefunden, war allerdings fast unlesbar verwittert. Der Name des Verfassers war zu lesen, der damals dem sogenannten Sonderkommando des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, einer Gruppe von jüdischen Häftlingen, die der SS beim Massenmord helfen musste. Sie mussten Menschen in Gaskammern führen und auch die Leichen wieder herausholen.

Forscher haben endlich die spektakuläre Quelle für die mysteriösen Signale aus einer fernen Galaxie gefunden

  Forscher haben endlich die spektakuläre Quelle für die mysteriösen Signale aus einer fernen Galaxie gefunden Bereits im Jahr 2012 entdeckten Astronomen immer wiederkehrende schnelle Radioblitze der gleichen Sorte- Sie gaben ihnen den Namen FRB 121102. Bereits im Jahr 2012 entdeckten Astronomen immer wiederkehrende schnelle Radioblitze der gleichen Sorte- Sie gaben ihnen den Namen FRB 121102. Während die meisten schnellen Radioblitze nur ein einziges Mal auftauchen und somit auch nicht zurückzuverfolgen sind, konnten die Forscher FRB 121102 ab März 2016 zahlreiche weitere Male beobachten.

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Von 2.200 Menschen, die dazu gezwungen wurden, überlebten 110 — Nadjari war einer von ihnen.

In diesem Jahr wurde das Dokument zum ersten Mal entziffert. Der russische IT-Experte Aleksandr Nikitjaev hat die Zettel digitalisiert und dadurch gut 90 Prozent wieder hergestellt. In deutscher Sprache wurde der Text in diesem Jahr das erste Mal veröffentlicht, im „Vierteljahrsheft für Zeitgeschichte“, herausgegeben vom Institut für Zeitgeschichte in München.

Nadjari kämpfte in Griechenland erst gegen Mussolinis Truppen, bevor er im Untergrund gegen die Deutschen kämpfte. Im April 1944 wurde er nach Auschwitz gebracht, ein halbes Jahr später hat er wahrscheinlich den zwölfseitigen Brief an die Nachwelt geschrieben.

In Ägypten wurde ein Fund gemacht, der nicht aus unserem Sonnensystem stammt

  In Ägypten wurde ein Fund gemacht, der nicht aus unserem Sonnensystem stammt In Ägypten wurde ein kleiner Kieselstein gefunden, der nicht von der Erde stammt. Doch nicht nur das: Er beinhaltet eine Mischung an Mikro-Mineralen, die nirgendwo auf der Erde, in keinem anderen Meteoriten und nirgendwo im Sonnensystem auftritt. Und er dürfte älter als unsere Sonne sein. In Ägypten wurde ein kleiner Kieselstein gefunden, der nicht von der Erde stammt. Doch nicht nur das: Er beinhaltet eine Mischung an Mikro-Mineralen, die nirgendwo auf der Erde, in keinem anderen Meteoriten und nirgendwo im Sonnensystem auftritt.

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Nach dem Krieg ging er zuerst in seine griechische Heimatstadt Thessaloniki zurück. Danach wanderte er mit seiner Frau nach New York aus und arbeitete dort als Maßschneider und Modemacher. 1971 starb Nadjari mit 54 Jahren.

„.... gingen sie nichtsahnend in den Tod“

Der grauenhafte Bericht aus Auschwitz zeichnet nun ein Bild davon, was dem griechischen Juden und Millionen anderen widerfahren ist. „Unterhalb eines Gartens gibt es zwei große, endlose Kellerräume“, schrieb Nadjari damals. „Der eine dient uns zum Auskleiden und der andere als Todeskammer, wo die Leute nackt hineingehen, und nachdem er mit etwa 3.000 Personen gefüllt ist, wird er verschlossen, und sie vergasen sie, wo sie nach sechs bis sieben Minuten Martyrium den Geist aushauchen.“

a close up of a wire fence: Auschwitz © GettyImages Auschwitz

Weiter beschreibt er, was sein Sonderkommando machen musste. Teile des Berichts sind auch nach der Digitalisierung des Dokuments nicht vollständig lesbar. „Unsere Arbeit bestand darin, erstens sie in Empfang zu nehmen, die meisten kannten den Grund nicht .... zusammenbrachen oder weinten sagten sie ihnen, dass .... es sich um ein Bad handelt .... gingen sie nichtsahnend in den Tod. Bis heute .... Ich sagte, dass jeder .... sagte ich ihnen, dass ich ihre Sprache nicht verstehe, in der sie mit mir reden, und den Menschen, Männern und Frauen, bei denen ich gesehen habe, dass ihr Schicksal besiegelt ist, habe ich die Wahrheit gesagt.“

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„Viele Male habe ich daran gedacht, zusammen mit ihnen reinzugehen, um Schluss zu machen. Ich wollte und will leben, um den Tod von Papa und Mama zu rächen."

Auch auf die Frage, warum er tat, was er tat, geht Nadjari ein. „Meine Lieben, wenn ihr lest, welche Arbeit ich erledigt habe, werdet ihr sagen: Wie konnte ich, der Manolis, oder irgendjemand anders diese Arbeit machen und ihre Glaubensgenossen verbrennen“, schrieb er. „Auch ich habe mir das anfangs gesagt, viele Male habe ich daran gedacht, zusammen mit ihnen reinzugehen, um Schluss zu machen. Aber davon abgehalten hat mich immer die Rache; ich wollte und will leben, um den Tod von Papa und Mama zu rächen und [den] meiner geliebten kleinen Schwester Nelli. Ich fürchte den Tod nicht, wie könnte ich ihn auch fürchten nach all dem, was meine Augen gesehen haben?“

Unterschrieben hat er den Brief mit dem Satz: „Zum Tode verurteilt von den Deutschen, weil ich jüdischen Glaubens bin.“

Die „Zeit“ hat den Bericht in einer leicht gekürzten Fassung dokumentiert. Hier könnt ihr ihn nachlesen.

Business Insider Recherche © BI Business Insider Recherche

jsh

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